Mauritius

 

 

Unsere Fernreise vom 12. bis 23. Mai 2022 :

MAURITIUS

 

Das Wappen von Mauritius, 1906 von den Briten ihrer Kronkolonie verordnet, später von der Republik übernommen.  
Auf den im 17. Jh. ausgestorbenen Dodo kommen wir noch zurück. 
Dem Nichtlateiner sei zugeflüstert:  „Stern und Schlüssel des Indischen Ozeans“. 

Die Flagge:

Die Währung: 50 Mauritius-Rupien = ca. 1 €

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Von der Ostküste Afrikas aus kommt man mit einem 1.000-km-Schritt ostwärts nach Madagaskar, mit einem zweiten nach Mauritius. Die Insel ist nur etwa 60 x 50 km groß, sie hat etwas weniger Fläche als das Saarland.

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Die Insel Mauritius wurde erst Anfang des 16. Jahrhunderts von Europäern entdeckt. Zunächst war sie Stützpunkt der Portugiesen, wurde dann in etwa 100-Jahre-Abständen von den Niederländern (die gaben der Insel den Namen – zur Ehre des Prinzen Moritz von Oranien > lat. Mauritius), den Franzosen und schließlich (1810) den Briten übernommen. Letztere gewährten 1968 die Unabhängigkeit. Seit 1992 ist Mauritius eine demokratische parlamentarische  Republik.

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Unser Auswärtiges Amt urteilt: 
„Mauritius hat seit der Unabhängigkeit 1968 eine rasante Entwicklung durchlaufen und liegt heute in vielen Bereichen an der Spitze Afrikas. Seit Anfang 2020 ist Mauritius  …  in den Kreis der “high-income- countries” aufgerückt und ist laut EIU-Democracy Index die einzige „volle“ Demokratie des Kontinents. Die Menschenrechtslage ist insgesamt gut. Presse- und Meinungsfreiheit sind gewährleistet und die Medienlandschaft ist vielfältig.“ 

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Unser Flug: 11 1/2 Stunden mit der Boeing 767 – 300 über Kroatien, Kreta, Ägypten, Somalia…

Unser Hotel: Victoria Beachcomber
in der Stadt Balaclava, District Pamplemousses.

Vom Balkon unseres Zimmers aus: üppige Kokospalmen, endloser Strand:


Gastronomie immer direkt am Pool und/oder Strand:




Aufregend schöne Botanik überall:

Nicht Sand-, sondern Korallen-Strand!
Die Felsen sind, wie die Insel überhaupt, vulkanischen Ursprungs. 

 

Am Horizont waren gelegentlich Überseedampfer zu sehen, die
wohl im benachbarten Port Louis angelegt hatten.

 

Für die Touristen wurden alle typischen Strandvergnügungen wie Bootsfahrten, Tauchen, Schnorcheln, Paragliding  und sogar Angeln, vom Boot aus, angeboten.  

 

 Zu unseren Indoor-Vergnügungen zählten Pool-Billard und Snooker:

Draußen war abends und nachts auch einiges los – vom Zimmer aus aber nicht zu hören. 

Unser Ding war mehr das Genießen des Sonnenuntergangs: 

 

Die Flora und Fauna der Insel waren wegen der isolierten Lage der Insel bis zum Auftreten menschlicher Bevölkerung weitgehend endemisch und artenarm. So soll es bis auf die Fledertiere keine landbewohnenden Säugetiere gegeben haben.  Und bei den Vögeln war der bis dahin heimische Dodo, wie schon erwähnt, zum Aussterben verurteilt. An seine Stelle sind invasive Arten getreten. Zu ihnen gehört die Hirtenmaina, die sich hier beim Frühstück aus der Hand füttern ließ . Die Art wird als Bedrohung für die angestammten Ökosysteme gesehen und steht deshalb auf der Liste der 100 of the World’s Worst Invasive Alien Species.

 

Nicht als Bedrohung eingestuft sind die wesentlich scheueren Sperlinge und Sperbertauben.

Abends sahen wir zahlreiche Flughunde, wahrscheinlich Maskarenen-Flughunde. Weil sie Mangos und Litschis fressen, hat die Regierung die teilweise Bekämpfung dieser Fledertiere angeordnet. 
Für das deutlichere zweite Bild haben wir uns, wie auch sonst gelegentlich, bei Wikipedia bedienen müssen. 

 

Einen Tagesausflug verbrachten wir auf einem Katamaran in der Umgebung der Île aux Cerfs, der Hirscheninsel, die vor der Ostseite Mauritius‘ liegt. Die Insel ist nur 1 x 1/2 km groß, aber sowohl von der See- als auch von der Landseite aus eine Attraktion.
Es war eine sehr nasse und etwas anstrengende Angelegenheit für uns, über zwei Zubringerboote auf den Katamaran zu gelangen, aber es lohnte sich! 

  

Getaucht und geschnorchelt wurde auch – und gegrillt. 

In Fischfarmen werden Doraden „produziert“: 

Auf der – nicht bewohnten – Île selbst bewunderten wir die (epiphytisch wachsenden) Banyan-Feigen mit ihren gewaltigen Luftwurzeln: 

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Zu „Île aux Cerfs“: Auf Mauritius wird ganz überwiegend die Kreolsprache Morisyen gesprochen. Sie basiert weitgehend auf dem Französischen. Indische und chinesische Sprachen sind auch dabei. Regierungsamtlich ist Englisch vorgegeben. Die Städte- und Straßennamen sowie die Medien werden aber von Französisch beherrscht.

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 Die Hauptstadt, Port Louis, hat 150.000 Einwohner. Sie ist teils eine moderne Weltstadt, teils repräsentiert sie den historisch gewachsenen Schmelztiegel verschiedenster Ethnien und Kulturen.
Den besten Überblick hat man vom hochgelegenen Fort Adelaide, einer britischen Festung aus dem frühen 19. Jahrhundert. 

Einige Fotos zeigen die Stadt aus der Nähe: 


Die Rinnen an den Straßenrändern sollen nur das Regenwasser
ableiten:

 

Ein Blick in den Hafen

 

Sehr schöne Parks, oft mit Erinnerungen an die Zeit der britischen Kronkolonie: 

 

 Das modernste Viertel der Stadt: Le Caudan Waterfront.
Hier findet man vor allem Geschäfte und Restaurants, aber auch Kinos, Bars, Banken, ein Hotel und ein Casino.



Links unser guter Fahrer und Führer, Rosario. 

 

Für die Matisse-Ausstellung hatten wir keine Zeit…

 

Etwa die Hälfte der Mauritier sind Hinduisten, ein Viertel  Christen (hauptsächlich Katholiken), der Rest vor allem Moslems (Sunniten). Man toleriert einander. 

Hier ein Blick in die 200 Jahre alte Kathedrale von Port Louis. 

 

Zum Besuch von Mauritius gehört das Interesse an alten Briefmarken. Wir besuchten in Port Louis das Postal Museum , in dem man einen ganzen Tag mit der Bewunderung der philatelistischen Schätze verbringen könnte. Ein paar hundert Meter weiter gibt es noch das private Blue Penny Museum, in dem wenige  Minuten am Tage je ein Original der berühmten blauen (two pence) und roten (one penny) „Mauritius“ von 1847 zu sehen sind. Uns hat der Anblick der Kopien genügt…

 

Immer noch Port Louis: der große Zentral-Markt.
Die Preise sind ähnlich wie bei uns. 

Die Chouchous (oben links auf dem Regal), woanders auch Chayote genannt, sind auf Mauritius ein häufig verwendetes Gemüse. 

Hier sind sie Bestandteil einer unserer Mahlzeiten in einem typischen mauritischen Restaurant.


Weiter in Port Louis: Im Mauritius Museums Council besuchten wir sowohl das Naturhistorische Museum als auch die „WWI & WWII Gallery“, eine Ausstellung über die beiden Weltkriege und den Anteil mauritischer Soldaten daran. 

Das Naturhistorische Museum zeigt eine großartige Sammlung von präparierten Tieren, vornehmlich Meeresbewohnern, geht aber auch auf den vor fast 350 Jahren ausgestorbenen Dodo ein. 

 

Die Weltkriege-Ausstellung zeigt unerhört faktenreich und bewegend, wie die beiden Kriege begannen und abliefen und zu zigmillionen Opfern führten, unter denen auch zahlreiche Mauritier waren, die auf der Seite der Briten kämpften. 

 

Im Süden der Insel, am Kratersee Grand Bassin, befindet sich das größte mauritische Heiligtum der Hindus. Hierher pilgern zum wichtigsten hinduistischen Fest, Maha Shivaratri, jedes Jahr etwa eine halbe Million Menschen (Mauritius hat nur 1,3 Millionen Einwohner). 

Man wird begrüßt von einer riesigen, 33 m hohen, Shiva geweihten Statue:

Nahe dabei ist eine ähnlich große Durga-Statue. Sie soll 400 Tonnen wiegen.

Die Fotos mussten wir aus dem Internet nehmen, weil wir dieses Mal bei schlechtem Wetter unterwegs waren…



Am See befinden sich außer dem eigentlichen Tempel zahlreiche kleinere Statuen von hinduistischen Gottheiten, darunter Ganesha, Sohn Shivas. Er ist uns besonders fremd – er hat einen Elefantenkopf, sein Reittier ist eine Ratte. Er genießt hohe Verehrung. 

 

 

Ebenfalls im Süden Mauritius‘ liegt das Städtchen Chamarel, bekannt durch den Black River George Nationalpark, den Chamarel-Wasserfall und die Siebenfarbige Erde, unterschiedlich verwitterte eisenhaltige Lava.

 

Der Trou aux Cerfs (Hirschenloch) ist ein viel besuchter Vulkankrater, umgeben von üppigen Waldgebieten – eine Regenwaldsituation. Aber das früher stark bewaldete Mauritius ist heute auf 17 % Bewaldung zurückgefallen, an die Stelle von Ebenholz sind weitgehend invasive Baumarten getreten. 


Ein Blick auf die nahegelegene Süd-West-Küste

 

Die landwirtschaftlich genutzten Flächen dienen zu fast 90 % dem Zuckerrohr-Anbau, der vielen Mauritiern Arbeit gibt. Die Zuckerproduktion ist trotzdem wegen sinkender Preise zu einer sehr kleinen Säule (2 %) der mauritischen Wirtschaft geschrumpft, viel stärker sind der Tourismus und die Textilindustrie.
Es war interessant zu sehen, wie Landflächen für die agrarische Nutzung hergerichtet werden: Mit schweren Maschinen müssen zunächst die vulkanischen Steinbrocken herausgeholt und an den Feldrand geschafft werden. Dann kann das Zuckerrohr gepflanzt werden, das bis zu 6 m hoch wird. Es wird zur Ernte abgeschnitten, wächst bis zu 8 Jahre immer wieder aus. 

Zucker ist nur eines der Produkte aus dem Zuckerrohr. Aus der Melasse, die bei der Verarbeitung zu Zucker anfällt, wird durch Vergärung Alkohol gewonnen, der als Rum oder Bioalkohol (Treibstoffzusatz) verkauft wird. Die zerquetschten und ausgelaugten Rohre, Bagasse, sind Rohstoff für kompostierbare Verpackungen, werden aber auch als Brennstoff verwendet – nur in den Kraftwerken, denn geheizt werden muss auf Mauritius wegen des warmen Klimas praktisch nicht.
Daraus könnte man schließen, dass Mauritius ökologisch hervorragend aufgestellt ist, und unser Fahrer vermittelte uns in Übereinstimmung mit manchen Medien den Eindruck, Mauritius sei praktisch klimaneutral. Aber der hohe Energiebedarf wird doch zu rund 80 % mit Kohle und Schweröl aus Südafrika gedeckt. 


 

Curepipe, die mittelgroße Stadt in der Mitte des Südens, bot uns Besonderes: Eine Fabrik, die sich auf die Herstellung von Schiffsmodellen spezialisiert hat. Ihr Angebot ist unglaublich reichhaltig und hochwertig und – soweit wir es sehen konnten – weitgehend Handarbeit. 
(Es war „Le Port“ oder „Comajora“. Es gibt dort mehrere Firmen dieser Art.)

Wir konnten der Verführung nicht widerstehen: Diese Gorch Fock ist jetzt bei uns. 

 

Mit einem Blick auf die schöne Umgebung von Curepipe verlassen wir den Süden Mauritius‘.

 

Im Norden der Insel ist die Stadt Pamplemousses nicht nur wegen ihres prächtigen Botanischen Gartens eine Attraktion, sondern auch wegen des in unmittelbarer Nähe (im Örtchen Mapou) liegenden Chateau de Labourdonnais. Dieses wurde benannt nach Bertrand-François Mahé de La Bourdonnais, der im 18. Jh. Gouverneur der Maskarenen (Inselgruppe, zu der Mauritius gehört) war. Er begründete den Zuckeranbau in großem Maße und kaufte dafür so viele Sklaven aus Madagaskar und Afrika, dass bei einer Volkszählung 1776  die Sklaven 85 % der 34.000 Inselbewohner ausmachten. Heute berufen sich zahllose Mauritier, wie auch unser Fahrer, gern auf diese Herkunft.

Das Chateau ist eine prachtvolle Villa aus der Kolonialzeit, es ist von einem wunderschönen Park umgeben.

Ein alter Mango-Baum:


Ganz im Nordwesten liegt Grand Baie, das der Marco Polo als die Côte d’Azur von Mauritius beschreibt. Wir zeigen nur ein Foto von der Küste. Abends und nachts soll dort viel mehr los sein… 

Etwas weiter westlich fanden wir einen großen katholisch-christlichen Friedhof interessant. Es gibt dort nur Steinernes zur Gestaltung der Grabstellen, kein Grün.

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Das Ende eines sehr schönen Urlaubs naht.
Symbolik?

 


Für die Nachwelt: Es war Corona-Zeit.
Rückflug nur mit Negativ-Test, und mit Maske, auch im Flugzeug!




  ENDE

 

 

Rhône-Flussfahrt

 

 

27.09. bis 07.10.2021

Unsere Flusskreuzfahrt
auf der Rhône und der Saône

 

Flug von Düsseldorf nach Lyon.

Der Reiseplan: Von Lyon aus mit dem MS Annabelle zunächst nach Norden, den schiffbaren Teil der Saône aufwärts, dann nach Süden die Saône und Rhône abwärts. Dabei Tagesausflüge mit dem Bus.

 

Vom Flughafen Lyon Saint-Exupéry aus kommt man in die Großstadt Lyon (eine halbe Million Einwohner – mit dem Umland über zwei Millionen). Der Stadtteil La Part-Dieu ist ein besonders moderner mit dem Geschäfts- und Bankenviertel. Das übernächste Bild (aus Wikipedia) zeigt ihn von oben.

 

Am Liegeplatz der Annabelle hat die Rhône eine beachtliche Breite. 

 

So sieht die Annabelle in voller Schönheit auf dem Prospekt des Veranstalters Phönix aus:

 

Am Ankunftstage erkundeten wir die Umgebung. Ganz in der Nähe sahen wir die große Schwimmanlage mit den auffälligen Beleuchtungstürmen, das Centre nautique Tony Bertrand. Es wurde erbaut für die Kandidatur Lyons für die Olympischen Sommerspiele 1968 und inzwischen auf einen hochmodernen Stand gebracht. 

 

Unsere Kabine ließ nichts zu wünschen übrig, wie überhaupt eigentlich alles gut war, der Service, die Vergabe fester Tischplätze (wir hatten zwei angenehme Tisch-Nachbarinnen) für die gesamte Reisezeit und besonders auch die Küche!


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Das Highlight des zweiten Tages war die Busfahrt von Mâcon – dorthin war die Annabelle über Nacht gefahren – zur Abtei Cluny. Unterwegs sahen wir die superschnellen TGV-Züge, aber auch friedlich weidende Rinder der Charolais-Rasse, weiße Tiere aus der Umgebung von Charolles, deren Fleisch besonders schmackhaft sein soll.

 

Unmittelbar vor der Abtei hätten wir den Geschmackstest machen können…

 

Die Abtei Cluny lässt die außerordentliche Bedeutung, die sie  in der Vergangenheit hatte, immer noch spüren, obwohl nur noch ein Zehntel der Bausubstanz vorhanden ist. Das Meiste ging in der Nach-Revolutionszeit verloren, als die Gebäude als Steinbruch verwertet wurden.

 

Das Modell zeigt die nach dem 11. Jahrhundert entstandene Ausdehnung.

 

Dieses Modell zeigt, stärker eingefärbt (unten und rechts oben), die noch erhaltenen Gebäudeteile:

 

Das hier rot markierte Seitenschiff ist, in Teilen restauriert, besonders beeindruckend:

 

Hier noch einer der üppig gestalteten Wasserspeier:

 

 

Heute ist in der Abtei die Ecole Nationale Superieure d’Arts et Métiers untergebracht, wie man über dem Eingang lesen kann. Sie gehört zur Elitehochschule Arts et Métiers ParisTech . Die französischen Grandes Écoles werden im Allgemeinen höher bewertet als die Universitäten!

 

Eine stolze Meldung der Hochschule:

 

Die Studenten tragen besondere Kutten. Sie werden in zwei vorbereitenden Jahren hart herangenommen und ausgesiebt, so dass im eigentlichen Studium praktisch jeder zum Abschluss kommt und dann hervorragende Karriere-Aussichten hat.

 

Diese Blickfänge im Pflaster weisen Touristen den Weg zu den Sehenswürdigkeiten:

 

Nach Cluny brachte uns der Bus nach Chalon-sur-Saône. Unterwegs erzählte unsere Führerin von der spätmittelalterlichen rührenden Geschichte um Abaelard und seine Schülerin Heloise, die sich in dieser Region abgespielt haben soll.
Und noch etwas ganz anderes Regionales: Das Bressehuhn, nach der Landschaft Bresse benannt. Roter Kopf, weiße Federn, blaue Beine erinnern an die Nationalfarben Frankreichs. Das Huhn wird mit Bodenhaltung aufgezogen und erst in seinen letzten zwei Wochen gemästet. Dann ist es eine Gourmet-Spezialität. Über eine Million davon werden alljährlich „hergestellt“.

 

Chalon-sur-Saône (wohin unser Schiff inzwischen gefahren war), ist eine Stadt mit knapp 50.000 Einwohnern und einer hochkomplexen Geschichte. Man ist stolz auf den Photographie-Erfinder Nicéphore Niépce und ehrt ihn mit einem großen Museum. Bemerkenswert sind viele Gebäude und die Kathedrale St. Vincent:


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Am 3. Tag, dem 29.09., haben wir uns Ruhe gegönnt und nur noch einmal Chalon-sur-Saône durchwandert, diesmal ungeführt. 

