Nepal – Indien

 

Nepal – Indien – Dubai
April 2019

(Mehrfach Dank an Wikipedia!)

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Nepal ist ein Binnenstaat in Südasien. Er grenzt im Norden an die Volksrepublik China und im Osten, Süden und Westen an Indien. Die Hauptstadt Kathmandu ist der Sitz der SAARC (Südasiatische Vereinigung für regionale Kooperation). In dem ehemaligen Königreich wurde 2008 die Republik ausgerufen. Ram Baran Yadav war der erste Präsident der Republik. Ihm folgte Bidhya Devi Bhandari als erste und aktuelle Präsidentin Nepals. Khadga Prasad Oli ist der Regierungschef.

Nepal hat knapp die Hälfte der Fläche und etwa ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands.

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MONTAG, 01. April 2019:  Deutschland – Zwischenstopp in Dubai

… mit Emirates von DUS mit einer Boeing 777-300ER nach Dubai.
Flugzeit 6 1/2 Stunden.


Wir brauchten in Dubai nicht zu frieren. Leider half uns die örtliche Agentur erst nach mehreren Telefonaten, den mehrere Kilometer entfernt liegenden Gate für den Weiterflug zu finden.

 

DIENSTAG, 02. April:  Dubai – Kathmandu

Weiterflug mit einer Boeing 737-800 nach Kathmandu. 

Im Flughafen Kathmandu hatten wir ärgerliche, zeitaufwändige Schwierigkeiten, teils durch nicht funktionierende Computer bei der Erstellung der Einreisepapiere, des Visums. Aber schließlich ging es doch zu dem schönen Hotel Manaslu. Und hier und überall wurden wir mit „Namaste!“ begrüßt.


Am und im Hotel sahen wir Beispiele hochwertigen nepalesischen Holz-Handwerks!

 

MITTWOCH, 03. April:  Kathmandu

Kathmandu (ca. 1 Million Einwohner) wurde durch das Erdbeben von 2015 (9.000 Tote!) schwer getroffen, auch viele Tempel wurden zerstört oder beschädigt. Holzbalken stützen einsturzgefährdetes Gemäuer, Restaurierungsarbeiten laufen überall und werden noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Sowohl China als auch Indien sind interessiert, Einfluss auf Nepal zu gewinnen. Das zeigt sich auch an Hilfsangeboten. Im nächsten Bild geht es beispielsweise um chinesische Maßnahmen zur Restaurierung des Basantur-Tempels am Durbar-Square, der UNESCO Weltkulturerbe ist. Hier standen bis zum Erdbeben über 50 Pagoden, Paläste und Tempel, von denen viele zerstört wurden.  


Frauen beseitigen den Schutt, ein alltägliches Bild.


Im Vordergrund steht ein Tourist mit einem Hut, auf dem einer der Tagetes-Blüten-Kränze liegt, mit denen wir alle traditionell begrüßt wurden.


In dem armen Land, in dem das Kastensystem zahllose Menschen aussondert und zu bitterarmen Bettlern macht, macht hier ein Rotary-Club auf sich aufmerksam. Ob er auch hilft? 



Tauben gehören überall dazu und werden gefüttert.

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Nepal ist ethnisch und kulturell ein Minoritätenmosaik.
2001 wurden über 100 verschiedene ethnische Gruppen und Kasten sowie 124 verschiedene Sprachen und Dialekte gezählt.

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Zahllose Händler bieten ihre Waren an.

Hanuman ist eine hinduistische Gottheit in Affengestalt. Nach ihm ist ein ganzer Palastbereich benannt. Seine Figur ist gegenwärtig von einem Restaurations-Gerüst umgeben, auch sie ist mit Tagetes-Kränzen behängt.

Hier ist die hinduistische Gottheit Shiva dargestellt:

Überall sieht man bettelnde Menschen. Es gibt kein Sozialsystem in Nepal. Wer sich zwei Mahlzeiten am Tage leisten kann, gilt als wohlhabend.
Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt bei 290 Euro pro Kopf! Nepal gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.


Der Gott Vishnu schlitzt hier einem Dämonen den Bauch auf.


Unser Guide.

In der Nähe des Durbar-Square ist die Freak Street, benannt nach den Hippies, die in den 60er Jahren hierher strömten und Nepal und Kathmandu in der westlichen Welt bekannt machten. 

Der Palast der „Jungfrau-Göttin“  Kumari:

Ganz oben links ist das Fenster, aus dem Kumari manchmal auf das Leben in der übrigen Welt hinabschauen darf.

Aus Spiegel Online 2017: Das kleine Mädchen trägt ein rotes Kleid und ist mit Blumengirlanden bedeckt, als es in den Tempelpalast in Kathmandu getragen wird. Bis zum Beginn ihrer Pubertät wird Trishna Shakya ihn nur zu wenigen Gelegenheiten verlassen. Die Dreijährige ist die neue Jungfrau-Göttin der nepalesischen Hauptstadt. Das Kind wurde zur neuen „Kumari“ ernannt – einer lebenden Gottheit nach Jahrhunderte alter Tradition. Nur zu 13 Festen im Jahr darf das Mädchen hinaus – sie wird dann bei Paraden durch die Stadt geführt.

Spiegel Online hat ein Foto von ihr:

Armes Mädchen!

Erdbebentrümmer, Rikschas, Motorräder und Kühe im Straßenbild:

Ein Besuch des buddhistischen, mit endlosen Fähnchenbändern geschmückten Bodnath-Tempelkomplexes durfte nicht fehlen.
Er ist in Nepal eher eine Ausnahme, weil 80 Prozent der Bevölkerung zum hinduistischen Glauben gehören.

Vor dem Bodnath-Tempelkomplex entstand ein Foto, das uns der Mitreisende B. E. S. überließ:

Bei dem 2000 Jahre alten Swayambhunath-Tempel haben wir uns auf die Erkundung der unteren Etage beschränkt:
Der Swayambhunath ist dem Bodnath-Tempel ähnlich, nur sind die Scheiben über Buddhas Augen rund statt eckig.
Unsere Mitreisenden St. und S. haben die vielen Treppenstufen nach oben geschafft und uns
ein Foto überlassen:


Affen überall. Sie werden täglich gefüttert.

 



Wie merkt man sich die Nummernschilder, wenn man Sanskrit nicht beherrscht?

In der Nähe von Kathmandu, am Fluss Bagmati, liegt der Tempel Pashupatinath, den wir zwar nicht gesehen haben, von dem aber unser Guide erzählte. Hier finden laufend Leichenverbrennungen statt, die überwiegend praktizierte Form der Bestattung. Die Asche wird dann in den Fluss gegeben, in dem trotz vielseitiger Verschmutzung auch rituelle Waschungen durchgeführt werden.


