Rhône-Flussfahrt

 

 

27.09. bis 07.10.2021

Unsere Flusskreuzfahrt
auf der Rhône und der Saône

 

Flug von Düsseldorf nach Lyon.

Der Reiseplan: Von Lyon aus mit dem MS Annabelle zunächst nach Norden, den schiffbaren Teil der Saône aufwärts, dann nach Süden die Saône und Rhône abwärts. Dabei Tagesausflüge mit dem Bus.

 

Vom Flughafen Lyon Saint-Exupéry aus kommt man in die Großstadt Lyon (eine halbe Million Einwohner – mit dem Umland über zwei Millionen). Der Stadtteil La Part-Dieu ist ein besonders moderner mit dem Geschäfts- und Bankenviertel. Das übernächste Bild (aus Wikipedia) zeigt ihn von oben.

 

Am Liegeplatz der Annabelle hat die Rhône eine beachtliche Breite. 

 

So sieht die Annabelle in voller Schönheit auf dem Prospekt des Veranstalters Phönix aus:

 

Am Ankunftstage erkundeten wir die Umgebung. Ganz in der Nähe sahen wir die große Schwimmanlage mit den auffälligen Beleuchtungstürmen, das Centre nautique Tony Bertrand. Es wurde erbaut für die Kandidatur Lyons für die Olympischen Sommerspiele 1968 und inzwischen auf einen hochmodernen Stand gebracht. 

 

Unsere Kabine ließ nichts zu wünschen übrig, wie überhaupt eigentlich alles gut war, der Service, die Vergabe fester Tischplätze (wir hatten zwei angenehme Tisch-Nachbarinnen) für die gesamte Reisezeit und besonders auch die Küche!


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Das Highlight des zweiten Tages war die Busfahrt von Mâcon – dorthin war die Annabelle über Nacht gefahren – zur Abtei Cluny. Unterwegs sahen wir die superschnellen TGV-Züge, aber auch friedlich weidende Rinder der Charolais-Rasse, weiße Tiere aus der Umgebung von Charolles, deren Fleisch besonders schmackhaft sein soll.

 

Unmittelbar vor der Abtei hätten wir den Geschmackstest machen können…

 

Die Abtei Cluny lässt die außerordentliche Bedeutung, die sie  in der Vergangenheit hatte, immer noch spüren, obwohl nur noch ein Zehntel der Bausubstanz vorhanden ist. Das Meiste ging in der Nach-Revolutionszeit verloren, als die Gebäude als Steinbruch verwertet wurden.

 

Das Modell zeigt die nach dem 11. Jahrhundert entstandene Ausdehnung.

 

Dieses Modell zeigt, stärker eingefärbt (unten und rechts oben), die noch erhaltenen Gebäudeteile:

 

Das hier rot markierte Seitenschiff ist, in Teilen restauriert, besonders beeindruckend:

 

Hier noch einer der üppig gestalteten Wasserspeier:

 

 

Heute ist in der Abtei die Ecole Nationale Superieure d’Arts et Métiers untergebracht, wie man über dem Eingang lesen kann. Sie gehört zur Elitehochschule Arts et Métiers ParisTech . Die französischen Grandes Écoles werden im Allgemeinen höher bewertet als die Universitäten!

 

Eine stolze Meldung der Hochschule:

 

Die Studenten tragen besondere Kutten. Sie werden in zwei vorbereitenden Jahren hart herangenommen und ausgesiebt, so dass im eigentlichen Studium praktisch jeder zum Abschluss kommt und dann hervorragende Karriere-Aussichten hat.

 

Diese Blickfänge im Pflaster weisen Touristen den Weg zu den Sehenswürdigkeiten:

 

Nach Cluny brachte uns der Bus nach Chalon-sur-Saône. Unterwegs erzählte unsere Führerin von der spätmittelalterlichen rührenden Geschichte um Abaelard und seine Schülerin Heloise, die sich in dieser Region abgespielt haben soll.
Und noch etwas ganz anderes Regionales: Das Bressehuhn, nach der Landschaft Bresse benannt. Roter Kopf, weiße Federn, blaue Beine erinnern an die Nationalfarben Frankreichs. Das Huhn wird mit Bodenhaltung aufgezogen und erst in seinen letzten zwei Wochen gemästet. Dann ist es eine Gourmet-Spezialität. Über eine Million davon werden alljährlich „hergestellt“.