 

Die gewaltigen Lampen mit den auffälligen Säulen wurden vom Stahlhersteller Schneider gespendet.

 

Das Museum Vivant Denon zeigt eine Kunst- und Archäologiesammlung.

 

Ab Mittag mussten wir zurück an Bord sein: Es ging zurück nach Lyon – eine beschauliche Flussfahrt.
Von den Landschaften her gesehen kamen wir also aus Burgund in die Auvergne und waren später, im Süden, in der Provence.

Man sieht im nächsten Bild, dass man schon bei kleineren Schiffen darüber nachdenken konnte, ob die Höhe der Brücken immer für die Durchfahrt reicht. Auf unserem Schiff musste oft auf dem Sonnendeck aufwendig alles weggeräumt oder flachgelegt werden.

 

Die Schleusen-Passagen waren oft interessant. Auf der Saône-Strecke hatten wir drei, auf der anschließenden Rhône-Strecke zwölf Schleusen, und das jeweils in beiden Richtungen!

 

Überraschung in der Kabine: Unser Service-Personal hinterließ oft originelle Handtuch-Kunstwerke:

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Der 4. Tag war Lyon und insbesondere dessen Wahrzeichen, der Basilika Notre-Dame de Fourvière, gewidmet. Sie wurde erst ab 1872 neben der sehr viel älteren Kapelle gebaut, aus Dankbarkeit dafür, dass Lyon im deutsch-französischen Krieg 1870/71 von preußischer Besetzung verschont geblieben war.

 

Ausschließlich private Sponsoren sollen die im historistisch-eklektizistischen Stil erbaute Kirche finanziert und bis heute erhalten haben. Sie ist unerhört prächtig, man versteht, dass sie zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört!

 

Die Notre-Dame de Fourvière überragt Lyon im wörtlichen Sinne. Das gilt auch für den 1892–94 errichteten „kleinen Eiffelturm“, den Tour métallique de Fourvière. Er soll als antiklerikaler Gegenakzent zur Basilika gedacht sein, aber angeblich auch als Ersatz des Pariser Originals dienen für Lyoner, die sich die Reise zur Hauptstadt nicht leisten können oder wollen…

 

In der Altstadt waren viele interessante Geschäfte zu entdecken.

 

Lyon ist eine Seidenweberstadt!

 

Alte Gebäude mit historischem Hintergrund: Hier der Treppenturm „Tour Rose“.

 

Als touristische Attraktion gelten auch die Museen für Stadtgeschichte (MHL) und Marionettenkunst (MAM) Gadagne, vor deren Eingang die Horloge Charvet, auch „Horloge aux Guignols“ (Guignols sind die Kasper des Puppenspiels) genannt, steht. Sie wurde vor über 150 Jahren gebaut, aber zuletzt in diesem Jahr verfeinert und restauriert. Bemerkenswert fanden wir auch ihr Glockenspiel mit sich bewegenden Figuren!

Wir lernten auch eine Traboule kennen: einen Durchgang durch die Häuser und Innenhöfe hindurch, mit dem man auf eine andere Straße kommt. Die Traboules halfen, mit der Enge und dem Platzbedarf in der Altstadt zurechtzukommen.

 

Aber Lyon ist natürlich auch in der Gegenwart angekommen, wie die öffentlich reichlich angebotenen Elektro-Fahrräder zeigen:

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Der 5. Reisetag (1. Oktober).
In der Nacht hatte die Annabelle von Lyon aus die Fahrt flussabwärts angetreten. Auf dieser Route wurden wir zunächst in Le Pouzin gleich nach dem Frühstück zum Busausflug in die „Schluchten der Ardèche“ entlassen.

 

Ardèche steht sowohl für das Département Ardèche als auch für den Fluss, der dem Département seinen Namen gegeben hat. Die Schluchten ergeben sich daraus, dass die Ardéche sich durch das Zentralmassiv hindurchgearbeitet hat.

 

Ein Touristenmagnet ist der Ardéche-Durchbruch in Brückenform:

 

Ein Gemälde beschreibt die frühere Nutzung der Brücke.
Heute ist sie verboten.

 

Wir besuchten eine der großen Lavendel-Plantagen.
Bei dieser wird auch Lavendel-Öl gewonnen (durch Wasserdampf-Destillation).

 

Verkauft wird dort auch eine Vielzahl von Lavendel-Produkten.
Unsere Führerin sagte, nur die Lavendel-Variante Aspic (Lavandula Latifolia) sei besonders heilsam, sie habe damit ihre Arthrose oder sogar Arthritis erfolgreich behandelt…


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Am 6. Tag lagen wir mit dem Schiff bereits in Avignon. Die Stadt hat knapp 100.000 Einwohner.
Sie ist vor allem dadurch bekannt, dass sie von 1309 – 1377 und dann noch einmal von 1379 – 1411  Papstsitz war.
Oder noch mehr durch „Sur le Pont d’Avignon“? Wir erfuhren, dass „sur“ auf einem Übermittlungsfehler beruht, richtig wäre „sous“. Man tanzte, wenn überhaupt, unter der Rhône-Brücke Pont Saint-Bénézet, nicht auf ihr!

 

Die Brücke stammt aus dem 12. Jahrhundert, hatte 22 Bögen und war mit über 900 m lange Zeit die längste Brücke Europas. Kriege und Hochwasser führten immer wieder zu Zerstörungen, bis sie im 17. Jahrhundert aufgegeben wurde. Es gibt nur noch 4 Bögen. Auf einem der Pfeiler wurde eine Doppelkapelle gebaut.

 

Ein alter Stich (1840) aus Wikipedia verdeutlicht die Situation: 

 

Die gewaltige Stadtmauer aus der Zeit der Päpste hat auch die Aufgabe, gegen das Rhône-Hochwasser zu schützen.

 

Man sieht es nicht, aber auch wir haben die Rundfahrt durch das quicklebendige Avignon genossen.

 

Neben dem Papstpalast, auf einem Felsenhügel, befindet sich die Kathedrale von Avignon oder Cathédrale Notre-Dame des Doms d’Avignon, die sowohl von den Päpsten benutzt wurde, als auch heute Sitz des Erzbischofs von Avignon ist. Gekrönt wird sie von einer fast 5 Tonnen schweren vergoldeten Statue, die (nur) die Jungfrau Maria zeigt.

(aus Wikipedia)

 

Wir haben natürlich den Weg nach oben nicht gescheut und haben die Kathedrale  – sie wurde im 12. Jahrhundert begründet und ist überwiegend romanisch  –  auch innen angeschaut. Sie wirkt auf den ersten Blick erstaunlich zurückhaltend ausgestattet, ist aber voller historischer Schätze. Kein Wunder, dass sie, wie auch der Papstpalast und die Brücke von Avignon, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört! 

 

Von dort oben hat man auch einen Ausblick über die Gärten des Palastes hin zur Brücke von Avignon.

 

Diese Pracht gehört noch zu den Gärten.

 

7 Päpste und 2 Gegenpäpste residierten in Avignon!
Wenden wir uns ihrem Palast zu:

 

Hinter der Fassade verbirgt sich eine Fülle von meist gewaltigen Räumen, die zum Teil noch die originale Ausmalung und Ausstattung aufweisen oder andeuten.

 

Nur ein Beispiel: der Speisesaal

 

Hier werden historische Skulpturen aufbewahrt:

 

Vor dem Palast fand gerade eine Demonstration von Impf- und Impfpass-Gegnern statt.

 

Etwas bürgerlicher: ein beachtlich großer Töpfermarkt, an dessen Rand ein Didgeridoo-Bläser Geld zu erspielen suchte.


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Am 7. Tag, dem 3. Oktober, fuhren wir mit dem Bus nach Marseille, der zweitgrößten Stadt Frankreichs. Der früher sehr schlechte Ruf Marseilles gilt heute (fast) nur noch für die Banlieues, die Vororte. Ansonsten ist Marseille heute die Szenestadt, die durchaus auch viele Pariser zum Umzug verleitet. 

 

Ein MUSS für Marseille-Besucher ist die Basilika Notre-Dame de la Garde, die die Stadt überragt. Sie ist eine alljährlich von etwa 2 Millionen Menschen besuchte, im 19. Jahrhundert erbaute Wallfahrtskirche im neuromanisch-byzantinischen Stil. 

 

Unsere Fotos waren perspektivisch unbefriedigend, deshalb zeigen wir ein Bild aus Wikipedia:

 

An Details sieht man, dass Vorläufer der Basilika eine Festung und eine Kapelle waren und dass die Gesamtanlage meist auch militärische Bedeutung hatte.

 

Im August 1944 wurde sie den deutschen Truppen wieder abgenommen.

 

1947 wurde sie von Karol Józef Wojtyła, der 1978 Papst Johannes Paul II wurde, besucht.

 

Die 11 m hohe Statue zeigt Maria mit dem winkenden Jesuskind, eine sicher ungewöhnliche Darstellung.

 

Ein Teil der unglaublichen Fülle von Yachten im Hafen. In der Ferne wieder das Wahrzeichen Marseilles, die Notre-Dame de la Garde.

 

Ausblicke zum Mittelmeer. Hinten links immer, kaum erkennbar, das Château d’If auf der Île d’If, früher eine Gefängnis- und Festungsinsel, heute eines der Wahrzeichen Marseilles. Das dritte Bild zeigt die Insel deutlicher (aus Wikipedia).

 

Banales: Müllberge in der schönen Altstadt, weil die Müllwerker streikten.

 

Marseilles ist ein bedeutender Containerhafen. Das wird hier originell beworben:

 

Im Alten Hafen konnten wir angenehm flanieren und im Café einen Smoothie nehmen. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass durch die sich abzeichnenden Unwetter dort alles hoch überflutet war. Auch die Rhône führte zunehmendes Hochwasser, so dass das Unterfahren der Brücken kritischer wurde. Unser Schiff musste deshalb am nächsten Tag entgegen der Planung von Tarascon aus wieder nordwärts, nach Avignon, fahren. 

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Am 8. Tag starteten wir mit dem Bus (noch) von Tarascon aus in die Camargue. Das ist das etwa 600 km2 große Schwemmland zwischen den beiden Armen, mit denen die Rhône ab Arles bis zum Mittelmeer ein Delta bildet. 

 

Wir sahen die für die Camargue typischen weißen Pferde und die Flamingos (Foto aus Wikipedia) und Schilf und Tamarisken in großen Flächen, waren aber überrascht von den umfangreichen Reisfeldern. Die produzierte Reismenge ist so groß, dass sie den ganzen Bedarf Frankreichs decken könnte.

 

Eine Kleinstadt (2.000 Einwohner) in der Camargue, direkt am Mittelmeer gelegen,  ist Les Saintes-Maries-de-la-Mer. Sie ist eher unscheinbar, reizvoll ist die romanische Kirche Notre-Dame-de-la-Mer und eben die Küstensituation. Der Name der Stadt geht darauf zurück, dass man dort im 15. Jahrhundert glaubte, Reliquien zweier Jüngerinnen Jesu (Maria Kleophae und Maria Salome) gefunden zu haben. Daraus entwickelte sich ein Marienkult. 

 

In der Krypta der Kirche befindet sich die Statue der schwarzen Sara. Sie ist die Schutzheilige der Gitans (das sind lt. Wikipedia hauptsächlich spanischstämmige Roma). Die Stadt ist Wallfahrtsziel für Verehrer der Marien und der Sara.

In der Camargue werden in den Manaden Kampfstiere gezüchtet, vorwiegend für den in der Provence üblichen unblutigen Stierkampf, aber auch für die spanische blutige Variante. Hier wird einer der berühmtesten, Vovo, mit einem Denkmal geehrt.

 

Auf der Rückfahrt zum Schiff kamen wir an Arles vorbei, der Stadt, in der, wie zeitweise auch in Saintes-Maries-de-la-Mer, Vincent van Gogh lebte und arbeitete.

Vincent van Gogh, „Das Meer bei Les Saintes-Maries-de-la-Mer“ (1888):

 

In Arles gibt es eine Fülle von Sehenswürdigkeiten aus römischer Zeit und dem Mittelalter. Das modernste architektonische Kunstwerk ist der 56 m hohen LUMA-Turm, gestiftet von Maja Hoffmann, der vermögenden Aktionärin von Hoffmann- La Roche. Die Kunst-Sammlerin und -Förderin investierte etwa 150 Mio Euro in das Projekt Luma Arles. Der Turm wurde gebaut von Frank O. Gehry, der sich mit dem Guggenheim-Museum in Bilbao und zahlreichen anderen Bauten in New York, Hannover, Düsseldorf, Herford und anderen Städten einen Namen machte. Die folgenden Bilder (aus Wikipedia) zeigen den LUMA-Turm und das Herforder MARTa


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Am 9. Tag – das Schiff lag inzwischen in La Voulte – machten wir einen Busausflug zum Garten des vom Zen-Buddhismus inspirierten Eric Borja. Der Zen-Garten darf sich „Jardin remarquable“ nennen, ein vom Kultusministerium vergebenes Prädikat.

 

Es wird nur von Hand gearbeitet, motorisierte Geräte sind tabu…

 

Zurück auf dem Schiff, das jetzt Kurs auf Vienne nahm, konnten wir wieder die interessanten Uferregionen mit vielen Weingärten sehen.

 

An mehreren Plätzen sahen wir AKWs – hier das AKW Cruas im Kanton Le Pouzin. Es erzeugt 24 Milliarden kWh pro Jahr.
Laut unserer Führerin zahlen die Franzosen 8 Cent pro kWh Strom. 

 

Zum Abend hin gab es mit Blick auf das baldige Ende der Reise einen Kapitäns-Cocktail mit einigen freundlichen Worten und schließlich – bei „leichter Eleganz“ – ein Gala-Abendessen vom Feinsten!


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Am 10. Tag lag das Schiff zunächst in Vienne. Wir erkundeten die Stadt auf eigene Faust und waren am meisten beeindruckt von dem einzigen erhaltenen römischen Tempel in Frankreich. Er wurde um 40 n. Chr. dort errichtet.  


Korinthische Kapitelle

 

Ein modernes Kunstwerk an einer Ecke des Vorplatzes:

 

Abends dinierten wir im „Paul Bocuse“.
Man gönnt sich ja sonst nichts…

 

Die Karte lässt die Wirklichkeit nur erahnen:

 

Paul Bocuse, der vielleicht bekannteste Koch und Wegbereiter der Nouvelle Cuisine, lebt seit drei Jahren nicht mehr, aber das gilt nicht für sein Restaurant!

 

Zu einem edlen Chardonnay passte natürlich die Foie gras, die Stopfleber. Wir äßen sie normalerweise nicht, aber sie schmeckte hervorragend! 

 

Und dann das schon erwähnte Bresse-Huhn – köstlich!

 

Umfangreiche Käse– und Dessert-Platten wurden zu unserer Wahl an den Tisch gefahren. Kann man einen Tag großartiger beschließen?


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Am 11. Tag waren das Schiff und wir wieder in Lyon. Vor dem Rückflug nach Düsseldorf am Nachmittag eroberten wir noch ganz individuell die Umgebung der Anlegestelle und aßen Leckeres in einem der Straßenrestaurants.

 

Der Blick hinüber zur anderen Seite, dem Westufer der Rhône, zeigte in der Ferne die schon beschriebene Kathedrale Notre-Dame de Fourvière, etwas näher das Hôtel-Dieu, ein riesiges Krankenhaus, das im 15. Jahrhundert gebaut wurde und unter den damaligen Bedingungen seine Arbeit aufnahm. Es wurde 2010 geschlossen. Das Bild (aus Wikipedia) zeigt es in der Nacht.  


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Am 12. Tag, dem 8. Oktober, waren wir wieder in Düsseldorf und konnten vor der Heimfahrt die riesige Baustelle zwischen dem Hotel Maritim und dem Flughafen bestaunen. Hier entsteht der neue unterirdische Bahnhof der Stadtbahn.

Wir hatten
einen fantastisch schönen Urlaub! 

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Douro-Flussfahrt

 

Fluss-Kreuzfahrt auf dem Douro, Portugal,
vom 31.10. bis 07.11.2019

Immer wieder Dank an Wikipedia!

Portugal, amtlich Portugiesische Republik, ist ein europäischer Staat im Westen der Iberischen Halbinsel. Als westlichster Punkt Kontinentaleuropas wird das Land im Osten und Norden von Spanien begrenzt, im Westen und Süden vom Atlantischen Ozean. Zu Portugal gehören die Azoren und Madeira.
Das im 12. Jahrhundert gegründete Königreich Portugal stieg im 15. Jahrhundert zu einer Großmacht auf und spielte eine wesentliche Rolle im Zeitalter der Entdeckungen. Die Erste Portugiesische Republik bestand von 1910 bis zum Militärputsch von General Gomes da Costa 1926. Danach stand das Land unter der autoritären Diktatur von António de Oliveira Salazar. Die Nelkenrevolution 1974 führte zum Sturz des Regimes und eröffnete den Weg zur demokratischen Dritten Republik. Portugal ist Mitglied der NATO, der OECD, der Vereinten Nationen, des Europarats, des Schengener Abkommens und der EU.
Die Währung ist der Euro.
Staatspräsident ist Marcelo Rebelo de Sousa.
Premierminister ist António Costa.

Portugal hat etwa 1/4 der Fläche und 1/8 der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland.


Der Duero
(portugiesischer Name Douro) (etwa 897 Kilometer lang) entspringt in der nordspanischen Provinz Soria auf 2080 Meter Höhe. Auf 112 km Länge bildet er die spanisch-portugiesische Grenze, an der die Flusslandschaft auf beiden Seiten in geschützten Naturparks liegt. Von hier aus fließt er 213 km in Portugal. Bei Porto und Vila Nova de Gaia mündet der Duero in den Atlantik.

Unsere Route führte von Porto
bis Vega Terron
(spanische Grenzstadt) und zurück.


1. Tag:  Vila Nova de Gaia und
Porto

Anreise und nachmittags Einschiffung.

Vom Flughafen Porto aus kamen wir mit dem Taxi zur Anlegestelle „unseres“ Schiffes in Vila Nova de Gaia, von wo aus man das gegenüber liegende Porto sehen kann.

Bis zur Einschiffung hatten wir noch etwas Zeit und fuhren deshalb mit der Gondel-Seilbahn hoch zu dem Berg, auf dem das Kloster Pilar liegt.

Von der oberen Station der Seilbahn aus kamen wir unmittelbar zu der  imposantesten der sechs Brücken Portos, der Ponte Dom Luis I.
Sie wurde von Schülern Eiffels 1881 – 86 erbaut.



Auf dieser Brücke fährt die Metro im Schritttempo. Man kann auch zu Fuß nach Porto hinüber gehen und kommt nahe der Kathedrale an. Wir hatten einen beeindruckenden Ausblick über den Douro, trotz des Nebels an unserem Ankunftstage.