              Von Aiwok – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12077978
Die früher nicht seltenen Witwenverbrennungen, bei denen sich die lebende Witwe zusammen mit ihrem verstorbenen Mann mehr oder weniger freiwillig verbrennen ließ, sind heute verboten.
In den ärmeren, ländlichen Regionen werden die Leichname häufig mit ritueller Begleitung auf einen Berg gebracht, um sie Geiern zur Beseitigung zu überlassen.

 

DONNERSTAG, 04. April:  Mount Everest Rundflug – Pokhara

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Im Norden und im Osten Nepals liegt ein Großteil des Himalaya-Gebirges, unter anderem der Mount Everest (8848 Meter, höchster Punkt der Erde). Sieben der weiteren zehn höchsten Berge der Erde befinden sich ebenfalls in Nepal. Damit ist Nepal nach Tibet das durchschnittlich höchstgelegene Land der Welt; über 40 % der Landesfläche liegen über 3000 Meter.

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Ein Höhepunkt: Flug mit Buddha Air (Turboprop, ATR 72) zum Mount Everest (8848 m) und seinen Nachbarn: 






Es war ein unvergesslicher Flug mit atemberaubenden Bildern! 

Der Mount Everest wurde bisher etwa 5.000-mal bestiegen, es gab 400 tödlich Verunglückte.

Ein Kuriosum: Eine Fluglinie mit dem Namen Yeti Air.

Übrigens stehen alle nepalesischen Flugggesellschaften auf der Schwarzen Liste für den europäischen Luftraum…

Eine der nepalesischen Mitreisenden trug ein Kleid mit dem bei uns zu Recht verdammten Zeichen, das hier als Glückssymbol gilt.

Am selben Tag fuhren wir nach Pokhara. Der Bus brauchte für die nur ca. 200 km lange Strecke etwa 9 Stunden! Es ist die einzige Ost-West-Verbindung, eine zumeist unglaublich schlechte Straße.

Pokhara hat ca. 200.000 Einwohner.

 

FREITAG, 05. April:  Pokhara

Wir fuhren zunächst über höchstens straßenähnliche Folterstrecken hoch nach Noudanda, einer Trekking-Station, von der aus man einen tollen Blick auf das Annapurna-Massiv haben soll. Wir hatten ihn nicht wegen miserablen Wetters.

Auf der Rückfahrt nach Pokhara fanden wir uns plötzlich mitten in einem turbulenten traditionellen Kartoffelfest wieder. Man dankt dort alljährlich den Göttern für eine gute Ernte.



Abends hatten wir eine Tretboot-Fahrt auf einem romantischen Gletschersee …

… und ein landestypisches Essen (sizzling) im Restaurant Moondance.

Dabei konnten wir zufällig auch beobachten, wie das übliche Telefonkabel-Gewirr noch weiterentwickelt werden kann.

 

SAMSTAG, 06. April:  Pokhara – Kathmandu

Busfahrt zurück nach Kathmandu. Die Fahrt wurde durch einen Super-Stau noch übler und dauerte ca. 11 Stunden.

Schade: Wie hier außer der Stau-Schlange angedeutet, sah man an vielen Plätzen, dass man Müll und Plastik recht bedenkenlos entsorgt.

Die Straße führt über den Fluss Trishuli, der als heiße Adresse für Rafting-Freunde bekannt ist, …

… und zum Teil am Hanumante Khola entlang:

Unterwegs auch viel Landwirtschaft, der wichtigste Wirtschaftsfaktor Nepals, neben dem Tourismus.

Reisfelder:

Frauen beim Reis-Pflanzen:

Romantik mit „Kleinvieh“:

Bananen:

Während der Fahrt erzählte unser einigermaßen gutes Deutsch sprechender Guide, dass er, obgleich Brahmane, in tiefster nepalesischer Provinz geboren wurde. Bis zum 14. Lebensjahr hatte er täglich anderthalb Stunden Fußweg bis zur Schule, barfuß! Dann bekam er seine ersten Schuhe, die ihm aber Blasen verursachten, so dass er sie stolz an den Händen trug. Später studierte er, wie viele seiner Landsleute, in Australien.

Noch auf der Rückfahrt, etwa 1 Stunde vor Kathmandu, haben wir Bhaktapur, vor Jahrhunderten Hauptstadt (des Malla-Reiches) und heute „Kulturhauptstadt“ Nepals, besucht. Die Stadt hat etwa 80.000 Einwohner. Sie setzt, wie das ganze Land, auf Tourismus.
Bhaktapur bietet eine überwältigende Fülle von historischen Gebäuden, von denen einige durch die Erdbeben von 1934 und 2015 beschädigt wurden. Deutschland hat sich auch an der Restauration eines Palastes beteiligt. Auf einer Tafel ist Helmut Kohl mit einer Einweihungsfeier von 1992 erwähnt.

Nachfolgend einige Fotos aus Bhaktapur:






Der Zugang zum Königspalast.

König Birendra Bir Bikram Shah Dev wurde im Juni 2001 bei einem von seinem Sohn verübten Massaker ermordet. Birendras Bruder wurde König.
Mord im Königshaus hatte (auch) in Nepal Tradition.
2006 wurde der König gezwungen, das Parlament wieder einzusetzen.

Im Gedränge vor dem Palast zeigte uns ein Ehepaar stolz seine kleine Tochter, deren Augen schwarz umrändert waren. Das soll gegen den Blick böser Geister helfen, aber auch medizinische Gründe haben.

 

SONNTAG, 07. April:  Kathmandu – Delhi – Jaipur

Flug nach Delhi, Busfahrt nach Jaipur, der rosafarbenen Stadt der Maharadschas.

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Indien ist ein Staat in Südasien, der den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Indien ist eine Bundesrepublik, die von 29 Bundesstaaten gebildet wird und außerdem sieben bundesunmittelbare Gebiete umfasst. Die moderne demokratische und säkulare indische Republik besteht seit 1949 und seit 1950 gilt die Verfassung Indiens.
Indien hat etwa die zehnfache Fläche und sechzehnfache Bevölkerung Deutschlands.

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Pakistan ist der feindliche Nachbar Indiens. Im Visum-Antrag mussten wir diesbezügliche Fragen bis zu den Großeltern hin beantworten:

Bei dem Flug nach Delhi kamen wir wieder an den Annapurna-Gipfeln (bis zu 8.091 m Höhe) vorbei.

Am selben Tage ging’s per Bus von Delhi, das die indische Hauptstadt Neu-Delhi mit einschließt, nach Jaipur, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan.
Delhi hat um die 20 Millionen Einwohner, Jaipur ca. 3 Millionen.
Die Fahrt dauerte etwa 5 Stunden. Unterwegs hatten wir auch wieder schöne Begegnungen mit Tieren:

In Indien sind Kühe heilig, werden geschützt und haben alle Freiheiten. Meist haben sie Besitzer, zu denen sie zurückkehren, auch um gemolken zu werden. Es soll aber zahllose illegale Schlachthöfe geben. Wasserbüffel sind reine Nutz- und Schlachttiere.