 

Chalon-sur-Saône (wohin unser Schiff inzwischen gefahren war), ist eine Stadt mit knapp 50.000 Einwohnern und einer hochkomplexen Geschichte. Man ist stolz auf den Photographie-Erfinder Nicéphore Niépce und ehrt ihn mit einem großen Museum. Bemerkenswert sind viele Gebäude und die Kathedrale St. Vincent:


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Am 3. Tag, dem 29.09., haben wir uns Ruhe gegönnt und nur noch einmal Chalon-sur-Saône durchwandert, diesmal ungeführt. 

 

Die gewaltigen Lampen mit den auffälligen Säulen wurden vom Stahlhersteller Schneider gespendet.

 

Das Museum Vivant Denon zeigt eine Kunst- und Archäologiesammlung.

 

Ab Mittag mussten wir zurück an Bord sein: Es ging zurück nach Lyon – eine beschauliche Flussfahrt.
Von den Landschaften her gesehen kamen wir also aus Burgund in die Auvergne und waren später, im Süden, in der Provence.

Man sieht im nächsten Bild, dass man schon bei kleineren Schiffen darüber nachdenken konnte, ob die Höhe der Brücken immer für die Durchfahrt reicht. Auf unserem Schiff musste oft auf dem Sonnendeck aufwendig alles weggeräumt oder flachgelegt werden.

 

Die Schleusen-Passagen waren oft interessant. Auf der Saône-Strecke hatten wir drei, auf der anschließenden Rhône-Strecke zwölf Schleusen, und das jeweils in beiden Richtungen!

 

Überraschung in der Kabine: Unser Service-Personal hinterließ oft originelle Handtuch-Kunstwerke:

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Der 4. Tag war Lyon und insbesondere dessen Wahrzeichen, der Basilika Notre-Dame de Fourvière, gewidmet. Sie wurde erst ab 1872 neben der sehr viel älteren Kapelle gebaut, aus Dankbarkeit dafür, dass Lyon im deutsch-französischen Krieg 1870/71 von preußischer Besetzung verschont geblieben war.

 

Ausschließlich private Sponsoren sollen die im historistisch-eklektizistischen Stil erbaute Kirche finanziert und bis heute erhalten haben. Sie ist unerhört prächtig, man versteht, dass sie zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört!

 

Die Notre-Dame de Fourvière überragt Lyon im wörtlichen Sinne. Das gilt auch für den 1892–94 errichteten „kleinen Eiffelturm“, den Tour métallique de Fourvière. Er soll als antiklerikaler Gegenakzent zur Basilika gedacht sein, aber angeblich auch als Ersatz des Pariser Originals dienen für Lyoner, die sich die Reise zur Hauptstadt nicht leisten können oder wollen…

 

In der Altstadt waren viele interessante Geschäfte zu entdecken.

 

Lyon ist eine Seidenweberstadt!

 

Alte Gebäude mit historischem Hintergrund: Hier der Treppenturm „Tour Rose“.

 

Als touristische Attraktion gelten auch die Museen für Stadtgeschichte (MHL) und Marionettenkunst (MAM) Gadagne, vor deren Eingang die Horloge Charvet, auch „Horloge aux Guignols“ (Guignols sind die Kasper des Puppenspiels) genannt, steht. Sie wurde vor über 150 Jahren gebaut, aber zuletzt in diesem Jahr verfeinert und restauriert. Bemerkenswert fanden wir auch ihr Glockenspiel mit sich bewegenden Figuren!

Wir lernten auch eine Traboule kennen: einen Durchgang durch die Häuser und Innenhöfe hindurch, mit dem man auf eine andere Straße kommt. Die Traboules halfen, mit der Enge und dem Platzbedarf in der Altstadt zurechtzukommen.

 

Aber Lyon ist natürlich auch in der Gegenwart angekommen, wie die öffentlich reichlich angebotenen Elektro-Fahrräder zeigen:

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Der 5. Reisetag (1. Oktober).
In der Nacht hatte die Annabelle von Lyon aus die Fahrt flussabwärts angetreten. Auf dieser Route wurden wir zunächst in Le Pouzin gleich nach dem Frühstück zum Busausflug in die „Schluchten der Ardèche“ entlassen.