Auf dem nächsten Bild sieht man die ca. 10 Jahre ältere Ponte Maria Pia, die 500 m weiter flussaufwärts liegt und an deren Bau Eiffel selbst beteiligt war.

Ohne Nebel sieht man Porto, so ein Internet-Foto, schöner.

Gaia, unser Einschiffungsort, hatte aber auch einiges zu bieten.


2. Tag: Porto – Entre-os-Rios

Vormittags Stadtrundfahrt/-gang durch das für den Portwein namensgebende Porto, dessen Altstadt immerhin auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Hier die Straßenbahn mit den z. T. 100 Jahre alten historischen Wagen:

Unerhört beeindruckend: der Bahnhof São Bento, mit über 20000 Kacheln geschmückt, die Ereignisse aus der Geschichte Portugals zeigen.



 

Die Kathedrale, im 12. Jh. romanisch begonnen, aber bis zum Rokoko in Teilen immer wieder umgestaltet:

Die zumindest zweitschönste Buchhandlung der Welt, die Livraria Lello, mit einer ca. 100 m langen Besucherschlange davor:

In puncto Innenansicht mussten wir uns leider mit einem Foto aus dem Internet begnügen.

Die Universität Porto wird von über 30000 Studierenden besucht.

Benachbart liegt die Kirche des dritten Ordens der Heiligen von Carmo. Das Gotteshaus im Rokokostil ist für seine einzigartige Seitenfassade bekannt. Sie ist vollständig mit Azulejos bedeckt, den blauweiß bemalten Kacheln, die für Portugal so typisch sind.

Wie bei allen portugiesischen Kirchen: prächtige Ausgestaltung des Innenraums!


Auffällige „ahornblättrige Platanen“ im Park des Jardim da Cordoaria. Die Verdickung des Stammes soll durch Schnittmaßnahmen entstanden sein…


Für uns Portugal-Besucher gab es nun einen Besuch in einer Kellerei, in der Portwein hergestellt wird, dessen Name doch von der Stadt Porto abgeleitet ist:
Wir besichtigten die gewaltigen Kellerräume von Ferreira (Jahresproduktion ca. 3 Millionen Flaschen) und kosteten auch, schreckten aber vor dem Kauf der wirklich alten Flaschen zurück…




Unser Mitreisender Lothar berichtete über ein Ölsardinen-Geschäft, in dem tausende Dosen aus teils sehr alten Jahrgängen angeboten wurden:


3. Tag: Entre-os-Rios – Bitetos – Régua – Lamego

Jetzt begann die eigentliche Flussfahrt mit dem MS Douro Cruiser.

Die Schleuse Carrapatello, die zweite von den fünf Schleusen, die wir zu durchfahren hatten, hebt das Schiff um 35 m!

Immer wieder überwältigende Brücken!

Der Douro musste sich immer wieder durch felsiges Gelände hindurcharbeiten. Granit bestimmt weitgehend die Uferlandschaften und ist dominantes Baumaterial.  

 

Es gibt aber natürlich auch ausgedehnte Weinhänge.
Oft verraten die Gebäude (hier: oben) gediegenen Wohlstand.
Insgesamt ist das Dourotal aber wenig besiedelt.

Auch nicht zu übersehen: Oliven-Plantagen.

Ausflug von Régua aus in das Pilgerstädtchen Lamego.
Die Rokoko-Wallfahrtskapelle von 1761 ist die berühmteste Attraktion Lamegos:

Auf der mit Azulejos geschmücktenTerrasse unterhalb der Kapelle wurde gerade ein Paar getraut:

Auf der Höhe der Terasse ist auch ein Brunnen mit bemerkenswerten Skulpturen:

Von der Terrasse aus geht es über 600 Stufen hinab in die Altstadt mit der Kathedrale.

In Lamego besuchten wir auch das bedeutende Museum mit vor allem viel Kirchen-Kunst.

Abends, wieder auf dem Schiff in Régua, eine Folklore-Veranstaltung mit einer guten Fado-Sängerin.


4. Tag: Régua – Vila Real – Pinhão

Vormittags Ausflug zum prachtvollen, barocken  Mateus-Palast (Casa de Mateus) in Vila Real mit seinem schönen, parkähnlichen Garten.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2b/MateusPalace1.jpg

Er erscheint vielfach auf den Etiketten des Mateus Rosé, von dem angeblich jedes Jahr 50 Millionen Flaschen verkauft werden:

 Wir stießen hier auch auf Hinweise auf Luís de Camões, der im 16.Jh. lebte und in Portugal so berühmt ist wie Goethe bei uns.

Camões wird als Nationaldichter Portugals verehrt. Sein Todestag, der 10. Juni, ist portugiesischer Nationalfeiertag!

In dem Mateus-Palast sahen wir viele Beweise für den Reichtum und den Kunstsinn der Besitzer, eindrucksvoll geschildert unter http://www.casademateus.com/sehenswuerdigkeiten-und-weintourismus/haus-und-kapelle/?lang=de

Die Decken der Räume sind aus Kastanienholz gefertigt. Es hat einen natürlichen Schutz gegen Schädlinge, deshalb sind die Teile noch in sehr gutem Zustand.
Die Bibliothek enthält über 5000 Bücher, zum großen Teil wertvolle Folianten.
Von den weiteren reichlich vorhandenen Kunstgegenständen hier nur ein Beispiel:

Der heutige Besitzer D. Fernando de Sousa Botelho de Albuquerque lebt angeblich nur mit seiner Frau im linken, für uns nicht zugänglichen, Flügel des Schlosses.
Der in einer Darstellung genannte Francisco war vermutlich sein Vorgänger, er starb 1966.


5. Tag: Vega Terrón / Barca d’Alva – Salamanca

Bus-Tagesausflug in die spanische Universitätsstadt Salamanca.

Der Douro ist nur bis zur Grenze (auf der spanischen Seite Vega Terrón, auf der portugiesischen Barca d’Alva) schiffbar. Eine Brücke, die Ponte Almirante Sarmento Rodrigues, führt hier über den Douro. Unter der Brücke ist „unser“ Schiff zu sehen:

Salamanca ist nicht nur Universitätsstadt mit 30000 Studierenden, sondern  eine lebendige Großstadt mit 150000 Einwohnern.
Auf dem nachfolgenden Bild sind die kulturellen Ereignisse im November angekündigt.

Die Plaza Mayor ist beeindruckend, zeigte sich aber an unserem Besuchstage ziemlich verhüllt. Deshalb ist das zweite Bild ein schöneres aus dem Internet.

Am Rande des quadratischen Platzes, vor dem Rathaus, sahen wir eine Demo – offenbar von Dudelsack (Gaita) -Bläsern – für ein besseres Rentensystem:

Wir hatten ein typisch portugiesisches Mittagessen im Hotel Alameda mit anschließenden Flamenco-Darbietungen.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Salamancas gehört das Haus der Muscheln, ein Stadtpalast, um 1500 gebaut, mit 400 aus Stein gehauenen Muscheln an der Fassade.


Salamancas Universität wurde vor 800 Jahren gegründet, sie ist die älteste Spaniens.
Die Fassade der Uni, wie auch das Haus der Muscheln etwa 500 Jahre alt und im plateresken Stil (ein Architektur-Stil der spanischen Frührenaissance) erbaut, ist ein „Gedicht in Stein“.
Die detailreichen Steinmetzarbeiten sind möglich durch die Verwendung des regionalen Sandsteins, der bei der Bearbeitung sehr weich ist, aber später an der Luft aushärtet.

Nur eines der großartigen Details an der Uni-Fassade, genau über der mittleren Säule des Eingangs:

Die Alte Kathedrale aus dem 12. Jh. wurde 400 Jahre später durch die angrenzende Neue Kathedrale ergänzt. Der Gesamtkomplex ist hier auf einem Internet-Foto zu sehen. 

Die Kathedralen sind voller Pracht, die in der hier gebotenen Kürze nicht zu beschreiben ist.

Die Kuppel, 79 m hoch:

53 Bildtafeln über dem Hauptaltar der Alten Kathedrale!

Bei der Restaurierung der Säulen im Eingang der Neuen Kathedrale vor ca. 30 Jahren hatte der Steinmetz freie Hand und hier einen Raumfahrer eingefügt.


6. Tag: Vega Terrón/Barca d’Alva – Castelo Rodrigo – Pocinho – Pinhão

Wir machten einen Busausflug nach Castelo Rodrigo, eine der historischen Kirchengemeinden Portugals.
Die Fahrt führte durch bergiges Land mit Oliven-Plantagen.


Die zahlreichen auffälligen runden Gebäude wurden traditionell für die Tauben-Zucht gebaut:

Von der geschichtsträchtigen Burgruine aus, von einer Christus-Statue bewacht, sieht man das Castelo Rodrigo auf dem vorgelagerten Berg.

Kurz bevor man im Castelo ankommt, sieht man es durch einen Werberahmen:

Das Castelo Rodrigo ist eine von Mauern umgebene Kleinststadt mit viel Geschichte. Heute leben hier, innerhalb der Mauern, nur 40 Menschen, die kleine Geschäfte oder Restaurants betreiben.

Die kleine Kirche zeigt u. a. Santiago, den Maurentöter, ein beliebtes historisches Motiv.

Der Schandpfahl:

In Spanien wird Kork nicht nur zu Korken verarbeitet, sondern auch zu Taschen, Schmuck und vielen anderen Produkten.


Am späten Nachmittag kurzer Stadtrundgang durch das beschauliche Pinhão mit Besichtigung des berühmten, mit Azulejos geschmückten Bahnhofs:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ef/Pinh%C3%A3o_Bahnhof.jpg
Von Heigeheige – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=79106911


Abends Besuch der traditionellen Quinta Avessada (Weingut) mit Abendessen.
Im Museumsteil der Quinta wurde uns mit lebensgroßen Puppen gezeigt, wie früher – und in traditionellen Betrieben (lt. Internet z. B. Taylor’s) auch heute noch – die Trauben zertreten werden.

Der Besitzer der Quinta unterhielt uns in Mr.-Bean-Manier.


7. Tag: Pinhão – Porto

Vormittags Panoramakreuzfahrt zurück nach Porto.

Wir fuhren also noch einmal durch die 5 Schleusen, immer wieder beeindruckend!


Gaia und Porto hatten uns wieder.

Ein Blick noch auf ein typisches historisches Weinboot

und auf unsere Kabine:

Die Option, den Douro um Porto herum vom Hubschrauber aus zu erleben, fiel aus technischen Gründen aus. Aber wir zeigen mit zwei Bildern des Veranstalters, was wir gesehen hätten


8. Tag: Porto

Morgens Ausschiffung und Rückflug nach Düsseldorf.

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Wir hatten eine schöne Reise!

 

Nepal – Indien

 

Nepal – Indien – Dubai
April 2019

(Mehrfach Dank an Wikipedia!)

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Nepal ist ein Binnenstaat in Südasien. Er grenzt im Norden an die Volksrepublik China und im Osten, Süden und Westen an Indien. Die Hauptstadt Kathmandu ist der Sitz der SAARC (Südasiatische Vereinigung für regionale Kooperation). In dem ehemaligen Königreich wurde 2008 die Republik ausgerufen. Ram Baran Yadav war der erste Präsident der Republik. Ihm folgte Bidhya Devi Bhandari als erste und aktuelle Präsidentin Nepals. Khadga Prasad Oli ist der Regierungschef.

Nepal hat knapp die Hälfte der Fläche und etwa ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands.

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MONTAG, 01. April 2019:  Deutschland – Zwischenstopp in Dubai

… mit Emirates von DUS mit einer Boeing 777-300ER nach Dubai.
Flugzeit 6 1/2 Stunden.


Wir brauchten in Dubai nicht zu frieren. Leider half uns die örtliche Agentur erst nach mehreren Telefonaten, den mehrere Kilometer entfernt liegenden Gate für den Weiterflug zu finden.

 

DIENSTAG, 02. April:  Dubai – Kathmandu

Weiterflug mit einer Boeing 737-800 nach Kathmandu. 

Im Flughafen Kathmandu hatten wir ärgerliche, zeitaufwändige Schwierigkeiten, teils durch nicht funktionierende Computer bei der Erstellung der Einreisepapiere, des Visums. Aber schließlich ging es doch zu dem schönen Hotel Manaslu. Und hier und überall wurden wir mit „Namaste!“ begrüßt.


Am und im Hotel sahen wir Beispiele hochwertigen nepalesischen Holz-Handwerks!

 

MITTWOCH, 03. April:  Kathmandu

Kathmandu (ca. 1 Million Einwohner) wurde durch das Erdbeben von 2015 (9.000 Tote!) schwer getroffen, auch viele Tempel wurden zerstört oder beschädigt. Holzbalken stützen einsturzgefährdetes Gemäuer, Restaurierungsarbeiten laufen überall und werden noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Sowohl China als auch Indien sind interessiert, Einfluss auf Nepal zu gewinnen. Das zeigt sich auch an Hilfsangeboten. Im nächsten Bild geht es beispielsweise um chinesische Maßnahmen zur Restaurierung des Basantur-Tempels am Durbar-Square, der UNESCO Weltkulturerbe ist. Hier standen bis zum Erdbeben über 50 Pagoden, Paläste und Tempel, von denen viele zerstört wurden.  


Frauen beseitigen den Schutt, ein alltägliches Bild.


Im Vordergrund steht ein Tourist mit einem Hut, auf dem einer der Tagetes-Blüten-Kränze liegt, mit denen wir alle traditionell begrüßt wurden.


In dem armen Land, in dem das Kastensystem zahllose Menschen aussondert und zu bitterarmen Bettlern macht, macht hier ein Rotary-Club auf sich aufmerksam. Ob er auch hilft? 



Tauben gehören überall dazu und werden gefüttert.

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Nepal ist ethnisch und kulturell ein Minoritätenmosaik.
2001 wurden über 100 verschiedene ethnische Gruppen und Kasten sowie 124 verschiedene Sprachen und Dialekte gezählt.

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Zahllose Händler bieten ihre Waren an.

Hanuman ist eine hinduistische Gottheit in Affengestalt. Nach ihm ist ein ganzer Palastbereich benannt. Seine Figur ist gegenwärtig von einem Restaurations-Gerüst umgeben, auch sie ist mit Tagetes-Kränzen behängt.

Hier ist die hinduistische Gottheit Shiva dargestellt:

Überall sieht man bettelnde Menschen. Es gibt kein Sozialsystem in Nepal. Wer sich zwei Mahlzeiten am Tage leisten kann, gilt als wohlhabend.
Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt bei 290 Euro pro Kopf! Nepal gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.


Der Gott Vishnu schlitzt hier einem Dämonen den Bauch auf.


Unser Guide.

In der Nähe des Durbar-Square ist die Freak Street, benannt nach den Hippies, die in den 60er Jahren hierher strömten und Nepal und Kathmandu in der westlichen Welt bekannt machten. 

Der Palast der „Jungfrau-Göttin“  Kumari:

Ganz oben links ist das Fenster, aus dem Kumari manchmal auf das Leben in der übrigen Welt hinabschauen darf.

Aus Spiegel Online 2017: Das kleine Mädchen trägt ein rotes Kleid und ist mit Blumengirlanden bedeckt, als es in den Tempelpalast in Kathmandu getragen wird. Bis zum Beginn ihrer Pubertät wird Trishna Shakya ihn nur zu wenigen Gelegenheiten verlassen. Die Dreijährige ist die neue Jungfrau-Göttin der nepalesischen Hauptstadt. Das Kind wurde zur neuen „Kumari“ ernannt – einer lebenden Gottheit nach Jahrhunderte alter Tradition. Nur zu 13 Festen im Jahr darf das Mädchen hinaus – sie wird dann bei Paraden durch die Stadt geführt.

Spiegel Online hat ein Foto von ihr:

Armes Mädchen!

Erdbebentrümmer, Rikschas, Motorräder und Kühe im Straßenbild:

Ein Besuch des buddhistischen, mit endlosen Fähnchenbändern geschmückten Bodnath-Tempelkomplexes durfte nicht fehlen.
Er ist in Nepal eher eine Ausnahme, weil 80 Prozent der Bevölkerung zum hinduistischen Glauben gehören.

Vor dem Bodnath-Tempelkomplex entstand ein Foto, das uns der Mitreisende B. E. S. überließ:

Bei dem 2000 Jahre alten Swayambhunath-Tempel haben wir uns auf die Erkundung der unteren Etage beschränkt:
Der Swayambhunath ist dem Bodnath-Tempel ähnlich, nur sind die Scheiben über Buddhas Augen rund statt eckig.
Unsere Mitreisenden St. und S. haben die vielen Treppenstufen nach oben geschafft und uns
ein Foto überlassen:


Affen überall. Sie werden täglich gefüttert.

 



Wie merkt man sich die Nummernschilder, wenn man Sanskrit nicht beherrscht?

In der Nähe von Kathmandu, am Fluss Bagmati, liegt der Tempel Pashupatinath, den wir zwar nicht gesehen haben, von dem aber unser Guide erzählte. Hier finden laufend Leichenverbrennungen statt, die überwiegend praktizierte Form der Bestattung. Die Asche wird dann in den Fluss gegeben, in dem trotz vielseitiger Verschmutzung auch rituelle Waschungen durchgeführt werden.


              Von Aiwok – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12077978
Die früher nicht seltenen Witwenverbrennungen, bei denen sich die lebende Witwe zusammen mit ihrem verstorbenen Mann mehr oder weniger freiwillig verbrennen ließ, sind heute verboten.
In den ärmeren, ländlichen Regionen werden die Leichname häufig mit ritueller Begleitung auf einen Berg gebracht, um sie Geiern zur Beseitigung zu überlassen.

 

DONNERSTAG, 04. April:  Mount Everest Rundflug – Pokhara

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Im Norden und im Osten Nepals liegt ein Großteil des Himalaya-Gebirges, unter anderem der Mount Everest (8848 Meter, höchster Punkt der Erde). Sieben der weiteren zehn höchsten Berge der Erde befinden sich ebenfalls in Nepal. Damit ist Nepal nach Tibet das durchschnittlich höchstgelegene Land der Welt; über 40 % der Landesfläche liegen über 3000 Meter.

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Ein Höhepunkt: Flug mit Buddha Air (Turboprop, ATR 72) zum Mount Everest (8848 m) und seinen Nachbarn: 






Es war ein unvergesslicher Flug mit atemberaubenden Bildern! 

Der Mount Everest wurde bisher etwa 5.000-mal bestiegen, es gab 400 tödlich Verunglückte.

Ein Kuriosum: Eine Fluglinie mit dem Namen Yeti Air.