Auch Affen trifft man hier häufig an.

Unser Hotel in Jaipur, das Park Regis, gehörte mit zu den besten auf unserer Reise. Immerhin mussten wir achtmal das Hotel wechseln und zwei Nächte im Flugzeug verbringen…


MONTAG, 08. April:  Jaipur:  Fort Amber, City Palace, Observatorium …

Jaipur wird auch „Pink City“ genannt. Den Anstrich erhielt die Stadt 1876 in Vorbereitung auf den Besuch von Kronprinz Albert Eduard, Prince of Wales, später König Edward VII.

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Die indische Gesellschaft wird trotz verfassungsmäßiger Religionsfreiheit vom religiösen hierarchischen Kastensystem bestimmt. Die mit Abstand größte Religionsgruppe sind die Hindus, gefolgt von Muslimen, Christen und den historisch aus Indien stammenden Sikhs, Buddhisten und Jaina.

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„Gefühlt 47 Grad“ war sicher richtig in Jaipur, wo wir als Erstes das Fort Amber besuchten. Das war sieben Jahrhunderte lang der Fürstenpalast der Kachwaha-Dynastie.

Das Fort liegt hoch auf einem Berg, wir erreichten es mit Jeeps. 


Besonders üppig: Der Spiegelsaal im Diwan-i-Khas („private Empfangshalle“), einem Teil des Palastes.

Uns begeisterten die unzähligen Mosaike aus Spiegelscherben, die die endlosen Wände und Decken schmückten.

Im Hintergrund, oben am Horizont, das Jaigarh Fort aus dem 17. Jahrhundert, das dem Schutz des Fort Amber dienen sollte:

Besucher aus aller Herren Länder trafen wir an:

 Für Sauberkeit sind Frauen zuständig…

Unser nächstes Ziel in Jaipur: Der Stadtpalast, City Palace. Er wurde vom Maharadscha Jai Singh II (1699-1744) erbaut, wird zum Teil noch von Nachkommen der Maharadschas bewohnt, dient ansonsten aber mit seinen Prachtbauten als Museum, das u. a. Kleidung früherer  Maharadschas (einer davon muss eine absolut unglaubliche Körperfülle gehabt haben) und Waffen zeigt.


Der Zugang zur Privaten Audienzhalle Diwan-i-Khas. Im Hintergrund hoch aufragend der nicht-öffentliche Wohnpalast der Maharadscha-Nachkommen, der Chandra Mahal. Die Fahnen zeigen, ob die Herrschaften anwesend sind…

Dieser stattliche Sikh…

… und zwei Marmor-Elefanten, jeweils aus einem Block gehauen, bewachen den Eingang der Halle.
Originell sind zwei riesige Silbergefäße von jeweils 340 kg Gewicht, in denen Maharadscha Madho Sing II bei einem England-Besuch 1901 Ganges-Wasser transportieren ließ, auf das er als gläubiger Hindu nicht verzichten wollte. Die Töpfe sind als größte handgeschmiedete Silbergefäße der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde gekommen…

Gegenüber vom City Palace steht das Observatorium Jantar Mantar, das von Jai Singh II ab 1727 erbaut wurde. Das UNESCO Welterbe ist eine Sammlung von monströsen, aber technisch erstaunlich perfekten astronomischen Instrumenten, darunter die größte Sonnenuhr der Welt, 27 m hoch und angeblich auf zwei Sekunden ablesbar.


Eine Teilansicht des Observatoriums:

In Jaipur wurde uns auch ein Betrieb vorgeführt, in dem edel bedruckte Stoffe (Handdruck) und Teppiche hergestellt und verkauft wurden:

Der Verkehr in Jaipur war beeindruckend. Auf rätselhafte Weise kam auch unser Rikscha-Fahrer damit zurecht und verwies uns sogar unterwegs auf den berühmten 1799 erbauten Palast der Winde, in dem die Haremsdamen des Maharadschas durch filigrane Fensterverkleidungen hindurch einen Teil der Außenwelt sehen durften.





Wir sahen den wunderschönen Palast der Winde am nächsten Tag, Dienstag, noch einmal mit weniger Stress:

Nebenbei: Der Mitfahr-Vermittler Uber hat auch hier offenbar Fuß gefasst, auch bei Besitzern kleinster Autos: 

 

DIENSTAG, 09. April:  Jaipur – Nationalpark Ranthambhore

Wir sahen noch ein wenig von Jaipur, bevor wir, natürlich mit dem Bus, zum ca. 200 km entfernten Nationalpark fuhren.
Andere Verkehrsmittel: Elefanten,

Kamele,

dreirädrige Motor-Rikschas, 

Menschentransporter aller Art.



Bei den massenhaft gesehenen Motorrädern fiel uns auf, dass die mitfahrenden Frauen im Allgemeinen im Damensitz dabei waren.

Und noch von Unterwegs: Kuhfladen wurden am Straßenrand vielfach angeboten. Sie dienen als Brennstoff und als Dünger.

Unser Hotel „The Baagh“ versuchte, uns durch einen naturnahen Stil schon auf den Nationalpark vorzubereiten.


Hier ein Teil des Badezimmers.

Die Fahrt zum Tigerreservat hoch war rückenmordend.

Der fast 300 km2 große Nationalpark Ranthambhore (benannt nach der darin gelegenen Festung aus dem 10. Jahrhundert)  ist vor allem wegen des Tiger-Reservats ein stark beworbenes Ziel.

Sehr heiß war’s.  Deshalb verzichteten wir auf den zweiten Ausflug dahin am nächsten Tag in aller Herrgottsfrühe um 6 Uhr.  Und die Tiger
ließen sich ohnehin nicht sehen. Trotz der Ankündigungen an der Hotel-Rezeption:


Aber schöne andere Tiere trafen wir oben reichlich:


Die Wanderbaumelster ließ sich auf unserem Wagen nieder, und Affen waren natürlich auch zahlreich da.

Interessant auch die mächtigen Bäume und die Überreste der alten Festung Ranthambhor:

 

MITTWOCH, 10. April:  Nationalpark Ranthambhore – Agra, Rotes Fort

Von Ranthambhore bis Agra hatten wir etwa 250 km zu fahren. Agra liegt am Fluß Yamuna, war zur Zeit der Moguln sehr bedeutend, hat heute knapp 2 Millionen Einwohner.
Unser Hotel, Clarks Shiraz, war wieder sehr gut. Hier das freundliche Namaste! zum Empfang:

Wir sahen zunächst das Rote Fort. Es wurde von Moguln im 16. und 17. Jahrhundert vor allem als Festung erbaut. Die umgebende Mauer ist bis zu 21 m hoch und 2,4 km lang! Aber es sind auch prächtige Paläste, teil hinduistisch, teils muslimisch, und sehr schöne Gärten auf dem riesigen Gelände. Es ist, wie auch das Taj Mahal, UNESCO Weltkulturerbe.