 

Ardèche steht sowohl für das Département Ardèche als auch für den Fluss, der dem Département seinen Namen gegeben hat. Die Schluchten ergeben sich daraus, dass die Ardéche sich durch das Zentralmassiv hindurchgearbeitet hat.

 

Ein Touristenmagnet ist der Ardéche-Durchbruch in Brückenform:

 

Ein Gemälde beschreibt die frühere Nutzung der Brücke.
Heute ist sie verboten.

 

Wir besuchten eine der großen Lavendel-Plantagen.
Bei dieser wird auch Lavendel-Öl gewonnen (durch Wasserdampf-Destillation).

 

Verkauft wird dort auch eine Vielzahl von Lavendel-Produkten.
Unsere Führerin sagte, nur die Lavendel-Variante Aspic (Lavandula Latifolia) sei besonders heilsam, sie habe damit ihre Arthrose oder sogar Arthritis erfolgreich behandelt…


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Am 6. Tag lagen wir mit dem Schiff bereits in Avignon. Die Stadt hat knapp 100.000 Einwohner.
Sie ist vor allem dadurch bekannt, dass sie von 1309 – 1377 und dann noch einmal von 1379 – 1411  Papstsitz war.
Oder noch mehr durch „Sur le Pont d’Avignon“? Wir erfuhren, dass „sur“ auf einem Übermittlungsfehler beruht, richtig wäre „sous“. Man tanzte, wenn überhaupt, unter der Rhône-Brücke Pont Saint-Bénézet, nicht auf ihr!

 

Die Brücke stammt aus dem 12. Jahrhundert, hatte 22 Bögen und war mit über 900 m lange Zeit die längste Brücke Europas. Kriege und Hochwasser führten immer wieder zu Zerstörungen, bis sie im 17. Jahrhundert aufgegeben wurde. Es gibt nur noch 4 Bögen. Auf einem der Pfeiler wurde eine Doppelkapelle gebaut.

 

Ein alter Stich (1840) aus Wikipedia verdeutlicht die Situation: 

 

Die gewaltige Stadtmauer aus der Zeit der Päpste hat auch die Aufgabe, gegen das Rhône-Hochwasser zu schützen.

 

Man sieht es nicht, aber auch wir haben die Rundfahrt durch das quicklebendige Avignon genossen.

 

Neben dem Papstpalast, auf einem Felsenhügel, befindet sich die Kathedrale von Avignon oder Cathédrale Notre-Dame des Doms d’Avignon, die sowohl von den Päpsten benutzt wurde, als auch heute Sitz des Erzbischofs von Avignon ist. Gekrönt wird sie von einer fast 5 Tonnen schweren vergoldeten Statue, die (nur) die Jungfrau Maria zeigt.

(aus Wikipedia)

 

Wir haben natürlich den Weg nach oben nicht gescheut und haben die Kathedrale  – sie wurde im 12. Jahrhundert begründet und ist überwiegend romanisch  –  auch innen angeschaut. Sie wirkt auf den ersten Blick erstaunlich zurückhaltend ausgestattet, ist aber voller historischer Schätze. Kein Wunder, dass sie, wie auch der Papstpalast und die Brücke von Avignon, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört! 

 

Von dort oben hat man auch einen Ausblick über die Gärten des Palastes hin zur Brücke von Avignon.

 

Diese Pracht gehört noch zu den Gärten.

 

7 Päpste und 2 Gegenpäpste residierten in Avignon!
Wenden wir uns ihrem Palast zu:

 

Hinter der Fassade verbirgt sich eine Fülle von meist gewaltigen Räumen, die zum Teil noch die originale Ausmalung und Ausstattung aufweisen oder andeuten.

 

Nur ein Beispiel: der Speisesaal

 

Hier werden historische Skulpturen aufbewahrt:

 

Vor dem Palast fand gerade eine Demonstration von Impf- und Impfpass-Gegnern statt.

 

Etwas bürgerlicher: ein beachtlich großer Töpfermarkt, an dessen Rand ein Didgeridoo-Bläser Geld zu erspielen suchte.