Übrigens stehen alle nepalesischen Flugggesellschaften auf der Schwarzen Liste für den europäischen Luftraum…

Eine der nepalesischen Mitreisenden trug ein Kleid mit dem bei uns zu Recht verdammten Zeichen, das hier als Glückssymbol gilt.

Am selben Tag fuhren wir nach Pokhara. Der Bus brauchte für die nur ca. 200 km lange Strecke etwa 9 Stunden! Es ist die einzige Ost-West-Verbindung, eine zumeist unglaublich schlechte Straße.

Pokhara hat ca. 200.000 Einwohner.

 

FREITAG, 05. April:  Pokhara

Wir fuhren zunächst über höchstens straßenähnliche Folterstrecken hoch nach Noudanda, einer Trekking-Station, von der aus man einen tollen Blick auf das Annapurna-Massiv haben soll. Wir hatten ihn nicht wegen miserablen Wetters.

Auf der Rückfahrt nach Pokhara fanden wir uns plötzlich mitten in einem turbulenten traditionellen Kartoffelfest wieder. Man dankt dort alljährlich den Göttern für eine gute Ernte.



Abends hatten wir eine Tretboot-Fahrt auf einem romantischen Gletschersee …

… und ein landestypisches Essen (sizzling) im Restaurant Moondance.

Dabei konnten wir zufällig auch beobachten, wie das übliche Telefonkabel-Gewirr noch weiterentwickelt werden kann.

 

SAMSTAG, 06. April:  Pokhara – Kathmandu

Busfahrt zurück nach Kathmandu. Die Fahrt wurde durch einen Super-Stau noch übler und dauerte ca. 11 Stunden.

Schade: Wie hier außer der Stau-Schlange angedeutet, sah man an vielen Plätzen, dass man Müll und Plastik recht bedenkenlos entsorgt.

Die Straße führt über den Fluss Trishuli, der als heiße Adresse für Rafting-Freunde bekannt ist, …

… und zum Teil am Hanumante Khola entlang:

Unterwegs auch viel Landwirtschaft, der wichtigste Wirtschaftsfaktor Nepals, neben dem Tourismus.

Reisfelder:

Frauen beim Reis-Pflanzen:

Romantik mit „Kleinvieh“:

Bananen:

Während der Fahrt erzählte unser einigermaßen gutes Deutsch sprechender Guide, dass er, obgleich Brahmane, in tiefster nepalesischer Provinz geboren wurde. Bis zum 14. Lebensjahr hatte er täglich anderthalb Stunden Fußweg bis zur Schule, barfuß! Dann bekam er seine ersten Schuhe, die ihm aber Blasen verursachten, so dass er sie stolz an den Händen trug. Später studierte er, wie viele seiner Landsleute, in Australien.

Noch auf der Rückfahrt, etwa 1 Stunde vor Kathmandu, haben wir Bhaktapur, vor Jahrhunderten Hauptstadt (des Malla-Reiches) und heute „Kulturhauptstadt“ Nepals, besucht. Die Stadt hat etwa 80.000 Einwohner. Sie setzt, wie das ganze Land, auf Tourismus.
Bhaktapur bietet eine überwältigende Fülle von historischen Gebäuden, von denen einige durch die Erdbeben von 1934 und 2015 beschädigt wurden. Deutschland hat sich auch an der Restauration eines Palastes beteiligt. Auf einer Tafel ist Helmut Kohl mit einer Einweihungsfeier von 1992 erwähnt.

Nachfolgend einige Fotos aus Bhaktapur:






Der Zugang zum Königspalast.

König Birendra Bir Bikram Shah Dev wurde im Juni 2001 bei einem von seinem Sohn verübten Massaker ermordet. Birendras Bruder wurde König.
Mord im Königshaus hatte (auch) in Nepal Tradition.
2006 wurde der König gezwungen, das Parlament wieder einzusetzen.

Im Gedränge vor dem Palast zeigte uns ein Ehepaar stolz seine kleine Tochter, deren Augen schwarz umrändert waren. Das soll gegen den Blick böser Geister helfen, aber auch medizinische Gründe haben.

 

SONNTAG, 07. April:  Kathmandu – Delhi – Jaipur

Flug nach Delhi, Busfahrt nach Jaipur, der rosafarbenen Stadt der Maharadschas.

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Indien ist ein Staat in Südasien, der den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Indien ist eine Bundesrepublik, die von 29 Bundesstaaten gebildet wird und außerdem sieben bundesunmittelbare Gebiete umfasst. Die moderne demokratische und säkulare indische Republik besteht seit 1949 und seit 1950 gilt die Verfassung Indiens.
Indien hat etwa die zehnfache Fläche und sechzehnfache Bevölkerung Deutschlands.

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Pakistan ist der feindliche Nachbar Indiens. Im Visum-Antrag mussten wir diesbezügliche Fragen bis zu den Großeltern hin beantworten:

Bei dem Flug nach Delhi kamen wir wieder an den Annapurna-Gipfeln (bis zu 8.091 m Höhe) vorbei.

Am selben Tage ging’s per Bus von Delhi, das die indische Hauptstadt Neu-Delhi mit einschließt, nach Jaipur, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan.
Delhi hat um die 20 Millionen Einwohner, Jaipur ca. 3 Millionen.
Die Fahrt dauerte etwa 5 Stunden. Unterwegs hatten wir auch wieder schöne Begegnungen mit Tieren:

In Indien sind Kühe heilig, werden geschützt und haben alle Freiheiten. Meist haben sie Besitzer, zu denen sie zurückkehren, auch um gemolken zu werden. Es soll aber zahllose illegale Schlachthöfe geben. Wasserbüffel sind reine Nutz- und Schlachttiere.

Auch Affen trifft man hier häufig an.

Unser Hotel in Jaipur, das Park Regis, gehörte mit zu den besten auf unserer Reise. Immerhin mussten wir achtmal das Hotel wechseln und zwei Nächte im Flugzeug verbringen…


MONTAG, 08. April:  Jaipur:  Fort Amber, City Palace, Observatorium …

Jaipur wird auch „Pink City“ genannt. Den Anstrich erhielt die Stadt 1876 in Vorbereitung auf den Besuch von Kronprinz Albert Eduard, Prince of Wales, später König Edward VII.

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Die indische Gesellschaft wird trotz verfassungsmäßiger Religionsfreiheit vom religiösen hierarchischen Kastensystem bestimmt. Die mit Abstand größte Religionsgruppe sind die Hindus, gefolgt von Muslimen, Christen und den historisch aus Indien stammenden Sikhs, Buddhisten und Jaina.

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„Gefühlt 47 Grad“ war sicher richtig in Jaipur, wo wir als Erstes das Fort Amber besuchten. Das war sieben Jahrhunderte lang der Fürstenpalast der Kachwaha-Dynastie.

Das Fort liegt hoch auf einem Berg, wir erreichten es mit Jeeps. 


Besonders üppig: Der Spiegelsaal im Diwan-i-Khas („private Empfangshalle“), einem Teil des Palastes.

Uns begeisterten die unzähligen Mosaike aus Spiegelscherben, die die endlosen Wände und Decken schmückten.

Im Hintergrund, oben am Horizont, das Jaigarh Fort aus dem 17. Jahrhundert, das dem Schutz des Fort Amber dienen sollte:

Besucher aus aller Herren Länder trafen wir an:

 Für Sauberkeit sind Frauen zuständig…

Unser nächstes Ziel in Jaipur: Der Stadtpalast, City Palace. Er wurde vom Maharadscha Jai Singh II (1699-1744) erbaut, wird zum Teil noch von Nachkommen der Maharadschas bewohnt, dient ansonsten aber mit seinen Prachtbauten als Museum, das u. a. Kleidung früherer  Maharadschas (einer davon muss eine absolut unglaubliche Körperfülle gehabt haben) und Waffen zeigt.


Der Zugang zur Privaten Audienzhalle Diwan-i-Khas. Im Hintergrund hoch aufragend der nicht-öffentliche Wohnpalast der Maharadscha-Nachkommen, der Chandra Mahal. Die Fahnen zeigen, ob die Herrschaften anwesend sind…

Dieser stattliche Sikh…

… und zwei Marmor-Elefanten, jeweils aus einem Block gehauen, bewachen den Eingang der Halle.
Originell sind zwei riesige Silbergefäße von jeweils 340 kg Gewicht, in denen Maharadscha Madho Sing II bei einem England-Besuch 1901 Ganges-Wasser transportieren ließ, auf das er als gläubiger Hindu nicht verzichten wollte. Die Töpfe sind als größte handgeschmiedete Silbergefäße der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde gekommen…

Gegenüber vom City Palace steht das Observatorium Jantar Mantar, das von Jai Singh II ab 1727 erbaut wurde. Das UNESCO Welterbe ist eine Sammlung von monströsen, aber technisch erstaunlich perfekten astronomischen Instrumenten, darunter die größte Sonnenuhr der Welt, 27 m hoch und angeblich auf zwei Sekunden ablesbar.


Eine Teilansicht des Observatoriums:

In Jaipur wurde uns auch ein Betrieb vorgeführt, in dem edel bedruckte Stoffe (Handdruck) und Teppiche hergestellt und verkauft wurden:

Der Verkehr in Jaipur war beeindruckend. Auf rätselhafte Weise kam auch unser Rikscha-Fahrer damit zurecht und verwies uns sogar unterwegs auf den berühmten 1799 erbauten Palast der Winde, in dem die Haremsdamen des Maharadschas durch filigrane Fensterverkleidungen hindurch einen Teil der Außenwelt sehen durften.





Wir sahen den wunderschönen Palast der Winde am nächsten Tag, Dienstag, noch einmal mit weniger Stress:

Nebenbei: Der Mitfahr-Vermittler Uber hat auch hier offenbar Fuß gefasst, auch bei Besitzern kleinster Autos: 

 

DIENSTAG, 09. April:  Jaipur – Nationalpark Ranthambhore

Wir sahen noch ein wenig von Jaipur, bevor wir, natürlich mit dem Bus, zum ca. 200 km entfernten Nationalpark fuhren.
Andere Verkehrsmittel: Elefanten,

Kamele,

dreirädrige Motor-Rikschas, 

Menschentransporter aller Art.



Bei den massenhaft gesehenen Motorrädern fiel uns auf, dass die mitfahrenden Frauen im Allgemeinen im Damensitz dabei waren.

Und noch von Unterwegs: Kuhfladen wurden am Straßenrand vielfach angeboten. Sie dienen als Brennstoff und als Dünger.

Unser Hotel „The Baagh“ versuchte, uns durch einen naturnahen Stil schon auf den Nationalpark vorzubereiten.


Hier ein Teil des Badezimmers.

Die Fahrt zum Tigerreservat hoch war rückenmordend.

Der fast 300 km2 große Nationalpark Ranthambhore (benannt nach der darin gelegenen Festung aus dem 10. Jahrhundert)  ist vor allem wegen des Tiger-Reservats ein stark beworbenes Ziel.

Sehr heiß war’s.  Deshalb verzichteten wir auf den zweiten Ausflug dahin am nächsten Tag in aller Herrgottsfrühe um 6 Uhr.  Und die Tiger
ließen sich ohnehin nicht sehen. Trotz der Ankündigungen an der Hotel-Rezeption:


Aber schöne andere Tiere trafen wir oben reichlich:


Die Wanderbaumelster ließ sich auf unserem Wagen nieder, und Affen waren natürlich auch zahlreich da.

Interessant auch die mächtigen Bäume und die Überreste der alten Festung Ranthambhor:

 

MITTWOCH, 10. April:  Nationalpark Ranthambhore – Agra, Rotes Fort

Von Ranthambhore bis Agra hatten wir etwa 250 km zu fahren. Agra liegt am Fluß Yamuna, war zur Zeit der Moguln sehr bedeutend, hat heute knapp 2 Millionen Einwohner.
Unser Hotel, Clarks Shiraz, war wieder sehr gut. Hier das freundliche Namaste! zum Empfang:

Wir sahen zunächst das Rote Fort. Es wurde von Moguln im 16. und 17. Jahrhundert vor allem als Festung erbaut. Die umgebende Mauer ist bis zu 21 m hoch und 2,4 km lang! Aber es sind auch prächtige Paläste, teil hinduistisch, teils muslimisch, und sehr schöne Gärten auf dem riesigen Gelände. Es ist, wie auch das Taj Mahal, UNESCO Weltkulturerbe.


Häufig stießen wir auf Streifenhörnchen, die sich gern füttern ließen:

Wir zeigen bei dieser Gelegenheit ein „Familienbild“ des hinduistischen Gottes Shiva, das unser Guide umlaufen ließ:

Ganesha, Sohn Shivas, sieht nicht ganz menschlich aus, ist aber angeblich sehr populär:

Unterwegs sahen wir immer wieder Ziegeleien. In die Ton-Rohmasse wird zur Auflockerung geschreddertes Stroh + Spelzen eingearbeitet. Diese Zutat wird beim Dreschen des Getreides in großen Mengen erzeugt.
 
Man sieht zahlreiche dafür hergerichtete Transporter und Berge des Materials an den recht primitiven Ziegelöfen, von denen es Hunderttausende geben soll:

 

DONNERSTAG, 11. April: Agra, Taj Mahal – Delhi, Moschee, Sikh-Tempel

Die Top-Sehenswürdigkeit Taj Mahal ist ein Mausoleum, das der Mogulherrscher Shah Jahan von 1631 bis 1648 im Gedenken an seine verstorbene Lieblingsfrau errichten ließ. 20.000 Arbeiter sollen 17 Jahre daran gearbeitet haben. Das Ergebnis ist wie es sein sollte: einmalig in seiner Symmetrie und Schönheit.
Schon das Eingangsgebäude, hier vom Innenhof aus fotografiert, ist großartig:

Der Werkstoff des eigentlichen Mausoleums ist weißer Marmor, vielfach mit farbigen Perlmutt- und Halbedelstein-Intarsien (Pietra-Dura-Technik) aufwändig geschmückt.



Das Mausoleum wird links von einer Moschee flankiert, die auch heute noch genutzt wird. Ihr ist rechts rein aus Symmetriegründen ein „Double“ zugeordnet.
Hier die Moschee:

Besucher:

Barfuß oder mit Pantoffeln!

Sein Papa hat das Foto genehmigt!


Beim Betrachten des prächtigen Taj Mahal kommt man ins Grübeln. Ein solcher Aufwand nur zur Erfüllung eines Versprechens? Wie ging es den Ausführenden? Dem Baumeister soll Shah Jahan die Augen ausgestochen haben, damit er nicht noch einmal ähnlich Prächtiges realisieren konnte.
Die
unfassbare Prasserei der Moguln lässt – trotz der Schönheit ihrer Paläste – an die unprivilegierten Menschen denken, die höchstens als Werkzeuge Zugang zu dieser Welt bekamen.

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Wikipedia zu den „Parias“ („Unberührbaren“, „Dalits“): Die Zahl der hinduistischen Dalits wird auf über 160 Millionen geschätzt, zusammen mit den muslimischen, buddhistischen und christlichen „Unberührbaren“ sind sie ca. 240 Millionen und damit fast ein Fünftel der indischen Bevölkerung. Bis heute erleben sie von Kasten-Indern häufig massive Diskriminierung, teilweise auch Verfolgung und Gewalt. Sie stehen zum Teil außerhalb des Kastensystems oder auf dessen untersten Stufen und werden deshalb als „unrein“ oder „unberührbar“ angesehen. Besonders in ländlichen Gegenden ist diese Diskriminierung, die im Westen oft als eine Form des Rassismus oder der Sklaverei angesehen wird, bis heute Realität. Dies kann so weit gehen, dass man selbst die Berührung mit ihrem Schatten meidet.

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Uns wurde in einem Betrieb vorgeführt, wie unendlich mühsam die Marmor-Intarsien, die den Taj Mahal geradezu massenhaft schmücken, hergestellt wurden und noch heute werden. Feinste Teile werden aus Lapislazuli oder anderen Schmucksteinen herausgeschliffen und dann in genau passend eingekratzte Vertiefungen des Marmors mit einer geheimnisumwitterten Mastix-Masse eingeklebt.  Schlussendlich wird alles feingeschliffen.

Die Ergebnisse sind unerhört schön. Die von uns besuchte Firma (Akbar international) vermarktet die Produkte höchst professionell, was die Bezahlung der kunsthandwerklichen Arbeiter kaum steigern dürfte.

Der Untersatz, den wir kauften, soll 21 Tage Arbeit gebraucht haben. Er kostete nur ca. 30 Euro. Dann hat der Arbeiter sicher weniger als 1 Euro pro Tag verdient. Ist ein Hungerlohn besser als gar nichts? Ja. – Wir litten unter den vielen bettelnden Händen, die sich uns entgegenstreckten. In Nepal waren sie meist leer, in Indien boten sie häufig billigen Schmuck oder ähnliches an. Wahrscheinlich waren es die Hände von Unberührbaren.

Die Situation der Unberührbaren scheint sich, wie von der indischen Verfassung vorgegeben, in einzelnen Bundesstaaten zu bessern. Immerhin wurde einer von Ihnen, Narayanan, der vorher von Nehru gefördert worden war, sogar Staatspräsident (1997 – 2002).
Ansonsten aber ist das 3.500 Jahre alte Kastenwesen in der Gesellschaft offenbar keineswegs überwunden. Selbst unser Guide lebte und dachte eindeutig in diesen Kategorien.


Nach dem Besuch des Taj Mahal fuhren wir nach dem noch ca. 200 km entfernten Delhi.
Dort besuchten wir zunächst die
Jama Masjid, die größte Moschee Indiens. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut. 
25.000 Gläubige können hier im Innenhof beten!

Barfuß natürlich, und züchtig verhüllt, auch die Männerbeine!


Zum Ende des Tages waren wir noch im riesigen Sikh-Tempel Gurudwara Bangla Sahib.
Hier der eher bescheidene Eingang:

Im Inneren des Tempelbereichs wird von frühnachts bis spätabends aus den heiligen Schriften der Sikhs rezitiert. Alles wird von lauter Musik untermalt.

Im heiligen Tempelbereich darf nicht fotografiert werden:

Turban, barfuß, ein Wasserbecken durchschreiten.

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Aus einem Artikel des Deutschlandfunks:  Weltweit folgen etwa 25 Millionen Menschen dem Sikhismus. Mehr als 80 Prozent von ihnen leben in Indien.
Sikhs verehren einen Schöpfergott, der keine Gestalt besitzt und geschlechtslos ist. Die Anhänger des Sikhismus glauben an eine Wiedergeburt und an das Prinzip von Ursache und Wirkung. Damit hat für Sikhs jede Tat, jeder Gedanke, jede Absicht etwas zur Folge, das sich in dieser oder in einer der nächsten Existenzen auswirken wird. Der Sikhismus betont die Gleichstellung von Mann und Frau und die Toleranz gegenüber anderen Religionen. Und, immer wieder: die Notwendigkeit des unermüdlichen Strebens nach spiritueller Entwicklung, um den Kern des Göttlichen in sich selbst und anderen zu erfahren.