Häufig stießen wir auf Streifenhörnchen, die sich gern füttern ließen:

Wir zeigen bei dieser Gelegenheit ein „Familienbild“ des hinduistischen Gottes Shiva, das unser Guide umlaufen ließ:

Ganesha, Sohn Shivas, sieht nicht ganz menschlich aus, ist aber angeblich sehr populär:

Unterwegs sahen wir immer wieder Ziegeleien. In die Ton-Rohmasse wird zur Auflockerung geschreddertes Stroh + Spelzen eingearbeitet. Diese Zutat wird beim Dreschen des Getreides in großen Mengen erzeugt.
 
Man sieht zahlreiche dafür hergerichtete Transporter und Berge des Materials an den recht primitiven Ziegelöfen, von denen es Hunderttausende geben soll:

 

DONNERSTAG, 11. April: Agra, Taj Mahal – Delhi, Moschee, Sikh-Tempel

Die Top-Sehenswürdigkeit Taj Mahal ist ein Mausoleum, das der Mogulherrscher Shah Jahan von 1631 bis 1648 im Gedenken an seine verstorbene Lieblingsfrau errichten ließ. 20.000 Arbeiter sollen 17 Jahre daran gearbeitet haben. Das Ergebnis ist wie es sein sollte: einmalig in seiner Symmetrie und Schönheit.
Schon das Eingangsgebäude, hier vom Innenhof aus fotografiert, ist großartig:

Der Werkstoff des eigentlichen Mausoleums ist weißer Marmor, vielfach mit farbigen Perlmutt- und Halbedelstein-Intarsien (Pietra-Dura-Technik) aufwändig geschmückt.



Das Mausoleum wird links von einer Moschee flankiert, die auch heute noch genutzt wird. Ihr ist rechts rein aus Symmetriegründen ein „Double“ zugeordnet.
Hier die Moschee:

Besucher:

Barfuß oder mit Pantoffeln!

Sein Papa hat das Foto genehmigt!


Beim Betrachten des prächtigen Taj Mahal kommt man ins Grübeln. Ein solcher Aufwand nur zur Erfüllung eines Versprechens? Wie ging es den Ausführenden? Dem Baumeister soll Shah Jahan die Augen ausgestochen haben, damit er nicht noch einmal ähnlich Prächtiges realisieren konnte.
Die
unfassbare Prasserei der Moguln lässt – trotz der Schönheit ihrer Paläste – an die unprivilegierten Menschen denken, die höchstens als Werkzeuge Zugang zu dieser Welt bekamen.

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Wikipedia zu den „Parias“ („Unberührbaren“, „Dalits“): Die Zahl der hinduistischen Dalits wird auf über 160 Millionen geschätzt, zusammen mit den muslimischen, buddhistischen und christlichen „Unberührbaren“ sind sie ca. 240 Millionen und damit fast ein Fünftel der indischen Bevölkerung. Bis heute erleben sie von Kasten-Indern häufig massive Diskriminierung, teilweise auch Verfolgung und Gewalt. Sie stehen zum Teil außerhalb des Kastensystems oder auf dessen untersten Stufen und werden deshalb als „unrein“ oder „unberührbar“ angesehen. Besonders in ländlichen Gegenden ist diese Diskriminierung, die im Westen oft als eine Form des Rassismus oder der Sklaverei angesehen wird, bis heute Realität. Dies kann so weit gehen, dass man selbst die Berührung mit ihrem Schatten meidet.

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Uns wurde in einem Betrieb vorgeführt, wie unendlich mühsam die Marmor-Intarsien, die den Taj Mahal geradezu massenhaft schmücken, hergestellt wurden und noch heute werden. Feinste Teile werden aus Lapislazuli oder anderen Schmucksteinen herausgeschliffen und dann in genau passend eingekratzte Vertiefungen des Marmors mit einer geheimnisumwitterten Mastix-Masse eingeklebt.  Schlussendlich wird alles feingeschliffen.

Die Ergebnisse sind unerhört schön. Die von uns besuchte Firma (Akbar international) vermarktet die Produkte höchst professionell, was die Bezahlung der kunsthandwerklichen Arbeiter kaum steigern dürfte.

Der Untersatz, den wir kauften, soll 21 Tage Arbeit gebraucht haben. Er kostete nur ca. 30 Euro. Dann hat der Arbeiter sicher weniger als 1 Euro pro Tag verdient. Ist ein Hungerlohn besser als gar nichts? Ja. – Wir litten unter den vielen bettelnden Händen, die sich uns entgegenstreckten. In Nepal waren sie meist leer, in Indien boten sie häufig billigen Schmuck oder ähnliches an. Wahrscheinlich waren es die Hände von Unberührbaren.

Die Situation der Unberührbaren scheint sich, wie von der indischen Verfassung vorgegeben, in einzelnen Bundesstaaten zu bessern. Immerhin wurde einer von Ihnen, Narayanan, der vorher von Nehru gefördert worden war, sogar Staatspräsident (1997 – 2002).
Ansonsten aber ist das 3.500 Jahre alte Kastenwesen in der Gesellschaft offenbar keineswegs überwunden. Selbst unser Guide lebte und dachte eindeutig in diesen Kategorien.


Nach dem Besuch des Taj Mahal fuhren wir nach dem noch ca. 200 km entfernten Delhi.
Dort besuchten wir zunächst die
Jama Masjid, die größte Moschee Indiens. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut. 
25.000 Gläubige können hier im Innenhof beten!

Barfuß natürlich, und züchtig verhüllt, auch die Männerbeine!


Zum Ende des Tages waren wir noch im riesigen Sikh-Tempel Gurudwara Bangla Sahib.
Hier der eher bescheidene Eingang:

Im Inneren des Tempelbereichs wird von frühnachts bis spätabends aus den heiligen Schriften der Sikhs rezitiert. Alles wird von lauter Musik untermalt.

Im heiligen Tempelbereich darf nicht fotografiert werden:

Turban, barfuß, ein Wasserbecken durchschreiten.

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Aus einem Artikel des Deutschlandfunks:  Weltweit folgen etwa 25 Millionen Menschen dem Sikhismus. Mehr als 80 Prozent von ihnen leben in Indien.
Sikhs verehren einen Schöpfergott, der keine Gestalt besitzt und geschlechtslos ist. Die Anhänger des Sikhismus glauben an eine Wiedergeburt und an das Prinzip von Ursache und Wirkung. Damit hat für Sikhs jede Tat, jeder Gedanke, jede Absicht etwas zur Folge, das sich in dieser oder in einer der nächsten Existenzen auswirken wird. Der Sikhismus betont die Gleichstellung von Mann und Frau und die Toleranz gegenüber anderen Religionen. Und, immer wieder: die Notwendigkeit des unermüdlichen Strebens nach spiritueller Entwicklung, um den Kern des Göttlichen in sich selbst und anderen zu erfahren.