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Am 7. Tag, dem 3. Oktober, fuhren wir mit dem Bus nach Marseille, der zweitgrößten Stadt Frankreichs. Der früher sehr schlechte Ruf Marseilles gilt heute (fast) nur noch für die Banlieues, die Vororte. Ansonsten ist Marseille heute die Szenestadt, die durchaus auch viele Pariser zum Umzug verleitet. 

 

Ein MUSS für Marseille-Besucher ist die Basilika Notre-Dame de la Garde, die die Stadt überragt. Sie ist eine alljährlich von etwa 2 Millionen Menschen besuchte, im 19. Jahrhundert erbaute Wallfahrtskirche im neuromanisch-byzantinischen Stil. 

 

Unsere Fotos waren perspektivisch unbefriedigend, deshalb zeigen wir ein Bild aus Wikipedia:

 

An Details sieht man, dass Vorläufer der Basilika eine Festung und eine Kapelle waren und dass die Gesamtanlage meist auch militärische Bedeutung hatte.

 

Im August 1944 wurde sie den deutschen Truppen wieder abgenommen.

 

1947 wurde sie von Karol Józef Wojtyła, der 1978 Papst Johannes Paul II wurde, besucht.

 

Die 11 m hohe Statue zeigt Maria mit dem winkenden Jesuskind, eine sicher ungewöhnliche Darstellung.

 

Ein Teil der unglaublichen Fülle von Yachten im Hafen. In der Ferne wieder das Wahrzeichen Marseilles, die Notre-Dame de la Garde.

 

Ausblicke zum Mittelmeer. Hinten links immer, kaum erkennbar, das Château d’If auf der Île d’If, früher eine Gefängnis- und Festungsinsel, heute eines der Wahrzeichen Marseilles. Das dritte Bild zeigt die Insel deutlicher (aus Wikipedia).

 

Banales: Müllberge in der schönen Altstadt, weil die Müllwerker streikten.

 

Marseilles ist ein bedeutender Containerhafen. Das wird hier originell beworben:

 

Im Alten Hafen konnten wir angenehm flanieren und im Café einen Smoothie nehmen. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass durch die sich abzeichnenden Unwetter dort alles hoch überflutet war. Auch die Rhône führte zunehmendes Hochwasser, so dass das Unterfahren der Brücken kritischer wurde. Unser Schiff musste deshalb am nächsten Tag entgegen der Planung von Tarascon aus wieder nordwärts, nach Avignon, fahren. 

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Am 8. Tag starteten wir mit dem Bus (noch) von Tarascon aus in die Camargue. Das ist das etwa 600 km2 große Schwemmland zwischen den beiden Armen, mit denen die Rhône ab Arles bis zum Mittelmeer ein Delta bildet. 

 

Wir sahen die für die Camargue typischen weißen Pferde und die Flamingos (Foto aus Wikipedia) und Schilf und Tamarisken in großen Flächen, waren aber überrascht von den umfangreichen Reisfeldern. Die produzierte Reismenge ist so groß, dass sie den ganzen Bedarf Frankreichs decken könnte.

 

Eine Kleinstadt (2.000 Einwohner) in der Camargue, direkt am Mittelmeer gelegen,  ist Les Saintes-Maries-de-la-Mer. Sie ist eher unscheinbar, reizvoll ist die romanische Kirche Notre-Dame-de-la-Mer und eben die Küstensituation. Der Name der Stadt geht darauf zurück, dass man dort im 15. Jahrhundert glaubte, Reliquien zweier Jüngerinnen Jesu (Maria Kleophae und Maria Salome) gefunden zu haben. Daraus entwickelte sich ein Marienkult. 

 

In der Krypta der Kirche befindet sich die Statue der schwarzen Sara. Sie ist die Schutzheilige der Gitans (das sind lt. Wikipedia hauptsächlich spanischstämmige Roma). Die Stadt ist Wallfahrtsziel für Verehrer der Marien und der Sara.

In der Camargue werden in den Manaden Kampfstiere gezüchtet, vorwiegend für den in der Provence üblichen unblutigen Stierkampf, aber auch für die spanische blutige Variante. Hier wird einer der berühmtesten, Vovo, mit einem Denkmal geehrt.

 

Auf der Rückfahrt zum Schiff kamen wir an Arles vorbei, der Stadt, in der, wie zeitweise auch in Saintes-Maries-de-la-Mer, Vincent van Gogh lebte und arbeitete.