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Starken Eindruck macht das soziale Engagement der Sikhs. Es gibt im Tempelbereich kostenlose medizinische Versorgung und kostenloses Essen. An die 100.000 Fladenbrote und einiges andere werden täglich produziert und ausgegeben an ca. 25.000 Bittsteller, die nicht einmal Sikhs sein müssen. Sonntags gelten die doppelten Zahlen.

Draußen lagern viele Menschen nach dem Essen.


Leider können Sikhs auch fanatisch-gewalttätig sein. Es mussten Tausende Menschen sterben, als sich in diesem Tempel Sikhs verschanzt hatten, um einen eigenen Staat zu fordern. Die Armee stürmte 1984 den Tempel schließlich, und Indira Gandhi, die das befohlen hatte, wurde von ihren Sikh-Leibwächtern umgebracht!


Besonders im Delhi-Stadtteil Noida fielen uns gewaltige Bauvorhaben auf, die wohl helfen sollen, den Bedarf an Wohnungen zu decken.
Noch einmal: Im Bereich Delhis leben an die 20 Millionen Menschen!

Wir verließen Indien mit vielen widersprüchlichen Eindrücken.

 

FREITAG, 12. April:  Delhi – Dubai, die Stadt, Creek-Fahrt, Dubai-Mall, Burj Khalifa, Wüsten-Ralley

Mit einer Boeing 777-300 ging es nach Dubai.
Flugzeit 4 1/2 Stunden.

Der Flughafen beeindruckt durch riesige Hallen. Er wird mit dem Ziel „größter Flughafen der Welt“ ausgebaut.

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Dubai ist die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am Persischen Golf und die Hauptstadt des Emirats Dubai.
Das Staatswesen der Vereinigten Arabischen Emirate wird vom deutschen Auswärtigen Amt als „patriarchalisches Präsidialsystem mit traditionellen Konsultationsmechanismen“ definiert. Die Macht liegt immer bei einem der sieben Emire, die das höchste Amt in diesen Emiraten bekleiden. Die einzelnen Emirate genießen dennoch eine gewisse Autonomie. Die Thronfolge ist erblich. Politikwissenschaftlich handelt es sich daher um eine föderale konstitutionelle Erbmonarchie.
Dubai-Stadt wird geteilt durch den Dubai Creek, eine 100 bis 1300 Meter breite und ca. 14 Kilometer lange Bucht des Persischen Golfs.
Dubai ist die Stadt mit der weltweit höchsten Anzahl von Wolkenkratzern mit über 300 Meter Höhe sowie des höchsten Gebäudes der Welt: Burj Khalifa, 829 Meter.

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Dubai mit dem Burj Khalifa (aus Wikipedia).

Wir erlebten Dubai bei einer Stadtrundfahrt als architektonisch unerhört beeindruckende Weltstadt. Es herrschte durchgängig absolute Sauberkeit, die durch hohe Strafandrohungen zuverlässig durchgesetzt wird. Die Straßen sind bis zu 12-spurig. Die S- bzw. U-Bahn wirkt perfekt.



 
Auf den Burj Khalifa kamen wir erst am nächsten Tag…

Nachfolgend einer der S-Bahnhöfe.

Auf dem Creek waren wir mit einem Creek-Wassertaxi unterwegs. Man sieht viele Dhows (Daus, Dhaus) in Holzbauweise.

Im Dubai Museum, das im ältesten Gebäude Dubais, dem Al Fahidi Fort von 1787, untergebracht ist, wird vor allem die ältere Geschichte beeindruckend beschrieben. Es sind Siedlungen schon um 3.000 v. Chr. vorhanden gewesen.


Die Stadt Dubai mit modernem Zuschnitt wurde aber erst seit den 1970er Jahren aus dem Wüstenboden gestampft. 

 

SAMSTAG, 13. April:  Dubai

Wir konnten einen ganzen Tag lang auf eigene Faust Dubai erobern und besuchten vor allem die Dubai-Mall mit über 1.300 schicken Geschäften, einem Riesen-Aquarium, einer Olympia-Norm-Eisfläche und vielem mehr.


Auch in den Soukhs haben wir uns umgesehen.

Natürlich waren wir auch auf der Plattform des Burj Khalifa in 509 m Höhe, im 125. Stockwerk. Die Fahrstühle können bis zur 189. Etage im 829 m hohen Gebäude fahren, das derzeit noch das höchste der Welt ist. Um sich diesen Superlativ zu erhalten, baut man inzwischen an einem noch höheren, über 1000 m hoch!

Fantastische Aussichten:

War das alles? Nein, wir waren am späten Nachmittag noch mit einer Art Wüsten-Ralley und anschließendem arabischen Folklore-Event unterwegs.

Und ganz am Abend gab es ein gutes Essen auf einer festlich geschmückten Dhau mit Fahrt auf dem Creek durch das üppig farbig ausgeleuchtete Dubai.

Wir verließen Dubai mit dem Gefühl, hier eine Stadt erlebt zu haben, die in atemberaubendem Tempo immer gigantischeren Zielen zustrebt. 

 

SONNTAG, 14. April:  Dubai – Deutschland

Wir flogen mit einer Boeing 777-300 nach DUS zurück.

Es war eine unserer erlebnisreichsten Reisen!

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Island

ISLAND

Island ist eine seit 1944 unabhängige Demokratische Republik, hat 25 Prozent der Fläche der BRD, aber mit 350000 nur so viel  Bevölkerung wie Bielefeld. Das europäische Land lehnt eine EU-Mitgliedschaft ab. Es berührt den Nördlichen Polarkreis und hat deshalb lange harte Winter – etwas abgemildert durch den Golfstrom. Große Teile Islands sind Lavafelder oder Gletscher, trotzdem hat es eine erstaunlich gute Infrastruktur geschaffen. Der Bildungsstand der Bevölkerung ist hoch. Die Wirtschaft basiert vor allem auf Fischfang und -verarbeitung, auf Touristik und auf Industrie, die den billigen Strom nutzt. Nur Energie kostet wenig, ansonsten sind fast alle Preise sehr hoch.

Vom Satelliten aus stellt sich Island so dar:

Unsere Route. Busreise. Gesamtstrecke ca. 3200 km.

Flughafen Keflavik:SSJ100 Keflavik runways (5160518757).jpg
Erste Bekanntschaft mit riesigen Lavafeldern auf der Fahrt zum Hotel in Reykjavik.

Thingvellir. Hier tagte das isländische Parlament vom 10. bis zum 18. Jahrhundert!

Man sieht vor Ort nur noch eine von Natur aus terassierte Basaltfläche und die gewaltige Basaltwand, die für die Versammlungen eine gute Akustik sicherte und vor der der Stuhl des gewählten Stammeshäuptlings stand.

Gleich daneben sieht man den Riss in der Almannagjá-Schlucht , der durch das Auseinanderdriften der eurasischen und der nordamerikanischen Platte verursacht wird und diagonal durch Island läuft:

Der Riss in Südrichtung:

In Nordrichtung:

In der Nähe kommt man zu den Wasserfällen Hraunfossar und Barnafoss, von Gletschern gespeist.

Auf der Strecke sahen wir auch eines der Geothermie-Kraftwerke Islands. Es hat eine Leistung von 62 MW Strom und liefert  74 km weit Heißwasser.

Saxhóll: 

Endlose Brocken-Lavafelder, die der Vulkan unter dem Snæfellsjökull gebildet hat:
Der Gatklettur ist ein bemooster Lavasteinbogen:

In der Nähe entdeckten wir Schnee-Enzian.

Stykkishólmur, die Anlegestelle für Fähren auf die Westfjorde.
Hier ist die Stätte, wo wahrscheinlich der Norweger Flóki Vilgerðarson im 9. Jahrhundert gelandet ist und die Besiedlung Islands eröffnet hat.

Am Leuchturmfelsen in Stykkishólmur sieht man verwitterte Basaltsäulen. Säulenbasalt entsteht bei verzögerter Abkühlung von Lava und ist an anderen Stellen noch viel regelmäßiger zu finden. 

Nach drei Stunden Überfahrt nach Brjánslækur erreichten wir später Látrabjarg, den westlichsten Punkt Europas (bis Grönland sind es nur noch ca. 360 km). Hier sind die Klippen 450 m hoch.

Zu den Millionen brütender Vögel gehören auch die Papageitaucher. Nach der Brutzeit –  Ende Juli –  ziehen sie aufs offene Meer hinaus. Wir bekamen aber noch einen nah vor die Linse. 

Eine Postkarte zeigt ein Bild eines Papageitauchers mit der Lieblingsspeise, Sandaale. Um sie im Untergrund zu fangen, tauchen die Vögel bis zu 30 m tief.


Wir verbrachten den ganzen Tag in den Westfjorden, die im langen isländischen Winter unter 5 bis 6 m hohen Schneeschichten begraben liegen und vom Festland abgeschnitten sind.

Die Stufen des Wasserfalls Dynjandi sind insgesamt 100 m hoch.

Auf rauen Bergstraßen fahrend sahen wir einige Fjorde, alle berauschend schön.

Im naturheißen Wasser baden konnte man unterwegs auch. In diesem kleinen Lehmpool hatte das Wasser über 40 °C.

Durch Islands längsten Tunnel (7 km) ging es nach Isafjördur, den größten Ort auf den Westfjorden. Hier wird gezeigt, wie Kabeljau traditionell zu Trockenfisch verarbeitet wird: Mit viel Salz pökeln, zuletzt auf den Klippen trocknen („Klippfisch“).


In den Westfjorden entdeckten wir immer wieder Seehunde, Wollgras an allen feuchten Plätzen. 


Der Wasserfall im Canyon Kolugljúfur:

Auch hier sieht man einen Wasserfall, der sich tief ins Gestein gesägt hat.

Hier sieht man besonders deutlich den geologischen Aufbau der Insel: Viele Lava-Basalt-Schichten, die durch vulkanische Ascheschichten voneinander getrennt sind. Island soll vor 16 Millionen Jahren durch einen riesigen Vulkanausbruch entstanden sein. Durch viele weitere Ausbrüche wurden die Schichten erzeugt:

Wasservögel waren, besonders in den Fjorden, überall zu sehen.

Die interessantesten von ihnen, die Eiderenten, boten uns keine gute Gelegenheit zum Fotografieren. Deshalb zeigen wir sie mit einem Bild aus Wikipedia:

Sie bieten den Bauern – heute weniger als früher – einen Nebenerwerb durch das Einsammeln und Reinigen der Daunen, die von den Weibchen während der Brutzeit abgesondert werden und zum Auspolstern des Nestes dienen. Ca. 700 Nester erbringen 1 kg, das einen Marktwert von etwa 5000 Euro hat! 


Der Museumshof Glaumbær zeigt Gebäude, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert in der alten Torfrasenbauweise errichtet wurden. Nur die Fassaden sind modern.



Neben dem Museum gibt es einen Friedhof. Hier ein Grabmal mit typischer Beschriftung:

Die Bischofskirche in Hólar, einem winzigen Ort, ist die älteste Steinkirche Islands. Hólar gilt als Wiege des isländischen Buchdrucks, war bis 1801 (evangelischer) Bischofssitz, es residierten 36 Bischöfe hier.

Eine orginal isländisch übersetzte Bibel, die Gudbrandsbibel, gedruckt 1584, liegt hier offen aus!

Dem Schriftsteller Jón Sveinsson (bekannt für „Nonni“) ist hier ein Denkmal errichtet worden.

Der Godafoss. Dorthinein sollen im Zuge der Christianisierung heidnische Kostbarkeiten entsorgt worden sein.

Weiter ging die Fahrt zum Mývatn (Mücken-See) und Umgebung:

Nach Egilsstadir fuhren wir über Husavik. In der Umgebung von Husavik sind riesige Lavafelder, die noch vom Ausbruch des Ludentsborgir (nahe Mývatn) vor 2000 Jahren stammen. Die Lava floss damals 60 km weit bis zur Küste.

Unterwegs Aluminium– und Silizium-Fabriken, die natürlich mit Geothermie-Strom arbeiten…

In dem unfassbar gewaltigen Canyon bei Ásbyrgi säumen kilometerlange, bis zu 100 m hohe Steilwände eine Art Tal mit windstillem milden Klima. Wir konnten reichlich Blaubeeren pflücken.

Anschließend ging es zum Dettifoss, dem wasserreichsten Wasserfall Europas. Er ist zwar „nur“ 45 m hoch, liefert aber über 200 m³ Wasser pro Sekunde. Auch rundherum sind bis zum Horizont nur Basaltfelsen zu sehen. Außerhalb der geräumten Wege machen Felsbrocken ein Durchkommen unmöglich.

 


Auf dem Weg von Eglisstadir nach (zunächst) Höfn sahen wir wieder einmal Fischfarmen. In ihnen werden große Mengen Lachse, Kabeljaue und Seehasen produziert. Die Letzteren nur, weil sie den Ersteren die Parasiten vom Fell fressen, weshalb sie so große Bedeutung haben, dass sie auf der Rückseite der 100-Kronen-Münze abgebildet wurden.

Die von der eben beschriebenen Flutwelle und ihren Vorgängern geschaffene Sander-Ebene ist gewaltig – etwa 1000 km2 groß!

Fast ebenso groß (540 km2) ist das größte Lavafeld der Welt, das wir durchfuhren. Es entstand 1783 beim Ausbruch der 25 km langen Laki-Spalte. Die Lavaschicht ist im Durchschnitt 30 m dick!

In der jüngeren Vergangenheit (2014) gab es einen Ausbruch im Feld Holuhraun, etwas nördlich vom Vatnajökull. Der Lavastrom bedeckte „nur“ 85 km2.

Die nahezu einzige Pflanze, die auf den Lavafeldern fast alles bedeckt,  ist das auch sonst weit verbreitete Zackenmützenmoos.

Die Fahrt ging anschließend ins Hochland über schmale, steinige Pisten in die Feuerschlucht Eldgja.

Dann kamen wir, nach zig Kilometern holprigster Bergstraße, nach Landmannalaugar. Dort waren viele Touristen auch mit Zelten und Wohnmobilen zu sehen.

Immerhin war es unser erster Reisetag mit Kälte + Regen. Aber die gewaltigen Obsidian-Berge entschädigten uns für die Unannehmlichkeiten.


Obsidian ist schnell,  glasartig erstarrte Lava. In der Steinzeit wurde dieser Halbedelstein wegen seiner Härte und Spaltbarkeit für die Herstellung von Werkzeugen verwendet.

 

Die Fahrt ging viele Kilometer durch das Urstromtal Thorsmörk. Es wird vom Schmelzwasser des Myrdalsjökull, zum Teil auch des benachbarten Eyjafjallajökull gespeist. Zumeist ist es kilometerbreit. Das Schmelzwasser führt viel Geröll mit, so dass das Flussbett täglich neue Formen bildet. Daher gibt es keine festen, sondern nur bewegliche Fußgängerbrücken, die nach Bedarf aufgestellt werden.

Die „Straße“ geht rückgratmordend über wohl 10 km. Bis zu 100 m weite Wasserstrecken müssen durchfahren werden. Unser Fahrer schaffte alles.

Das Urstromtal verläuft etwa zwischen dem Myrdalsjökull

… und dem Eyjafjallajökull, der bekanntlich 2010 durch einen Ausbruch mit gewaltigen Asche-Emissionen tagelang weltweit Flugausfälle bewirkte. Dazu ein Bild aus Wikipedia:

Bei unserem Ausflug zeigte er sich friedlich:

Gegen Ende des Urstromtals rasteten wir in der Station Thorsmörk, die sogar Endstation eines Linienbusses und Ausgangspunkt für Wanderungen ist.

Ein Highlight war dann natürlich der Seljalandsfoss, der 65 m hohe Wasserfall, auf dessen Rückseite man hindurchgehen kann.

Nur 5 Minuten Fußweg entfernt ist ein weiterer, der Gljúfrabúi-Wasserfall. Er wirkt versteckt, ist aber von Mutigen durch einen Felsspalt zu begehen und sozusagen von innen zu bewundern:

Ziemlich nass wird man an beiden Wasserfällen.

Zum Abschluss des Tages sahen wir noch den Urrithafoss, einen breiten Wasserfall mit mehreren Stufen, über die Lachse hochwandern können.


Wir standen am Gullfoss, einem zweistufigem Wasserfall.


Unterhalb des Wasserfalls ist der Hvitá, so heißt der das Wasser spendende Fluss, zwar ganz ruhig, aber immer noch interessant auch wegen der Tuff-Wände. Der Tuff zieht sich bis in das gestern gesehene Urstromtal hinüber. 

Anschließend waren wir am Geysir, der zwar nicht der Größte seiner Art, aber ihr Namengeber ist. Er war wenig springfreudig. Der unmittelbar benachbarte Strokkur machte das aber wett. Unserer Mitreisenden Lucie gelangen diese Fotos: Zunächst erscheint eine blaue Blase, dann erfolgt der Ausbruch.


Wir nutzten den etwas regnerischen Tag für Erkundungen in der Metropole Reykjavik.

Nicht ausgelassen haben wir das Wahrzeichen der Hauptstadt, die Hallgrimskirkja.

Die Stadt ist modern, sehr sauber und hat viele hochinteressante Bauwerke.

Dieses Foto zeigt einen Teil der Einkaufsstraße Laugavegur!

Im Höfthi-Haus trafen sich 1986 Reagan und Gorbatschow. Das Treffen gilt als ausschlaggebend für das Ende des Kalten Krieges.


Der Flughafen Keflavik beeindruckte uns durch seine ruhige Atmosphäre. Auffallend sind die zwei Decken-Glasmosaike des Künstlers Leifur Breiðfjörð, wir zeigen eines davon („Icarus“):


WIR HATTEN EINE GROSSARTIGE REISE!

Mongolei

Mitverwendet haben wir Angaben des Veranstalters und aus dem Internet, zumeist Wikipedia, sowie Fotos aus unserer Mongolei-Karte. Wirklich zeitnah konnten wir nicht berichten – in der Gobi ist Internet-Zugang noch seltener als Wasser.

Unsere Reise in die Mongolei.  Juni/Juli 2018.

1206 gründete Dschingis Khan das Mongolische Reich, das sich über Asien bis nach Europa erstreckte und das größte territorial zusammenhängende Imperium der Menschheitsgeschichte darstellte.