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Starken Eindruck macht das soziale Engagement der Sikhs. Es gibt im Tempelbereich kostenlose medizinische Versorgung und kostenloses Essen. An die 100.000 Fladenbrote und einiges andere werden täglich produziert und ausgegeben an ca. 25.000 Bittsteller, die nicht einmal Sikhs sein müssen. Sonntags gelten die doppelten Zahlen.

Draußen lagern viele Menschen nach dem Essen.


Leider können Sikhs auch fanatisch-gewalttätig sein. Es mussten Tausende Menschen sterben, als sich in diesem Tempel Sikhs verschanzt hatten, um einen eigenen Staat zu fordern. Die Armee stürmte 1984 den Tempel schließlich, und Indira Gandhi, die das befohlen hatte, wurde von ihren Sikh-Leibwächtern umgebracht!


Besonders im Delhi-Stadtteil Noida fielen uns gewaltige Bauvorhaben auf, die wohl helfen sollen, den Bedarf an Wohnungen zu decken.
Noch einmal: Im Bereich Delhis leben an die 20 Millionen Menschen!

Wir verließen Indien mit vielen widersprüchlichen Eindrücken.

 

FREITAG, 12. April:  Delhi – Dubai, die Stadt, Creek-Fahrt, Dubai-Mall, Burj Khalifa, Wüsten-Ralley

Mit einer Boeing 777-300 ging es nach Dubai.
Flugzeit 4 1/2 Stunden.

Der Flughafen beeindruckt durch riesige Hallen. Er wird mit dem Ziel „größter Flughafen der Welt“ ausgebaut.

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Dubai ist die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am Persischen Golf und die Hauptstadt des Emirats Dubai.
Das Staatswesen der Vereinigten Arabischen Emirate wird vom deutschen Auswärtigen Amt als „patriarchalisches Präsidialsystem mit traditionellen Konsultationsmechanismen“ definiert. Die Macht liegt immer bei einem der sieben Emire, die das höchste Amt in diesen Emiraten bekleiden. Die einzelnen Emirate genießen dennoch eine gewisse Autonomie. Die Thronfolge ist erblich. Politikwissenschaftlich handelt es sich daher um eine föderale konstitutionelle Erbmonarchie.
Dubai-Stadt wird geteilt durch den Dubai Creek, eine 100 bis 1300 Meter breite und ca. 14 Kilometer lange Bucht des Persischen Golfs.
Dubai ist die Stadt mit der weltweit höchsten Anzahl von Wolkenkratzern mit über 300 Meter Höhe sowie des höchsten Gebäudes der Welt: Burj Khalifa, 829 Meter.

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Dubai mit dem Burj Khalifa (aus Wikipedia).

Wir erlebten Dubai bei einer Stadtrundfahrt als architektonisch unerhört beeindruckende Weltstadt. Es herrschte durchgängig absolute Sauberkeit, die durch hohe Strafandrohungen zuverlässig durchgesetzt wird. Die Straßen sind bis zu 12-spurig. Die S- bzw. U-Bahn wirkt perfekt.



 
Auf den Burj Khalifa kamen wir erst am nächsten Tag…

Nachfolgend einer der S-Bahnhöfe.

Auf dem Creek waren wir mit einem Creek-Wassertaxi unterwegs. Man sieht viele Dhows (Daus, Dhaus) in Holzbauweise.

Im Dubai Museum, das im ältesten Gebäude Dubais, dem Al Fahidi Fort von 1787, untergebracht ist, wird vor allem die ältere Geschichte beeindruckend beschrieben. Es sind Siedlungen schon um 3.000 v. Chr. vorhanden gewesen.


Die Stadt Dubai mit modernem Zuschnitt wurde aber erst seit den 1970er Jahren aus dem Wüstenboden gestampft. 

 

SAMSTAG, 13. April:  Dubai

Wir konnten einen ganzen Tag lang auf eigene Faust Dubai erobern und besuchten vor allem die Dubai-Mall mit über 1.300 schicken Geschäften, einem Riesen-Aquarium, einer Olympia-Norm-Eisfläche und vielem mehr.


Auch in den Soukhs haben wir uns umgesehen.

Natürlich waren wir auch auf der Plattform des Burj Khalifa in 509 m Höhe, im 125. Stockwerk. Die Fahrstühle können bis zur 189. Etage im 829 m hohen Gebäude fahren, das derzeit noch das höchste der Welt ist. Um sich diesen Superlativ zu erhalten, baut man inzwischen an einem noch höheren, über 1000 m hoch!

Fantastische Aussichten:

War das alles? Nein, wir waren am späten Nachmittag noch mit einer Art Wüsten-Ralley und anschließendem arabischen Folklore-Event unterwegs.

Und ganz am Abend gab es ein gutes Essen auf einer festlich geschmückten Dhau mit Fahrt auf dem Creek durch das üppig farbig ausgeleuchtete Dubai.

Wir verließen Dubai mit dem Gefühl, hier eine Stadt erlebt zu haben, die in atemberaubendem Tempo immer gigantischeren Zielen zustrebt. 

 

SONNTAG, 14. April:  Dubai – Deutschland

Wir flogen mit einer Boeing 777-300 nach DUS zurück.

Es war eine unserer erlebnisreichsten Reisen!

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Island

ISLAND

Island ist eine seit 1944 unabhängige Demokratische Republik, hat 25 Prozent der Fläche der BRD, aber mit 350000 nur so viel  Bevölkerung wie Bielefeld. Das europäische Land lehnt eine EU-Mitgliedschaft ab. Es berührt den Nördlichen Polarkreis und hat deshalb lange harte Winter – etwas abgemildert durch den Golfstrom. Große Teile Islands sind Lavafelder oder Gletscher, trotzdem hat es eine erstaunlich gute Infrastruktur geschaffen. Der Bildungsstand der Bevölkerung ist hoch. Die Wirtschaft basiert vor allem auf Fischfang und -verarbeitung, auf Touristik und auf Industrie, die den billigen Strom nutzt. Nur Energie kostet wenig, ansonsten sind fast alle Preise sehr hoch.

Vom Satelliten aus stellt sich Island so dar:

Unsere Route. Busreise. Gesamtstrecke ca. 3200 km.

Flughafen Keflavik:SSJ100 Keflavik runways (5160518757).jpg
Erste Bekanntschaft mit riesigen Lavafeldern auf der Fahrt zum Hotel in Reykjavik.

Thingvellir. Hier tagte das isländische Parlament vom 10. bis zum 18. Jahrhundert!

Man sieht vor Ort nur noch eine von Natur aus terassierte Basaltfläche und die gewaltige Basaltwand, die für die Versammlungen eine gute Akustik sicherte und vor der der Stuhl des gewählten Stammeshäuptlings stand.