Vincent van Gogh, „Das Meer bei Les Saintes-Maries-de-la-Mer“ (1888):

 

In Arles gibt es eine Fülle von Sehenswürdigkeiten aus römischer Zeit und dem Mittelalter. Das modernste architektonische Kunstwerk ist der 56 m hohen LUMA-Turm, gestiftet von Maja Hoffmann, der vermögenden Aktionärin von Hoffmann- La Roche. Die Kunst-Sammlerin und -Förderin investierte etwa 150 Mio Euro in das Projekt Luma Arles. Der Turm wurde gebaut von Frank O. Gehry, der sich mit dem Guggenheim-Museum in Bilbao und zahlreichen anderen Bauten in New York, Hannover, Düsseldorf, Herford und anderen Städten einen Namen machte. Die folgenden Bilder (aus Wikipedia) zeigen den LUMA-Turm und das Herforder MARTa


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Am 9. Tag – das Schiff lag inzwischen in La Voulte – machten wir einen Busausflug zum Garten des vom Zen-Buddhismus inspirierten Eric Borja. Der Zen-Garten darf sich „Jardin remarquable“ nennen, ein vom Kultusministerium vergebenes Prädikat.

 

Es wird nur von Hand gearbeitet, motorisierte Geräte sind tabu…

 

Zurück auf dem Schiff, das jetzt Kurs auf Vienne nahm, konnten wir wieder die interessanten Uferregionen mit vielen Weingärten sehen.

 

An mehreren Plätzen sahen wir AKWs – hier das AKW Cruas im Kanton Le Pouzin. Es erzeugt 24 Milliarden kWh pro Jahr.
Laut unserer Führerin zahlen die Franzosen 8 Cent pro kWh Strom. 

 

Zum Abend hin gab es mit Blick auf das baldige Ende der Reise einen Kapitäns-Cocktail mit einigen freundlichen Worten und schließlich – bei „leichter Eleganz“ – ein Gala-Abendessen vom Feinsten!


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Am 10. Tag lag das Schiff zunächst in Vienne. Wir erkundeten die Stadt auf eigene Faust und waren am meisten beeindruckt von dem einzigen erhaltenen römischen Tempel in Frankreich. Er wurde um 40 n. Chr. dort errichtet.  


Korinthische Kapitelle

 

Ein modernes Kunstwerk an einer Ecke des Vorplatzes:

 

Abends dinierten wir im „Paul Bocuse“.
Man gönnt sich ja sonst nichts…

 

Die Karte lässt die Wirklichkeit nur erahnen:

 

Paul Bocuse, der vielleicht bekannteste Koch und Wegbereiter der Nouvelle Cuisine, lebt seit drei Jahren nicht mehr, aber das gilt nicht für sein Restaurant!

 

Zu einem edlen Chardonnay passte natürlich die Foie gras, die Stopfleber. Wir äßen sie normalerweise nicht, aber sie schmeckte hervorragend! 

 

Und dann das schon erwähnte Bresse-Huhn – köstlich!

 

Umfangreiche Käse– und Dessert-Platten wurden zu unserer Wahl an den Tisch gefahren. Kann man einen Tag großartiger beschließen?


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Am 11. Tag waren das Schiff und wir wieder in Lyon. Vor dem Rückflug nach Düsseldorf am Nachmittag eroberten wir noch ganz individuell die Umgebung der Anlegestelle und aßen Leckeres in einem der Straßenrestaurants.

 

Der Blick hinüber zur anderen Seite, dem Westufer der Rhône, zeigte in der Ferne die schon beschriebene Kathedrale Notre-Dame de Fourvière, etwas näher das Hôtel-Dieu, ein riesiges Krankenhaus, das im 15. Jahrhundert gebaut wurde und unter den damaligen Bedingungen seine Arbeit aufnahm. Es wurde 2010 geschlossen. Das Bild (aus Wikipedia) zeigt es in der Nacht.  


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Am 12. Tag, dem 8. Oktober, waren wir wieder in Düsseldorf und konnten vor der Heimfahrt die riesige Baustelle zwischen dem Hotel Maritim und dem Flughafen bestaunen. Hier entsteht der neue unterirdische Bahnhof der Stadtbahn.

Wir hatten
einen fantastisch schönen Urlaub! 

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