[Sein Enkel Kublai Khan eroberte China und begründete die Yuan-Dynastie.  1921 etablierte die Sowjetunion eine Marionettenregierung, welche 1924 die Mongolische Volksrepublik proklamierte. Diese war völlig von der Sowjetunion abhängig. Im Zuge der Revolutionen im Jahr 1989 vollzog das Land den friedlichen Übergang zu einem demokratisch-parlamentarischen Regierungssystem. 1992 besiegelte das Parlament mit der Annahme einer neuen Verfassung das Ende des kommunistischen Systems.]

Unsere Reiseroute.

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In der Öffentlichkeit ist die Schrift überwiegend kyrillisch,
selten mongolisch.

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1. Tag: (Mo): Ulan Bator

 

Gekommen waren wir mit der Mongolian Airlines, Berlin-Tegel – Moskau – Ulan Bator.  Foto: noch Tegel.


Die aus dem Flieger gesehenen riesigen Flächen zeigen Ackerbau, der im Norden der Mongolei möglich ist.


Hier: Der gut überschaubare Zielflughafen Chinggis Khaan.

Vom Zimmerfenster, 23. Etage im Hotel Khuvsgul Lake (im City Tower), hat man einen guten Ausblick über die moderne Metropole, die dort Ulaanbaatar (Улаанбаатар) heißt.

Westlich wirkendes Fernsehen, westlich-liberales Auftreten
zumindest der städtischen Bürger.

In der Nähe des Hotels der Suchbaatar-Platz. In der Mitte des Platzes steht eine Statue von Damdin Suchbaatar, dem mongolischen Revolutionär und Nationalhelden. Im Norden des Platzes sieht man hier das Mongolische Parlamentsgebäude mit einer großen Statue von Dschingis Khan.

Auf der anderen Seite fällt der Blue Sky Tower auf – mit 105 m das höchste Gebäude der Stadt.

Eine der Sehenswürdigkeiten: die Kamel-Karawane. Sie erinnert an die günstige Lage der Stadt als Handelsplatz an der Seidenstraße.

Überraschend für den Einkaufenden: Das mongolische Geld kennt keine Münzen. Hier Scheine für 1000, 100 und 50 Tugrik (ca. 35,  4 und 2 Euro-Cent): 

Abends Konzert des Staatlichen Akademischen Ensembles für Tanz und Musik. Tolle Darbietungen zur Geschichte des Landes, großartige Choreographie, landestypische Instrumente, für uns völlig ungewohnte Kehlkopfstimmen.


 

2. Tag (Di): Gandan-Kloster, Museum Bogd Khan und Baga Gadsryn Tschuluu

Das Gandan-Kloster wurde 1727 gegründet. 1937, während des stalinistischen Terrors, wurde es schwer beschädigt, teils zerstört, wie auch weitere 300 Klöster – nur drei blieben erhalten. Nach 1944 erfolgte eine bedingte Wiedernutzung der erhalten gebliebenen Tempel. Bis zum Ende der Mongolischen Volksrepublik war das Gandan-Kloster das einzige Kloster der gesamten Mongolei, in dem religiöse Zeremonien – unter Kontrolle der Geheimpolizei – stattfinden durften. Heute leben wieder über 600 Mönche im Kloster.

Gebetsmühlen überall.

Das Hakenkreuz gehört zu den buddhistischen Glückssymbolen!

Das Eintreten in den Tempel immer mit dem rechten Fuß zuerst, das Herausgehen rückwärts!

Das markanteste Gebäude ist das weiße Migjid Janraisig Süm. Hier befindet sich die 26 Meter hohe, 90 t schwere Statue der Göttin Janraisig, für die das Kloster berühmt ist. 1938 hatten sowjetische Truppen die Statue demontiert und eingeschmolzen. Die buddhistische Gemeinde ließ 1996 mit umgerechnet fünf Millionen Dollar Spenden eine neue vergoldete Janraisig errichten. Für den Dalai Lama, das eigentliche Oberhaupt des Klosters, wurde ein Thronsessel neu erbaut.

In der 26-m-Statue sind 18 t Bücher eingeschlossen!

Am Fuße der Statue.

Unsere Führerin sagte, dass hier die 1000 Buddhas figürlich dargestellt seien!
Eine Wikipedia-Stelle: Der Mahayana-Buddhismus erwartet in unserem Bhadrakalpa-Äon 1000 (1002) Buddhas.
Ansonsten ist zumeist von 29 Buddhas die Rede.

[Buddha bezeichnet im Buddhismus einen Menschen, der Bodhi (wörtl.: „Erwachen“) erfahren hat, und ist der Ehrenname des indischen Religionsstifters Siddhartha Gautama, dessen Lehre die Weltreligion des Buddhismus begründet.
Im Buddhismus versteht man unter einem Buddha ein Wesen, das aus eigener Kraft die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit eine grenzenlose Entfaltung aller in ihm vorhandenen Potenziale erlangt hat: vollkommene Weisheit (Prajna) und unendliches, gleichwohl distanziertes Mitgefühl (Karuna) mit allem Lebendigen.]

Nach dem Gandan-Kloster besuchten wir den ehemaligen Winterpalast des Bogd Khans, der heute als Museum geführt wird:

Der Bogd Khan (Heiliger Herrscher) war zunächst „nur“  Bogd, und zwar der 8..
[Bogd = mongolisch für Buddha. Ein Bogd ist das Oberhaupt des Buddhismus in der Mongolei, untersteht dem Dalai Lama und dem Penchen Lama.]

Dieser Bogd war wohl das Schwarze Schaf unter den Bogds. Er brach den Mönchseid, nahm sich eine Ehefrau, trank maßlos Alkohol, verlangte jedoch von seinen Untertanen die strikte Einhaltung der Gelübde. 1911 erhob er sich zum Khan (weltlicher Herrscher) und hat seitdem – als Einziger – die Bezeichnung Bogd Khan. Er starb 1924.
Von einst vier seiner Residenzen ist einzig der von uns besuchte Winterpalast erhalten geblieben. Er ist gefüllt mit Exponaten, die die unerhörte Prasserei des Bogd Khan beweisen. Das Fotografieren war nur gegen Gebühr erlaubt; es lohnte nicht.

Der dem Bogd Khan nachfolgende (9.) Bogd erhob nicht den Anspruch, auch Khan zu sein. Er starb 2012. Der Dalai Lama verkündete 2016, dass der 10. Bogd geboren sei und der Prozess seiner Identifizierung laufe.

Schließlich fuhren wir ins wunderschöne Felsgebirge von Baga Gadsryn Tschuluu. Es ist bekannt für seine ansehnlichen Granitformationen. Übernachtet haben wir im Erdene Ukhaa Camp. 230 km Naturpiste bis dahin!  Unsere Tour ging im Ganzen über 2000 km, davon 1600 km „Naturpiste“!

Solche Strecken schaffte unser Fahrer!
Damit schaffte er auch uns. Fast!

In der Wüstenferne eine Viehherde. Eine von Tausenden.

 

3. Tag (Mi): Zagaan Suvraga – Mandalgobi,
Weiße Stupa

Seltenheit auf unserer Tour: eine Stadt, Mandalgov.
Essen in einem Restaurant mit gutem mongolischen Niveau.

Auf die Frage nach der Toilette wurden wir auf die Bretterbude draußen verwiesen mit zwei Einheiten ohne Türen, aber auch nur unzureichendem Sichtschutz zur Straße hin. Wir lernten, dass das weitgehend Standard ist, auch z. B. an den Tankstellen. Nur in der Hauptstadt in den Hotels sowie in unseren Camps waren die Keramik-Klos die Norm, allerdings – in den Camps – mit oft üblen Einschränkungen: kein Wasser, keine schließenden Türen, viele Krabbeltiere.

Zunächst die bizarre Felsformation Baga Gasrin Tschulu. 

… mit Zeichnungen aus der Bronzezeit

.. und einer Ruine eines kleinen alten Tempels.

Immer wieder riesige Herden: Schafe, Ziegen, Kamele, Pferde, Rinder, Yaks.

Karger kann Futter kaum sein.

Fast zahm…

Nun aber Zagaan Suvraga mit der sensationellen „weißen Stupa“, so genannt, weil sie an entsprechende Tempelbauten erinnert.
30 m hoch, 100 m breit.

Unser Fahrer Bagi fuhr uns mit haarsträubenden Manövern in das rückseitige „Tal“ hinunter, damit wir die Stupa auch aus dieser Perspektive bewundern konnten.

Die Tagesstrecke war ca. 190 km.

Wir übernachteten im Zagaan Suvraga Camp. Dort mussten wir uns vieler Krabbler erwehren. Unsere Methode war nicht-buddhistisch.

 

4. Tag (Do): Südgobi, Geierschlucht Yolyn Am

Mal wieder eine Stadt: Dalanzadgad

Nationaler Stolz!

Hier in der Post konnten wir sogar Ansichtskarten + Marken kaufen.

Die „Geierschlucht“!

 


Nicht nur hier – immer wieder begegnet man den Steinhügeln (Ovoos):  Dreimal herumgehen, jedesmal einen Stein daraufwerfen, bringt Glück!


Yolyn Am ist ein Naturschauspiel der besonderen Art: Mitten in der Wüste fließt ein Fluss durch die Schlucht, teils unter dicken Eisschichten, die auch im Hochsommer nicht immer abtauen. Hier sahen wir das. Geier sahen wir nicht. Aber die Schlucht ist auch so eine Sensation. Sie liegt in ca. 2800 m Höhe.


Viele Pfeifhasen. Pfeifen wie Murmeltiere, sind klein wie Meerschweinchen.

Wir fuhren 200 km, übernachteten im Khan Bogdo Camp.

(Nur) auf dem benachbarten Berg hatten wir etwas Internet-Zugang, konnten mit den Lieben daheim chatten…

 

5. Tag (Fr): Südgobi – Altai-Gebirge – Sandmeer 

Heute gab es eine einmalige Tagesetappe: Quer durch die wunderschöne Südgobi ging es entlang des Sandmeeres und durch das Altaigebirge. Die riesigen Sanddünen erreichen über 800 Meter Höhe und sind auch als „singende Dünen“ bekannt. 

Doch zunächst stellen wir Bagis Wagen vor, …

… mit dem er vor der Eroberung der Dünen (auch) durch dieses Tal bretterte:

Im Vorfeld der Dünen mussten wir diesen idyllischen Fluss überqueren:

Danach zunächst ideale Weidegebiete:

Dahinter die Dünen, bis zu 800 m hoch!

Einer musste ja (fast ganz) hoch.

Andere waren schon länger da.

Im Gasometer Oberhausen sahen wir im September ein professionelles Bild aus diesem Gebiet:

 

Wir fuhren ca. 180 km und übernachteten im Discovery Camp. Von dort noch einmal ein schöner Blick zu den Dünen mit dem dahinterliegenden Altaigebirge:


Diesmal hatten wir eine besonders prächtige Jurte, sogar mit Ofen, nur eine Steckdose zum Aufladen fehlte…

In der Restaurant-Jurte, wie auch sonst vielerorts, das originellste Spiel der Mongolen „Schagai“ (Knochenspiel), es wird mit Schafsknöcheln gespielt:

 

6. Tag (Sa): Gobi – Flammende Klippen in Bayanzak, Saurierfriedhof, Saxaul-Wald

Hier ist alles „Piste“!

Unterwegs konnten wir ein großes Schaf-Scheren bewundern. Unsere kleinen Geschenke (Nähetui, Cremes, Gummibärchen) wurden mit Freude angenommen.

Nicht selten sieht man Mongolen auf einem Motorrad.

Bagi, unser Fahrer, kam überall durch. Und der Wagen kippte, ganz gegen unsere Erwartungen, nie um!

Steinzeitliche Felszeichnungen, auf hohem Berg. 

Dieses sind die „flammenden Klippen“ von Bayanzak. Grandios!

Sieht man die Kinder? Sie sind wahre Kletterkünstler.

Wir und die Kamele zogen zum Saxaulwald.

À propos Kamele. Ulzii, unsere Führerin, erzählte die Geschichte von den weinenden Kamelen: Wenn Kamelmütter ihre Neugeborenen ablehnen, spielt der Hirte ihnen eine traurige Weise oder er singt. Dann kullern den Muttis dicke Tränen aus den Augen und sie nehmen die Babies an!

Saxaul-Wald. Diese Pflanze gibt es nur in der Wüste Gobi. Sie wurzelt ungewöhnlich tief.

Gewaltige Lehm-Sand-Felsen.

Wir glaubten, einen paläontologischen Fund gemacht zu haben. Er ließ sich aber zerteilen wie die anderen Felsen auch.
Die Oase Bayanzak gilt als „Saurierfriedhof“, weil hier einige Dino-Skelette und -Eier gefunden wurden – und gelegentlich noch gefunden werden. Kleine Knöchelchen darf man behalten. Sie bleiben an der Zunge haften, im Gegensatz zu anderen Bodenfunden, sagt unsere Führerin. Bei uns haftete nichts…

Unser Fahrer wollte in einer Mini-Siedlung tanken. Die Tankstelle hatte keinen Strom. Eine zweite konnte einen Dieselgenerator anwerfen und so das Tanken ermöglichen. Dort lagen aber wohl Nägel herum – Bagi hatte ein paar Kilometer später „einen Platten“ und musste das Rad wechseln: 

 


Hier die Preistafel einer Tankstelle. Benzin kostet etwa halb so viel wie bei uns, ist aber nach Meinung unseres Fahrers immer noch viel zu teuer…

Wir übernachteten nach 150 km Fahrt im Mongolian Gobi Camp.


7. Tag (So): Mittelgobi – Ongital

Unterwegs immer wieder Staunen darüber, wie die Kamele mit dem kargen Futterangebot zurechtkommen. 

Diese Querwellen faszinierten uns. Sie treten verbreitet auf den Pisten auf und verursachen ein lautes, unangenehmes Dröhnen im Wagen während der Fahrt.
Nach der Reise haben wir festgestellt, dass sich schon kluge Köpfe mit dem Phänomen beschäftigt haben, z. B.:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wellblechpiste

Das Camp (Ongi Nuuz Camp) für den Nachmittag und die nächste Nacht wirkte besonders komfortabel mit seinem höheren, oben eingezogenen Seitenrund – die Türen waren dadurch ebenfalls höher und erforderten nicht ganz so tiefes Bücken, wodurch die Kopfverletzungen seltener wurden. Auch das Wetter war, wie das Foto (oben) zeigt, zunächst geradezu prächtig. 

Der Speiseraum des Camps ist ungewöhnlich schön. In Vitrinen werden zudem zahlreiche Götter gezeigt und beschrieben.

Die Götter wirkten auf uns befremdlich.

Hier eine der Beschreibungen.

Das Wetter schlug schnell um. Ein Sandsturm und anschließend gewittriger Starkregen verhinderten die Wanderung zur nahegelegenen Ruinenstadt Onggin-Hiit. Dort gab es viele Jahrhunderte ein geistig-religiöses, wissenschaftliches und heilkundiges Zentrum der südlichen Mongolei. Vor der Zerstörung durch die Kommunisten war das Kloster eines der größten und bedeutendsten des Landes.
Wir waren 150 km unterwegs gewesen.

 

8. Tag (Mo): Orchontal

Der Begrüßungsschluck Stutenmilch vom Vortag hatte bei einem von uns üble Folgen. Da blieben das Essen und das Fotografieren weitgehend auf der Strecke.

Und doch mussten 230 km Naturpiste überstanden werden. Die Umgebung: die Bergsteppe Khangai. Im Zielgebiet der Fluss Orchon, der längsten Fluss der Mongolei. Dort ist eines der wichtigsten Ansiedlungsgebiete der Nomaden. Zu ihnen haben wir notiert, dass sie 30 % der Bevölkerung ausmachen und im Durchschnitt 6 Kinder pro Familie haben. Die Kinder dürfen alles. Auch in der Hauptstadt haben wir nur liebevoll nachsichtigen Umgang mit den Kindern erlebt! Für uns überraschend: Kinder siezen ihre Eltern und älteren Geschwister.

Schnell zwei Postkartenbilder zum Thema Kinder:

D. hat eine Nomadenfamilie in ihrer Sommerjurte (im sehr kalten Winter zieht man in solidere Hütten bzw. Jurten) besuchen dürfen. Einfachste Zustände. Drei Generationen leben in der Enge. Große Gastfreundlichkeit. Fettgerahmte Stutenmilch und fettiger Quark wurden angeboten, aber nur berührt. Der Boden der Jurte: Natur und ein bisschen Teppich. Rindermist zum Heizen neben dem Ofen. Kleiner Altar mit Kerzen und Gebetsmühle.
Schulpflichtige Kinder sind über die Woche in Schulinternaten!

Übernachtung im Talbiun Camp.

 

9. Tag (Di): Orchontal – Zenkher

Das Orchon-Tal ist deutlich stärker begrünt als die Wüste und Steppe, die wir bis dorthin sahen. Agrarische Nutzung des Bodens ist uns jedoch auf der ganzen Tour nicht begegnet; sie findet aber in der nördlichen Mongolei teils umfangreich statt!

Immer wieder kreuzten Herden unseren Weg.



Hier ist Grün genug für alle Arten von Weidetieren.



Neben Rindern und Yaks sieht man auch Mischlinge beider Arten.
Ein Yak-Bulle kann über 3 m lang sein und 1 t wiegen.

Im Shiveet Mankhan Camp war sogar eine über 80 Grad heiße Mineralquelle, die ein großes Becken
– um die 40 Grad – speiste. Wir haben es aber nicht genutzt.


Nachts hatten wir in der Jurte Besuch von einem Ziesel .

 

10. Tag (Mi): Karakorum, Kloster Erdene-Zuu

Mal wieder eine Stadt, sogar recht ansehnlich: Tsetserleg. Das dortige Kloster Zayain Gegeeni Süm haben wir ausgelassen.

Dann fuhren wir in unser Camp (Urgoo), das durch reichhaltige und üppige Flora auffiel – weit weg vom Zustand der Wüste.

Zahlreiche Pflanzen aus unserer Region waren dort auch vertreten, z. B. das bei uns selten gewordene Gänsefingerkraut.

Hauptziel des Tages war Karakorum, der ehemalige Hauptsitz Dschingis Khans (* etwa 1162, † etwa 1227), noch in Ruinen vorhanden. Es war 32 Jahre lang Hauptsitz des mongolischen Großreiches. (Die heutige moderne Stadt heißt Kharkhorin bzw. Charchorin.)

In dem Ruinengebiet liegt, burgähnlich von einer fast 2 km langen Mauer umgeben, das Kloster Erdene Zuu.

Es wurde im 15. Jahrhundert als erstes großes lamaistisches Kloster der Mongolei gegründet und gilt als Urkirche der Mongolei. Es sind aber nur einige Tempel erhalten bzw. restauriert.