Gleich daneben sieht man den Riss in der Almannagjá-Schlucht , der durch das Auseinanderdriften der eurasischen und der nordamerikanischen Platte verursacht wird und diagonal durch Island läuft:

Der Riss in Südrichtung:

In Nordrichtung:

In der Nähe kommt man zu den Wasserfällen Hraunfossar und Barnafoss, von Gletschern gespeist.

Auf der Strecke sahen wir auch eines der Geothermie-Kraftwerke Islands. Es hat eine Leistung von 62 MW Strom und liefert  74 km weit Heißwasser.

Saxhóll: 

Endlose Brocken-Lavafelder, die der Vulkan unter dem Snæfellsjökull gebildet hat:
Der Gatklettur ist ein bemooster Lavasteinbogen:

In der Nähe entdeckten wir Schnee-Enzian.

Stykkishólmur, die Anlegestelle für Fähren auf die Westfjorde.
Hier ist die Stätte, wo wahrscheinlich der Norweger Flóki Vilgerðarson im 9. Jahrhundert gelandet ist und die Besiedlung Islands eröffnet hat.

Am Leuchturmfelsen in Stykkishólmur sieht man verwitterte Basaltsäulen. Säulenbasalt entsteht bei verzögerter Abkühlung von Lava und ist an anderen Stellen noch viel regelmäßiger zu finden. 

Nach drei Stunden Überfahrt nach Brjánslækur erreichten wir später Látrabjarg, den westlichsten Punkt Europas (bis Grönland sind es nur noch ca. 360 km). Hier sind die Klippen 450 m hoch.

Zu den Millionen brütender Vögel gehören auch die Papageitaucher. Nach der Brutzeit –  Ende Juli –  ziehen sie aufs offene Meer hinaus. Wir bekamen aber noch einen nah vor die Linse. 

Eine Postkarte zeigt ein Bild eines Papageitauchers mit der Lieblingsspeise, Sandaale. Um sie im Untergrund zu fangen, tauchen die Vögel bis zu 30 m tief.


Wir verbrachten den ganzen Tag in den Westfjorden, die im langen isländischen Winter unter 5 bis 6 m hohen Schneeschichten begraben liegen und vom Festland abgeschnitten sind.

Die Stufen des Wasserfalls Dynjandi sind insgesamt 100 m hoch.

Auf rauen Bergstraßen fahrend sahen wir einige Fjorde, alle berauschend schön.

Im naturheißen Wasser baden konnte man unterwegs auch. In diesem kleinen Lehmpool hatte das Wasser über 40 °C.

Durch Islands längsten Tunnel (7 km) ging es nach Isafjördur, den größten Ort auf den Westfjorden. Hier wird gezeigt, wie Kabeljau traditionell zu Trockenfisch verarbeitet wird: Mit viel Salz pökeln, zuletzt auf den Klippen trocknen („Klippfisch“).


In den Westfjorden entdeckten wir immer wieder Seehunde, Wollgras an allen feuchten Plätzen. 


Der Wasserfall im Canyon Kolugljúfur:

Auch hier sieht man einen Wasserfall, der sich tief ins Gestein gesägt hat.

Hier sieht man besonders deutlich den geologischen Aufbau der Insel: Viele Lava-Basalt-Schichten, die durch vulkanische Ascheschichten voneinander getrennt sind. Island soll vor 16 Millionen Jahren durch einen riesigen Vulkanausbruch entstanden sein. Durch viele weitere Ausbrüche wurden die Schichten erzeugt:

Wasservögel waren, besonders in den Fjorden, überall zu sehen.

Die interessantesten von ihnen, die Eiderenten, boten uns keine gute Gelegenheit zum Fotografieren. Deshalb zeigen wir sie mit einem Bild aus Wikipedia:

Sie bieten den Bauern – heute weniger als früher – einen Nebenerwerb durch das Einsammeln und Reinigen der Daunen, die von den Weibchen während der Brutzeit abgesondert werden und zum Auspolstern des Nestes dienen. Ca. 700 Nester erbringen 1 kg, das einen Marktwert von etwa 5000 Euro hat! 


Der Museumshof Glaumbær zeigt Gebäude, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert in der alten Torfrasenbauweise errichtet wurden. Nur die Fassaden sind modern.



Neben dem Museum gibt es einen Friedhof. Hier ein Grabmal mit typischer Beschriftung:

Die Bischofskirche in Hólar, einem winzigen Ort, ist die älteste Steinkirche Islands. Hólar gilt als Wiege des isländischen Buchdrucks, war bis 1801 (evangelischer) Bischofssitz, es residierten 36 Bischöfe hier.

Eine orginal isländisch übersetzte Bibel, die Gudbrandsbibel, gedruckt 1584, liegt hier offen aus!

Dem Schriftsteller Jón Sveinsson (bekannt für „Nonni“) ist hier ein Denkmal errichtet worden.

Der Godafoss. Dorthinein sollen im Zuge der Christianisierung heidnische Kostbarkeiten entsorgt worden sein.

Weiter ging die Fahrt zum Mývatn (Mücken-See) und Umgebung:

Nach Egilsstadir fuhren wir über Husavik. In der Umgebung von Husavik sind riesige Lavafelder, die noch vom Ausbruch des Ludentsborgir (nahe Mývatn) vor 2000 Jahren stammen. Die Lava floss damals 60 km weit bis zur Küste.

Unterwegs Aluminium– und Silizium-Fabriken, die natürlich mit Geothermie-Strom arbeiten…

In dem unfassbar gewaltigen Canyon bei Ásbyrgi säumen kilometerlange, bis zu 100 m hohe Steilwände eine Art Tal mit windstillem milden Klima. Wir konnten reichlich Blaubeeren pflücken.

Anschließend ging es zum Dettifoss, dem wasserreichsten Wasserfall Europas. Er ist zwar „nur“ 45 m hoch, liefert aber über 200 m³ Wasser pro Sekunde. Auch rundherum sind bis zum Horizont nur Basaltfelsen zu sehen. Außerhalb der geräumten Wege machen Felsbrocken ein Durchkommen unmöglich.

 


Auf dem Weg von Eglisstadir nach (zunächst) Höfn sahen wir wieder einmal Fischfarmen. In ihnen werden große Mengen Lachse, Kabeljaue und Seehasen produziert. Die Letzteren nur, weil sie den Ersteren die Parasiten vom Fell fressen, weshalb sie so große Bedeutung haben, dass sie auf der Rückseite der 100-Kronen-Münze abgebildet wurden.

Die von der eben beschriebenen Flutwelle und ihren Vorgängern geschaffene Sander-Ebene ist gewaltig – etwa 1000 km2 groß!