Mit Info-Tafeln wird auf die frühere Fülle an Tempeln hingewiesen. 

Die Bedeutung eines der Lamas wurde uns beschrieben mit dem Hinweis, er habe 16 Viehwagenladungen Bücher gelesen…

Vor der gewaltigen Anlage können Kinder und Erwachsene sich
– gegen Geld – in Rüstungen und Gewänder hüllen und fotografieren lassen. Dazu kommen viele Souvenier-Shops. Bei uns wäre es wohl ähnlich…

Häufig so oder ähnlich gesehene schöne florale Dekoration.

Draußen im Camp wichen diese Tiere, offenbar eine Grillenart, in Massen unseren Schritten aus und sprangen/flogen meterweit mit knatterndem Geräusch.

In der Jurte, auf dem Boden zumeist, krabbelte eine andere Tierart zahlreich herum.

D. hat ein besonders großes Exemplar davon ihres Bettes verweisen müssen.

Ein Friedhof in der Nähe. Weitgehend schmucklos. Nur wenige Steine o. ä. waren mit Namen versehen. Die Buddhisten besuchen ihre Toten in den ersten drei Jahren nicht.

 

Atemberaubende Landschaft: Charchorin liegt am Fuße des
500 km langen Changai-Gebirges.

 

Unsere Piste führte immer wieder durch schwieriges
– oft überflutetes – Gelände.

 

11. Tag (Do): Högnö-Khan-Gebirge

Heute waren wir in den spektakulären Sanddünen von Mongol Els, die sich bis ca. 1.000 km bis in die Berge des heiligen Högno Khan erstrecken, unterwegs. Dann kamen wir ins Khogno Khan Camp, das am Fuße gewaltiger Granitformationen liegt:

Zufällig wurden im Camp zwei neue Jurten gebaut:

In der Mitte hängt ein schwerer Stein.
Überzogen wurde das Ganze mit dicken Filz- und Tuchlagen.

Über die obere Öffnung, die Laterne, kann man ein dickes Laken ziehen, um ein Hereinregnen zu vermeiden. Wir hatten einen Ofen. Das Ofenrohr verhindert das vollständige Zuziehen. Wir bauten es aus und konnten so beim nächtlichen Unwetter die Jurte einigermaßen trocken halten.

Das Naadam-Fest (alljährlich vom 11. bis 13. Juli) ist das beliebteste Fest in der Mongolei. (Fast) jeder beteiligt sich. Die Disziplinen sind Ringen, Reiten, Bogenschießen. Jetzt, eine Woche vorher, übt man längst überall. Da kann man sich nicht ausklammern…

 

12. Tag (Fr): Hustai Nuruu Nationalpark, Przewalski-Pferde

Heute waren wir im Hustai Nuruu Wildpferde-Park, wo man die einzige frei lebende Population an Takhi- oder auch Przewalski-Pferden, den Vorfahren aller heute lebenden Pferderassen, beobachten kann. Der Nationalpark ist 50000 ha groß. Von den
ca. 300 ausgewilderten Pferden dort haben wir nur wenige gesehen, aber auch die Landschaft ist großartig.

Im Internet kommt man den Przewalski-Pferden näher:

Einer der Ranger im Park.

Im angegliederten Hustai-Camp wurden ausgezeichnete Informationen geboten. Die Mongolei sieht den Park offenbar als Vorzeigeprojekt.

In der Nähe des National-Parks sahen wir ein Beispiel von offenbar privater Initiative zur Wiederherstellung der in kommunistischer Zeit zerstörten Tempel:

 

13. Tag (Sa): Ulan Bator

In Ulan Bator hatten wir, wie bei uns, großstadttypischen rush-hour-Verkehr. Für Werktage gibt es bereits eine Regelung, wonach Fahrzeuge an bestimmten Tagen nicht fahren dürfen – festgelegt durch die Endziffer ihres Nummernschildes.

Ein paar letzte Ansichten dieser modernen Stadt:

Eine wichtige Einnahmequelle der Mongolei ist der Verkauf von hochwertigen Kaschmir-Produkten. Da konnten auch wir nicht widerstehen… Eine Werbetafel zum anstehenden Naadam-Fest:


Wir sehen die drei Wettbewerbs-Sportarten. 

Noch ein Wort zum in der Mongolei weitverbreiteten Schamanismus: Unsere Führerin hat eine Cousine, die nach eigener Krankheit und Heilung selbst Schamanin geworden ist. Schamanen heilen mit Kräutern und durch Übertragung von Energie. Grundvoraussetzung ist der Glaube an Geister. Der Schamane ist Mittler zwischen unserer Welt und der der Geister. Wird ein Mensch krank, so hat er seine Seele verloren, sie hat sich verirrt, ist gestohlen. Der Schamane, in Trance, versucht sie wiederzufinden. Gelingt ihm das, so wird der Mensch wieder gesund. Der Schamane muss die Geister besänftigen oder gegen sie kämpfen.  – So etwa die Erklärungen unserer Führerin, die auch von einer Heilungserfahrung berichtete.

14. Tag (So): Ulan Bator

Abschied von der Mongolei, Rückflug über Moskau.

Es war eine großartige Reise!

Die Rückreise schien überraschend schnell zu laufen. Alles am Tage. Abflug Ulan Bator morgens 9:15, Ankunft Herford abends trotz Verspätungen der Bahn gegen 19:00. Aber wir flogen ja mit der Sonne…

 

Costa de la Luz: Novo Sancti Petri

 

Novo Sancti Petri

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27. Dezember 2017

Flug Düsseldorf >> Jerez de la Frontera. Bustransfer zum Hotel Iberostar Royal Andalus in Novo Sancti Petri, einem Stadtteil von Chiclana de la Frontera, zugleich einer der größten Badeorte an der Costa de la Luz. Anscheinend auch ein „Hotspot“ für Golfer.


Blick vom Balkon. Temperatur knapp 20 °C, windig, aber angenehm.


Blick vom Strand zum Hotel. Mit Seepferd.


Kurzer Fußweg vom Hotel zu städtischen Teilen von Novo Sancti Petri – mäßig belebt.


Im Hotel: Gang zu unserem Zimmer auf unserer Etage, wunderschön begrünt.

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28. Dezember


Beeindruckende Brandung. Schöner Spaziergang durch die Dünen. Ausflug nach Chiclana. Man spürt, dass nicht Hauptsaison ist – geöffnete Cafés muss man suchen.


Störche nisten auf einigen Gebäuden.

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29. Dezember

Ausflug nach Cádiz über Chiclana, immer einfach mit dem Linienbus. In Cádiz haben wir auch einen Hop-On-Hop-Off-Trip gemacht.

Cádiz ist mit ca. 120000 Einwohnern zwar kleiner als Bielefeld, aber viel geschichtsträchtiger. Legende ist, dass Herkules es erschaffen habe, jedoch belegt ist, dass die Phönizier es vor rund 3000 Jahren begründeten.

Die Plaza de San Juan de Dios ( auch „la Corredera„)   mit – vorne – dem Denkmal für Segismundo Moret, der vor reichlich 100 Jahren mehrmals Ministerpräsident war, und dem Rathaus im Hintergrund. 


Weltweite Forderungen.


Am nach der heiligen Maria benannten Strand warteten Dutzende von Surfern auf die Welle…


Die Neue Kathedrale, im 17. Jahrhundert errichtet, aber schon wieder mit deutlichem Sanierungsbedarf – innen waren große Netze gespannt, um aus dem Gewölbe herabfallendes Material aufzufangen.



Tierisches.

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30. Dezember

Faulenzen, Lesen und so weiter? Das war die Grobplanung, aber wir haben dann noch einen langen Spaziergang vom Hotel aus auf dem endlosen Sandstrand gemacht und genossen! Der Strand ist breit, feinsandig, von Muscheln durchsetzt, von Dünen gesäumt und reicht offenbar viele Kilometer weit, Richtung Norden wohl bis Cádiz.


In der Ferne kann man Markantes sehen, das wir zunächst für einen Teil von Cádiz gehalten haben. Aber Wikipedia sagt unter Chiclada: Auf einer vorgelagerten Insel liegt das Castillo de Sancti Petri. Diese Insel ist durch seine [des Castillos] Verbindung zu dem antiken Helden Herakles bekannt geworden, der in dessen Nähe zwei seiner Heldentaten verbracht haben soll.





Merle ist heute 4 Tage alt!

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31. Dezember 2017

Silvester in Novo Sancti Petri.

Wir sind wieder auf dem endlosen, wunderschönen Strand gewandert, haben harte Badende bewundert und Jahreswechsel-Botschaften in den nassen Sand „gemeißelt“. Und natürlich zahllose gute Wünsche empfangen und abgeschickt.


Tolle Brandung mit Seehund…

Dann abends das Galadiner, opulent und festlich, alles vom Feinsten!




Das Menü war noch viel länger…

Den festlichen Rummel gegen 24 Uhr haben wir dann eher passiv erlebt.

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1. Januar 2018!

Feliz año nuovo!  – Überall!

Wir sind wieder auf dem wunderschönen Strand und in den Dünen und auf den von Golfplätzen (es soll hier an die 30 geben) gesäumten Straßen gewandert, gefühlte 10 km. Es ist herrlich hier!




Nur ein kleiner Teil des Angebots!


Sonne ohne Ende. Wir lesen, trinken Kaffee, füllen die Homepage, fühlen uns privilegiert. Gute Vorzeichen für 2018, wir sind uns da sicher!

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2. Januar 2018

Wir sind noch einmal nach Chiclada gefahren, das wir am 28. Dezember etwas schläfrig fanden. Und siehe da: Die Geschäfte öffnen nachmittags erst um 17 oder 17:30 Uhr, und dann brodelt die Stadt geradezu! Geschäftigkeit und fröhliche Menschen überall!




Mit diesem Bähnchen, voll mit zahlreichen singenden und jubelnden Kindern, haben wir eine Rundfahrt gemacht. Weihnachts-Musik ohne Ende – das Fest geht in Spanien ja bis zum 6. Januar.

Dental-“Kliniken“ an fast jeder Straßenecke. Man wird an Ungarn erinnert, wo ja wohl Discount-Medizin angeboten wird.

Wieder einmal ein schöner Tag!

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3. Januar 2018

Schwerpunkt des Tages war eine im Hotel gebuchte (Klein-) Busfahrt nach Sevilla, das ca. 150 km landeinwärts liegt. Wieder hatten wir zwar anfangs bedecktes, später aber sonniges Wetter – wir haben in diesem Urlaub bisher keinen Regentropfen abgekriegt!

Wir sahen unterwegs die umfangreichen Feuchtgebiete, in denen die Zugvögel rasten und Nahrung aufnehmen vor dem Überwinden der Straße von Gibraltar auf ihrem Weg nach Afrika. Eine große Gruppe Flamingos hätte eigentlich schon weitergezogen sein sollen. In großen Becken wird auch heute noch Salz gewonnen. Man ahnt auch den Nationalpark Doñana – Biosphärenreservat, Weltnaturerbe und Vogelparadies – der etwas nordwestlich unserer Fahrstrecke liegt.

Sevilla ist eine unglaublich interessante und schöne Stadt mit etwa 700000 Einwohnern. Sie liegt am Guadalquivir, der von der Mündung in der Bucht von Cádiz aus nur bis Sevilla auch für Hochseeschiffe schiffbar ist.

Wir waren überwältigt von den zahlreichen Zeugen der höchst vielfältigen Geschichte. Starker Einfluss maurischer Architektur. Man sollte wenigstens eine Woche Zeit haben…


Auch im Pflaster Hinweise auf den Pilgerweg nach Santiago de Compostela.


Große Eisbahn und mehr. Hier ist ja Vorweihnachtszeit!



Großartige Fassaden, oft mit maurischen Stilelementen. Die Spanier wissen den großen kulturellen Einfluss der Mauren, die ja fast 8 Jahrhunderte in Spanien lebten, aber 1492 endgültig vertrieben wurden, zu schätzen.


Die  Kathedrale – von Südost, aus Wikipedia. Als Amateur kann man die Wucht kaum einfangen: Größte gotische Kirche Spaniens, Weltkulturerbe, 15. Jh. erbaut. Der Glockenturm („Giralda„) war früher Minarett, hat innen eine wendeltreppenartige Rampe bis 70 m Höhe für Materialtransporte, aber auch für den Esel-reitenden Muezzin – er musste schließlich mehrmals täglich nach oben!



Zwischendurch: Zahlreiche prächtig tragende Bitter-Orangen-Bäume (Pomeranzen). 
Und gewaltige Gummibäume (Ficus elastica).


Die riesige Anlage, die zur iberoamerikanischen Weltausstellung 1929 errichtet wurde.




Kunstvolle Bezüge auf jede Region!


Auf der Rückfahrt: Auch die Autobahn wird von Pinien besäumt.

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4. Januar 2018

Ausruhen. Bummeln am Strand und im Ort.

Wir haben den Canyon-artigen Teil der Dünen erkundet.

Schöner Abschluss eines wunderschönen Urlaubs! 

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5. Januar 2018

Rückflug (Jerez >> Düsseldorf) und -fahrt.


In Jerez: M. H., ein freundlicher Herr aus Münster, fotografierte uns auf dem Weg zum Flieger. Wir hatten ihn am Vortag als Paraglider abgelichtet:

ENDE

Südamerika

 

SÜDAMERIKA,
vom 28. November bis zum 18. Dezember 2017. 

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28. November,  18 Uhr in Frankfurt. Gleich geht’s nach Sao Paulo, Brasilien.

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29. November

Hatten gut 12 Std. Flugzeit von Frankfurt nach Sao Paulo.

Hier in Sao Paulo muss man tatsächlich das Gepäck übernehmen und zum Weiterflug nach Iguacu in einer großen Schlange wieder übergeben, obwohl wir die Bordkarten längst haben. Eine Besonderheit, vor der das Auswärtige Amt gewarnt hatte. Alle schimpfen. Aber sonst ist alles okay. – Jetzt am Gate 226. Irre Wege bis hier. Alles überfüllt. Riesiger, überforderter Flughafen. Gut, dass wir das Abenteuer lieben…

Inzwischen sind wir von Brasilien nach Argentinien übergewechselt. Es ist hier wunderschön. Hotel Loi Suites, Iguacu.

Über diese Hängebrücke und eine weitere führt der Weg in unser sehr geschmackvolles Zimmer. Die Architektur passt sich sehr der wunderbaren Natur an.

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30. November.

Den ganzen Tag: Iguacu-Wasserfälle! Unglaublich beeindruckend. Sie bilden einen riesigen Halbkreis von 2700 m Breite. Höhe bis zu 82 m. Teilweise wird in großen  Kraftwerken,  die jedoch in der Kulisse nicht erscheinen, Strom produziert, der enorme  ökologische und wirtschaftliche Bedeutung hat.

Im „Devil’s Throat“ war soviel los, dass wir die Hüte kaum halten konnten und trotz Capes von der Gischt sehr durchnässt wurden.


Ein Wikipedia-Bild.


Situation an einer Grenze.

Iguacu bildet ein Dreiländereck mit Brasilien, Argentinien und Paraguay. Jedes der Länder unterhält in Iguacu einen eigenen  Flughafen. Wir  fliegen morgen im argentinischen ab; gekommen  waren  wir  im brasilianischen.

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1. Dezember

Flug nach Buenos Aires und Transfer auf unser Schiff, die Zaandam.


(Die Zaandam lag im Containerhafen.)

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2. Dezember

Buenos Aires hat knapp 4 Mio. Einwohner. Eine unerhört interessante Stadt, die wir per Rundfahrten erkundet haben.

Der erste Stopp führte uns ins farbenfrohe Stadtviertel La Boca mit seiner berühmten, kleinen Straße Caminito, in der eine Vielzahl lokaler Künstler ihre Tangobilder anpreisen.

Am Ende der Avenida de Mayo befindet sich das Kongressgebäude. Auf dem Weg zum Kongressgebäude besuchten wir das Café Tortoni, das traditionellste und älteste Café der Stadt.


Die Floralis Genérica stellt eine riesige Metall-Blume dar. Sie ist im Parque Thays zu finden. Diese überdimensionale Blüte öffnet sich bei Sonnenaufgang und schließt sich bei Sonnenuntergang, in der Nacht leuchtet sie. Geschaffen wurde das zwanzig Meter hohe Kunstwerk von Eduardo Catalano .

Wir überquerten die „breiteste Straße der Welt“ mit 140 m Breite und 20 Fahrspuren, die Avenida 9 de Julio.

An der Plaza de Mayo steht das Denkmal (die Mai-Pyramide) zur Revolution vom 25. Mai 1810, die 6 Jahre später zur Unabhängigkeit Argentiniens führte. Hier nur ein Ausschnitt:



Magna-Carta-Monument an der Av. del Libertador.

Irre groß und voller bemerkenswerter Grabstätten und Mausoleen aus alter Zeit ist z. B. der Friedhof im vornehmen Stadtteil Recoleta.

Hier ist auch das Grab von María Eva Duarte de Perón – Namensgeberin des berühmten Musicals „Evita“ und ehemalige Primera Dama Argentiniens:


(aus Wikipedia)

Die Kathedrale (Catedral Metropolitana Santísima Trinidad) an der Plaza de Mayo war weit über 10 Jahre Sitz des Erzbischofs und Kardinals Jorge Mario Bergoglio SJ, der 2013 zum derzeitigen Papst Franziskus gewählt wurde. Buenos Aires war auch der Geburtsort des Papstes.

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3. Dezember

Montevideo. Haupt-Stadt im doppelten Sinne von Uruguay, das zwar halb so groß wie Deutschland ist, wo aber außerhalb der Metropole (1,3 Mio.) nur weitere 2 Mio. = 9 Menschen pro Quadratkilometer leben.

Die Stadtrundfahrt war hochinteressant.


Erinnerung an eine Charrúa-Indianerfamilie, die ein finales Indio-Massaker 1931 überlebte und nach Frankreich verkauft wurde.


Häufige Baumwuchsform.


Der Ceibo-Baum. „Nationalblume“ Uruguays.

Ertrinkender in einem Marine-Ehrenmal.


La Carreta„, das lebensgroße Ochsenkarren-Denkmal von Belloni.


Im Hintergrund das höchste Gebäude der Stadt, ein Telekommunikationsturm, erbaut von Carlos Ott, der neben vielen anderen bedeutenden Bauwerken auch das sehr ähnliche Hotel Burj al Arab in Dubai entworfen hat. Er wurde in Montevideo geboren.

Schiffsfriedhöfe! Auch das Containerschiff im Hintergrund gehört dazu. Wegen Versicherungsstreitigkeiten unterbleibt oft eine Sicherung bzw. Nutzung der Transportgüter.