Fast ebenso groß (540 km2) ist das größte Lavafeld der Welt, das wir durchfuhren. Es entstand 1783 beim Ausbruch der 25 km langen Laki-Spalte. Die Lavaschicht ist im Durchschnitt 30 m dick!

In der jüngeren Vergangenheit (2014) gab es einen Ausbruch im Feld Holuhraun, etwas nördlich vom Vatnajökull. Der Lavastrom bedeckte „nur“ 85 km2.

Die nahezu einzige Pflanze, die auf den Lavafeldern fast alles bedeckt,  ist das auch sonst weit verbreitete Zackenmützenmoos.

Die Fahrt ging anschließend ins Hochland über schmale, steinige Pisten in die Feuerschlucht Eldgja.

Dann kamen wir, nach zig Kilometern holprigster Bergstraße, nach Landmannalaugar. Dort waren viele Touristen auch mit Zelten und Wohnmobilen zu sehen.

Immerhin war es unser erster Reisetag mit Kälte + Regen. Aber die gewaltigen Obsidian-Berge entschädigten uns für die Unannehmlichkeiten.


Obsidian ist schnell,  glasartig erstarrte Lava. In der Steinzeit wurde dieser Halbedelstein wegen seiner Härte und Spaltbarkeit für die Herstellung von Werkzeugen verwendet.

 

Die Fahrt ging viele Kilometer durch das Urstromtal Thorsmörk. Es wird vom Schmelzwasser des Myrdalsjökull, zum Teil auch des benachbarten Eyjafjallajökull gespeist. Zumeist ist es kilometerbreit. Das Schmelzwasser führt viel Geröll mit, so dass das Flussbett täglich neue Formen bildet. Daher gibt es keine festen, sondern nur bewegliche Fußgängerbrücken, die nach Bedarf aufgestellt werden.

Die „Straße“ geht rückgratmordend über wohl 10 km. Bis zu 100 m weite Wasserstrecken müssen durchfahren werden. Unser Fahrer schaffte alles.

Das Urstromtal verläuft etwa zwischen dem Myrdalsjökull

… und dem Eyjafjallajökull, der bekanntlich 2010 durch einen Ausbruch mit gewaltigen Asche-Emissionen tagelang weltweit Flugausfälle bewirkte. Dazu ein Bild aus Wikipedia:

Bei unserem Ausflug zeigte er sich friedlich:

Gegen Ende des Urstromtals rasteten wir in der Station Thorsmörk, die sogar Endstation eines Linienbusses und Ausgangspunkt für Wanderungen ist.

Ein Highlight war dann natürlich der Seljalandsfoss, der 65 m hohe Wasserfall, auf dessen Rückseite man hindurchgehen kann.

Nur 5 Minuten Fußweg entfernt ist ein weiterer, der Gljúfrabúi-Wasserfall. Er wirkt versteckt, ist aber von Mutigen durch einen Felsspalt zu begehen und sozusagen von innen zu bewundern:

Ziemlich nass wird man an beiden Wasserfällen.

Zum Abschluss des Tages sahen wir noch den Urrithafoss, einen breiten Wasserfall mit mehreren Stufen, über die Lachse hochwandern können.


Wir standen am Gullfoss, einem zweistufigem Wasserfall.


Unterhalb des Wasserfalls ist der Hvitá, so heißt der das Wasser spendende Fluss, zwar ganz ruhig, aber immer noch interessant auch wegen der Tuff-Wände. Der Tuff zieht sich bis in das gestern gesehene Urstromtal hinüber. 

Anschließend waren wir am Geysir, der zwar nicht der Größte seiner Art, aber ihr Namengeber ist. Er war wenig springfreudig. Der unmittelbar benachbarte Strokkur machte das aber wett. Unserer Mitreisenden Lucie gelangen diese Fotos: Zunächst erscheint eine blaue Blase, dann erfolgt der Ausbruch.


Wir nutzten den etwas regnerischen Tag für Erkundungen in der Metropole Reykjavik.

Nicht ausgelassen haben wir das Wahrzeichen der Hauptstadt, die Hallgrimskirkja.

Die Stadt ist modern, sehr sauber und hat viele hochinteressante Bauwerke.

Dieses Foto zeigt einen Teil der Einkaufsstraße Laugavegur!

Im Höfthi-Haus trafen sich 1986 Reagan und Gorbatschow. Das Treffen gilt als ausschlaggebend für das Ende des Kalten Krieges.


Der Flughafen Keflavik beeindruckte uns durch seine ruhige Atmosphäre. Auffallend sind die zwei Decken-Glasmosaike des Künstlers Leifur Breiðfjörð, wir zeigen eines davon („Icarus“):


WIR HATTEN EINE GROSSARTIGE REISE!

Mongolei

Mitverwendet haben wir Angaben des Veranstalters und aus dem Internet, zumeist Wikipedia, sowie Fotos aus unserer Mongolei-Karte. Wirklich zeitnah konnten wir nicht berichten – in der Gobi ist Internet-Zugang noch seltener als Wasser.

Unsere Reise in die Mongolei.  Juni/Juli 2018.

1206 gründete Dschingis Khan das Mongolische Reich, das sich über Asien bis nach Europa erstreckte und das größte territorial zusammenhängende Imperium der Menschheitsgeschichte darstellte.

[Sein Enkel Kublai Khan eroberte China und begründete die Yuan-Dynastie.  1921 etablierte die Sowjetunion eine Marionettenregierung, welche 1924 die Mongolische Volksrepublik proklamierte. Diese war völlig von der Sowjetunion abhängig. Im Zuge der Revolutionen im Jahr 1989 vollzog das Land den friedlichen Übergang zu einem demokratisch-parlamentarischen Regierungssystem. 1992 besiegelte das Parlament mit der Annahme einer neuen Verfassung das Ende des kommunistischen Systems.]

Unsere Reiseroute.

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In der Öffentlichkeit ist die Schrift überwiegend kyrillisch,
selten mongolisch.

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1. Tag: (Mo): Ulan Bator

 

Gekommen waren wir mit der Mongolian Airlines, Berlin-Tegel – Moskau – Ulan Bator.  Foto: noch Tegel.


Die aus dem Flieger gesehenen riesigen Flächen zeigen Ackerbau, der im Norden der Mongolei möglich ist.


Hier: Der gut überschaubare Zielflughafen Chinggis Khaan.

Vom Zimmerfenster, 23. Etage im Hotel Khuvsgul Lake (im City Tower), hat man einen guten Ausblick über die moderne Metropole, die dort Ulaanbaatar (Улаанбаатар) heißt.

Westlich wirkendes Fernsehen, westlich-liberales Auftreten
zumindest der städtischen Bürger.

In der Nähe des Hotels der Suchbaatar-Platz. In der Mitte des Platzes steht eine Statue von Damdin Suchbaatar, dem mongolischen Revolutionär und Nationalhelden. Im Norden des Platzes sieht man hier das Mongolische Parlamentsgebäude mit einer großen Statue von Dschingis Khan.