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4. Dezember

Ein Seetag mit (trotzdem) interessanten Erlebnissen: Vorträgen zu Kommendem usw. und einem Galadiner – zusammen mit 2 englischen Ehepaaren an „unserem“ Tisch.


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5. Dezember

Noch ein Seetag bis zu den Falkland-Inseln. Die Entfernung dorthin, von Montevideo aus, beträgt ca. 1900 km!



Im Schiff viele Möglichkeiten der Unterhaltung. Hier die Spielhölle.


Wasser und Wärme im „Greenhouse“.

Weihnachtsstimmung Vorbereitendes.

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6. Dezember

Die Falklands sind britisch. Argentinien beansprucht sie auch seit „ewigen Zeiten“ und löste 1982 mit einem Besetzungsversuch den Falklandkrieg aus – und verlor.

Wir mussten mit Tendern über ca. 4 km nach der „Hauptstadt“, Stanley, gebracht werden.

Einige andere mussten wegen des starken Windes bis zu 3 Std. auf das Tendern warten. Wir fuhren mit Bus + Guide zu den interessantesten Plätzen, u. a. Gypsy Cove: Große Flächen, die mit wunderschönem gelbem Ginster bewachsen waren, größere Pinguin-Gruppen – dazu unglaublich starker Wind, der uns trotz immerhin 7 Grad schnell sehr frieren ließ und fast vom Wege warf.


Immer noch Minen-Gefahr.


Unser ziemlich unausstehlicher Guide – und der Wind…

Letzterem mussten wir alle widerstehen.

Man sieht hier auch eines der vielen Schiffswracks.

In der Nähe des Hafens besuchten wir außer dem Museum das Ehrenmal für die im Falklandkrieg (1982), der ca. 1000 Opfer forderte, gefallenen britischen Soldaten. Es wird garniert von einer Ehrung Margret Thatchers, die den Einsatz der Armee befohlen hatte.


Das Haus des Falkland-Governors, der dank des schicken Wintergartens das raue Klima gut ertragen dürfte und ansonsten angeblich wenig gefordert wird.


Eine Sammlung von allerlei Gebein aus Walfängerzeiten.

Weiterfahrt zur Magellanstraße.

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7. Dezember


Etwas für geduldige Neugierige.

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8. Dezember

In Punta Arenas gut angekommen. Sind also jetzt in Chile! Und in „Patagonien„, eine von Magellan stammende Landschaftsbezeichnung. (Wikipedia: Patagonien wird in zwei durch die Anden voneinander getrennte Großlandschaften unterteilt. Es besteht aus Westpatagonien, das überwiegend zu Chile gehört, und dem größtenteils zu Argentinien gehörenden Ostpatagonien.)
Chile hat übrigens nur ca. 4 % Inflation, Argentinien ca. 30%!

Um 1900 zählte Punta Arenas wegen seiner strategisch günstigen Lage an der Magellanstraße zu den bedeutendsten Hafenstädten der Neuen Welt. Noch niemand dachte damals an den Panama-Kanal; alle Schiffe mussten die Südspitze Südamerikas umrunden und in Punta Arenas anlegen. Viele gut erhaltene Bauwerke sind heute noch Zeitzeugen des damaligen Reichtums.

Wieder – für diese Region – recht gute Wetterbedingungen. Gestern abend noch sehr raue See. So aus dem Kabinenfenster:

Jetzt hier in Punta Arenas nur Windstärke 4. Temperatur 7 °C.

Haben einen Landausflug gemacht. Gut 60 km Richtung Süden. Mit dem Bus, aber auch längere Fußmärsche. Im Wesentlichen am Rand der Magellanstraße, die übrigens 1530 entdeckt wurde, der Beagle-Kanal erst 1830.

Unterwegs haben wir das Fort Bulnes besichtigt (Bulnes war ein hoher chilenischer Politiker und Militär, der Mitte des 19. Jahrhunderts die Magellanstraße in chilenischen Besitz brachte).

Dort neben den historischen oder nachgemachten Holzbauten üppige Vegetation, z. B. Araukarien und Feuerbüsche:


Am Ende der Wanderstrecke schöne Ausblicke über die Magellanstraße hinweg auf die Schneekuppen-bewehrten Berge der Feuerlandseite.

Zurück in Punta Arenas besuchten wir ein Museum der Salesianer, in dem besonders das Leben der Ureinwohner – es gab 4 verschiedene Stämme von Indianern in der südchilenischen Region – beschrieben wurde. Leben? Heute sind alle ausgerottet bzw. gestorben. Vorher wurden sie nach Möglichkeit missioniert.

Dann zum Friedhof. Man streitet angeblich darüber, ob der dortige oder der in Buenos Aires der größte und schönste in Südamerika ist.




Plaza der Stadt: Dort fand gerade ein großes Feuerwehr-Festival statt, an dem auch ein von Deutschland gestellter Zug teilnahm.


An der Plaza Muñoz Gamero erinnert ein Monument an Fernão Magalhães, bekannt unter dem Namen Magellan. Der Seefahrer wird auf einem hohen Podest stehend von einer Meerjungfrau und Tehuelche-Indianern flankiert dargestellt. Am Magellan-Denkmal küsst man den Fuß, um wiederzukommen…



Ein vermögender Privatmann hat die „Nao Victoria Magellans in Originalgröße nachgebaut. Und auch die „Beagle„, mit der Darwin und FitzRoy reisten.



(Kalt und windig war’s leider auch, und der dort sehr häufige Regen erwischte uns schließlich doch.)

Punta Arenas ist mit 130000 Einwohnern eine große Stadt mit ziemlich modernem Gesicht. Fast nur die Strom- und Telefon-Leitungen haben nicht „unseren“ Stand.


Punta Arenas hat selten mehr als 20 °C, kann im dortigen Winter durchaus auch Frost haben. Viel Regen, viel Wind. Also doch nichts für uns…

 

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09. Dezember

Wir kommen gegen Mittag in Ushuaia an, sind dann also wieder in Argentinien. Haben vor dem Frühstück bereits tolle Aussichten auf die Ufer des Beagle-Kanals gehabt. Wie Alpen + Gletscher?





Die Karte soll informieren. Wir haben 3 rote Pfeile aufgeklebt. Je einen für Punta Arenas (oben), Ushuaia und Kap Hoorn. Wir sind von Punta Arenas in der Magellanstraße recht genau südlich in den Pazifik gefahren, dann östlich in den Beagle-Kanal. Morgen geht’s weiter östlich wieder in den Atlantik, dann südlich zur Kap-Hoorn-Umrundung, und schließlich west-nördlich zur chilenischen Küste hoch.

Noch ein paar Bilder hier vom Beagle-Kanal:


In Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, haben wir über den Nachmittag noch eine Bus-Tour gemacht: Zunächst die Route 3 hoch – sie ist das südliche Ende der Panamericana, deren nördliches Ende in Alaska liegt. Dann Richtung Westen in den riesigen (ca. 70000 ha großen) Feuerland-Nationalpark. Dort dominieren eindeutig die Scheinbuchen mit ihren kleinen, harten Blättern. Nadelhölzer gibt es nicht. Auffällig das verbreitete „Indianerbrot„, ein parasitärer Pilz (Cyttaria darwinii), der als Epiphyt auf vielen Bäumen wächst.


Unsere Guide gratulierte uns zu dem guten Wetter. Es gebe dort nur 20 – 25 Sonnentage im Jahr!



Im Park war auch das südlichste, das „Postamt am Ende der Welt„.

Wir schlossen den Ushuaia-Trip mit einem Besuch in einem alten, sehr argentinischen Café ab.

Dann zurück zur Zaandam, die an der Pier wartete.

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10. Dezember

Gegen 6 Uhr in der Frühe haben wir das Kap Hoorn umrundet – so früh, dass wir es nur von hinten zeigen können, denn der Kapitän, dieser Feigling, ist wegen der Windstärke nicht weiter westlich gefahren, sondern zurück, um durch den Beagle-Kanal und den Cockburn-Kanal zum Pazifik zu kommen. So können wir gegen 7:30 Uhr nur noch Windstärke 8 nachweisen.




Aber wir sind jetzt Kap Horniers. Oder ähnliches.

(Kap Hoorn halten wir für richtig, weil nach der niederländischen Stadt Hoorn benannt.)

Am Abend war starker Wind. Im Speisesaal, vor allem hinter dem Buffet, flog so einiges durch die Gegend. Durchsage “ Remain seated“ usw. – Aber wir haben überlebt.

Noch zu Ushuaia: War Strafkolonie. Jetzt keinerlei Steuern. Gas extrem billig. Guide: „Wir haben die Heizung eigentlich immer eingeschaltet…“

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11. Dezember

Unser Schiff hat an die 24 Std. gebraucht, um sich zum Pazifik durchzukämpfen . Jetzt scheint es den Schutz der Fjorde zu nutzen.

Ansonsten scheint es ein ruhiger Tag zu werden, an dem man so dies und das erledigen kann.

Sarmiento-Kanal: Hier wurde es noch aufregend. Ein riesiger Gletscher füttert die See mit großen Eisfeldern.


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12. Dezember

Viel Regen in der Nacht. Aber jetzt wieder wunderschön. Wir haben einen tollen Raum gefunden im 9. Deck, ziemlich genau über dem Bug, gleich unter der Brücke – wir können den Kapitän kontrollieren!


Schön ruhige See – wir sind ja auch im Pazifik!

Bei der Weiterfahrt nach Puerto Montt durch die chilenischen Fjorde sehen wir wunderschöne Panoramen! Hoch aufgetürmte Felsenmassen mit Eis-/Schneekappen. Die Anden eben. Man begreift, dass das „schmale“ Chile keine Nord-Süd-Straße bauen konnte, zumindest bisher. In Ushuaia, das so sehr auf der Grenze liegt, dass verschiedenfarbige chilenische und argentinische Briefkästen aufgestellt sind, erfuhren wir, dass man, um zur 2500 km entfernten Hauptstadt Santiago de Chile zu kommen, in der Stadt nach Argentinien „einreist“, in Argentinien die Riesenstrecke hochfährt und dann über die Anden wieder nach Chile und dessen Hauptstadt kommt. Alternativ kann man natürlich mit Schiff oder Flugzeug reisen.

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13. Dezember

Anlandung, wieder mit Tenderbooten, in Puerto Montt, einer Großstadt mit über 200000 Einwohnern. Mit dem Bus nach Puerto Varas am See Llanquihue, wo vornehmlich deutsche Einwanderer deutliche Spuren hinterlassen haben.

Wunderschöne Rosen in Puerto Varas, der „Rosenstadt“.

In der Nähe ist der „Fuji Chiles“, der Osorno, 2652 m hoch, zuletzt 1869 aktiv.

Ein besseres Bild mit weniger Wolken aus dem Internet:

Der benachbarte Calbuco ist zwar kleiner (gut 2000 m), aber oho: An die 10 Ausbrüche in den letzten 150 Jahren. Zuletzt 2015 kam es zu einem explosiven Ausbruch, bei dem eine Aschewolke über 15 Kilometer hoch stieg und Lava-Ausfluss beobachtet wurde. Der chilenische Innenminister ordnete die Evakuierung eines Gebiets im Umkreis von 20 Kilometern um den Calbuco an. Es wurde im Umkreis von 30 Kilometern um den Vulkan mit Niederschlag von bis zu 1,5 Meter Asche gerechnet, berichtet wird von bis zu 50 cm tatsächlich gefallener Asche. Häuser brachen zusammen. Wir bewunderten meterhohe Wälle aus Vulkanasche. Und natürlich am Fuß des Osorno die beeindruckenden Wasserfälle und Stromschnellen, die Saltos de Petrohué.



 

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14. Dezember


Wie wenig „Gewicht“ doch unsere ca. 5000 km Schifffahrt – bezogen auf den Kontinent – haben!

Ruhige Weiterfahrt Richtung San Antonio, wo wir morgen ausgeschifft werden, um uns noch bis zum 17. in Santiago de Chile und Valparaíso umzusehen. Sehen immer wieder Delphine. Wale nur einmal.

Unser „roomboy“ Yunus, Philippino wie fast alle Bediensteten hier, überrascht fast jeden Tag mit neuen Handtuchfiguren. Beispiele:

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15. Dezember

San Antonio. Gehen an Land.




Noch vom Frühstückstisch…


Noch vom Schiff…

Viel Zeitaufwand, bis alle Transfer-/Zollabwicklungen durchlaufen waren, aber was will man bei fast 1,5 Tausend Menschen erwarten? Unsere Gruppe, ein Bus, mäßig voll, mit einer Führerin, die man leider immer wieder zum Informieren überreden musste…

Wir erfuhren, dass San Antonio von den Kreuzfahrtschiffen „genommen“ wird, weil Valparaisos Hafen häufig bestreikt wird – schlimm natürlich für Cruisers.

Ein Stündchen Fahrt über Viña del Mar nach Valparaíso. In Viña bedeutendes Museum (Fonck) über die Osterinsel, die doch ca. 4000 km entfernt liegt, aber zu Chile gehört.

In Valparaiso ganze Straßenzüge mit gehobener Graffiti-Kunst besichtigt. Mit dieser Bahn kommt man am leichtesten dorthin:


Valparaíso ist berühmt für Graffiti. — Die Kabelverlegungs-Kunst beeindruckt aber auch:

Anschließend 1,5 Std. Fahrt landeinwärts nach Santiago, wo 7 Mio. der insgesamt 17 Mio. Chilenen leben. 33 °C.

Stadteinwärts kamen wir über lange Strecken am Mapocho vorbei. Uns fielen die unglaublichen Müll- und Unratmengen auf, die an den Flussufern angehäuft waren.

Mitten in der Stadt herrschte ein viel besserer Zustand an den Ufern, allein das Wasser – es floss sehr schnell – sah tiefbraun aus.

Viele herrenlose Hunde – laufend oder liegend – auf den Bürgersteigen.

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16. Dezember

Grandioses Santiago!


„Weihnachten“ schon reichlich. Hier im Hotel.
Schrille Weihnachtsmusik auch überall.

Waren, Pilipps Empfehlungen folgend, auf dem Cerro Santa Lucia




… und dem Cerro San Cristóbal.









Santiago tanzt viel und gern. Hier vor dem Hotel:

Haben uns in den unzähligen Shops und Restaurants in der Pio Nono umgesehen. Der chilenische Wein ist gut!  …

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17. Dezember

Rückflug von Santiago de Chile über Sao Paulo, Brasilien, und Frankfurt.

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18. Dezember

Ankunft in Hannover?

Pustekuchen!


Cancelled!

Ersatz gefunden mit Flug nach Münster. Gepäck würde, sagte Herr Dannem von Lufthansa, selbstverständlich umgeleitet. Wurde aber nicht. Vielleicht kommt’s noch…

Nachtrag: Am 19. kam’s!

ENDE

Südstaaten USA

Mit dem Ziel „Rundfahrt durch die Südstaaten“ flogen wir am 23. April 2017 von Washington nach Atlanta. Der gigantische Flughafen dort soll – vom Passagieraufkommen her – der größte der Welt sein. Martin Luther King wird dort beeindruckend gefeiert.

Zunächst also Atlanta:










Atlanta ist Hauptstandort von Coca Cola und CNN, war 1996 Olympia-Stadt.





Am 25. April ging’s los mit der
Busrundreise durch die Südstaaten
– etwa 3300 km weit.

 

Der Chattanooga Choo Choo


Das Johnny-Cash-Museum in Nashville. Musik überall!

Übernachtung im riesigen Gaylord Opryland Hotel Nashville. Über 2800 Betten. Alle folgenden Fotos von innen! Der Fluss dort – wohl im Kreis geführt, mit Wasserfall – enthält Wasser aus unzähligen Flüssen der Welt.





 



Elvis, the Pelvis. Sein Graceland. Seine Flugzeuge.





Die berühmten Enten im Hotel Peabody, Memphis.


 


Herrenhaus einer alten Baumwoll-Plantage.


Wunderschön: „Spanisches Moos“ an Virginia-Eichen.





Auf den Restaurantrechnungen deutliche Hinweise auf nicht zu dürftiges Trinkgeld.

 






Blicke vom über 130 m hohen Capitol in Baton Rouge.




Bootsfahrt in den Bayous. Die Alligatoren sind leicht anzulocken.



NEW ORLEANS
Im Mercedes Benz Superdome fanden ca. 20000 Menschen Zuflucht bei den Überschwemmungen durch den Hurrikan Katrina. Das war 2005.

Im Louis Armstrong Park.




Mahalia Jackson.

 


Die berühmten gusseisernen Balkone.




Voodoo Centers – gar nicht so selten.



Straßenmusik überall.

 



Fahrt auf dem Mississippi.

 

Beeindruckende Brücken, immer wieder.  Hier eine der Mississippi-Brücken.

 





Unterwegs der Alabama Battleship Memorial Park mit vielen Kriegs-Werkzeugen.




Ungewöhnlich weißer Sand am Pensacola-Strand.

 





Savannah.




In Savannah blühte der Sklavenhandel!


 







Straßen in mehreren Etagen.

Per Fahrrad-Rikscha durch Charleston.



Und noch eine alte Baumwollplantage.

Neben dem Herrenhaus die Sklavenhäuser für jeweils ca. ein Dutzend Sklaven.






Columbia, Hauptstadt von South Carolina. Im Capitol eine Info-Verstaltung für Schulkinder, unter ihnen kein weißes…

Wieder in Atlanta. Ein letzter Blick aus dem Hotelfenster.
Sich engagieren für Größeres als sich selbst? Man nimmt Haltung an!



Wieder Hannover am 5. Mai. Die Koffer kamen 3 Tage später.
Aber es war SCHÖN!

Washington

WASHINGTON, wie bei New York erwähnt, war die dreitägige Zwischenstation auf unserer USA-Reise 2017. Später ging es weiter zu den Südstaaten.


Also WASHINGTON.
Das „Muss-Foto“ von der Mall, mit dem Kapitol.

 


Hilfreich: Sie Mexikanerin, er Indianer, jetzt US-Citizens. Gegen Trump.


In einem mexikanischen Restaurant.

An der National Mall befinden sich 9 Smithsonian Museums (von 14 weltweit).
Hier das National Air and Space Museum („National Mall Museum“) mit zahlreichen Exponaten in Originalgröße.





 



Im Nat. Museum of Natural History, eines der Smithsonians.

 






In der beeindruckenden Demo — eine von vielen am 22. April weltweit für die Freiheit der Wissenschaft, gegen Trumps Politik — auf der Constitution Avenue.

 

Ein Wunder, dass wir schließlich doch am Weißen Haus ankamen.



 

Im Riesen-Einkauf-Center in Pentagon City, Stadtteil von Washington:


Am 23. April flogen wir dann nach Atlanta.   >> Südstaaten.