Auf der anderen Seite fällt der Blue Sky Tower auf – mit 105 m das höchste Gebäude der Stadt.

Eine der Sehenswürdigkeiten: die Kamel-Karawane. Sie erinnert an die günstige Lage der Stadt als Handelsplatz an der Seidenstraße.

Überraschend für den Einkaufenden: Das mongolische Geld kennt keine Münzen. Hier Scheine für 1000, 100 und 50 Tugrik (ca. 35,  4 und 2 Euro-Cent): 

Abends Konzert des Staatlichen Akademischen Ensembles für Tanz und Musik. Tolle Darbietungen zur Geschichte des Landes, großartige Choreographie, landestypische Instrumente, für uns völlig ungewohnte Kehlkopfstimmen.


 

2. Tag (Di): Gandan-Kloster, Museum Bogd Khan und Baga Gadsryn Tschuluu

Das Gandan-Kloster wurde 1727 gegründet. 1937, während des stalinistischen Terrors, wurde es schwer beschädigt, teils zerstört, wie auch weitere 300 Klöster – nur drei blieben erhalten. Nach 1944 erfolgte eine bedingte Wiedernutzung der erhalten gebliebenen Tempel. Bis zum Ende der Mongolischen Volksrepublik war das Gandan-Kloster das einzige Kloster der gesamten Mongolei, in dem religiöse Zeremonien – unter Kontrolle der Geheimpolizei – stattfinden durften. Heute leben wieder über 600 Mönche im Kloster.

Gebetsmühlen überall.

Das Hakenkreuz gehört zu den buddhistischen Glückssymbolen!

Das Eintreten in den Tempel immer mit dem rechten Fuß zuerst, das Herausgehen rückwärts!

Das markanteste Gebäude ist das weiße Migjid Janraisig Süm. Hier befindet sich die 26 Meter hohe, 90 t schwere Statue der Göttin Janraisig, für die das Kloster berühmt ist. 1938 hatten sowjetische Truppen die Statue demontiert und eingeschmolzen. Die buddhistische Gemeinde ließ 1996 mit umgerechnet fünf Millionen Dollar Spenden eine neue vergoldete Janraisig errichten. Für den Dalai Lama, das eigentliche Oberhaupt des Klosters, wurde ein Thronsessel neu erbaut.

In der 26-m-Statue sind 18 t Bücher eingeschlossen!

Am Fuße der Statue.

Unsere Führerin sagte, dass hier die 1000 Buddhas figürlich dargestellt seien!
Eine Wikipedia-Stelle: Der Mahayana-Buddhismus erwartet in unserem Bhadrakalpa-Äon 1000 (1002) Buddhas.
Ansonsten ist zumeist von 29 Buddhas die Rede.

[Buddha bezeichnet im Buddhismus einen Menschen, der Bodhi (wörtl.: „Erwachen“) erfahren hat, und ist der Ehrenname des indischen Religionsstifters Siddhartha Gautama, dessen Lehre die Weltreligion des Buddhismus begründet.
Im Buddhismus versteht man unter einem Buddha ein Wesen, das aus eigener Kraft die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit eine grenzenlose Entfaltung aller in ihm vorhandenen Potenziale erlangt hat: vollkommene Weisheit (Prajna) und unendliches, gleichwohl distanziertes Mitgefühl (Karuna) mit allem Lebendigen.]

Nach dem Gandan-Kloster besuchten wir den ehemaligen Winterpalast des Bogd Khans, der heute als Museum geführt wird:

Der Bogd Khan (Heiliger Herrscher) war zunächst „nur“  Bogd, und zwar der 8..
[Bogd = mongolisch für Buddha. Ein Bogd ist das Oberhaupt des Buddhismus in der Mongolei, untersteht dem Dalai Lama und dem Penchen Lama.]

Dieser Bogd war wohl das Schwarze Schaf unter den Bogds. Er brach den Mönchseid, nahm sich eine Ehefrau, trank maßlos Alkohol, verlangte jedoch von seinen Untertanen die strikte Einhaltung der Gelübde. 1911 erhob er sich zum Khan (weltlicher Herrscher) und hat seitdem – als Einziger – die Bezeichnung Bogd Khan. Er starb 1924.
Von einst vier seiner Residenzen ist einzig der von uns besuchte Winterpalast erhalten geblieben. Er ist gefüllt mit Exponaten, die die unerhörte Prasserei des Bogd Khan beweisen. Das Fotografieren war nur gegen Gebühr erlaubt; es lohnte nicht.

Der dem Bogd Khan nachfolgende (9.) Bogd erhob nicht den Anspruch, auch Khan zu sein. Er starb 2012. Der Dalai Lama verkündete 2016, dass der 10. Bogd geboren sei und der Prozess seiner Identifizierung laufe.

Schließlich fuhren wir ins wunderschöne Felsgebirge von Baga Gadsryn Tschuluu. Es ist bekannt für seine ansehnlichen Granitformationen. Übernachtet haben wir im Erdene Ukhaa Camp. 230 km Naturpiste bis dahin!  Unsere Tour ging im Ganzen über 2000 km, davon 1600 km „Naturpiste“!

Solche Strecken schaffte unser Fahrer!
Damit schaffte er auch uns. Fast!

In der Wüstenferne eine Viehherde. Eine von Tausenden.

 

3. Tag (Mi): Zagaan Suvraga – Mandalgobi,
Weiße Stupa

Seltenheit auf unserer Tour: eine Stadt, Mandalgov.
Essen in einem Restaurant mit gutem mongolischen Niveau.

Auf die Frage nach der Toilette wurden wir auf die Bretterbude draußen verwiesen mit zwei Einheiten ohne Türen, aber auch nur unzureichendem Sichtschutz zur Straße hin. Wir lernten, dass das weitgehend Standard ist, auch z. B. an den Tankstellen. Nur in der Hauptstadt in den Hotels sowie in unseren Camps waren die Keramik-Klos die Norm, allerdings – in den Camps – mit oft üblen Einschränkungen: kein Wasser, keine schließenden Türen, viele Krabbeltiere.

Zunächst die bizarre Felsformation Baga Gasrin Tschulu. 

… mit Zeichnungen aus der Bronzezeit

.. und einer Ruine eines kleinen alten Tempels.

Immer wieder riesige Herden: Schafe, Ziegen, Kamele, Pferde, Rinder, Yaks.

Karger kann Futter kaum sein.

Fast zahm…

Nun aber Zagaan Suvraga mit der sensationellen „weißen Stupa“, so genannt, weil sie an entsprechende Tempelbauten erinnert.
30 m hoch, 100 m breit.

Unser Fahrer Bagi fuhr uns mit haarsträubenden Manövern in das rückseitige „Tal“ hinunter, damit wir die Stupa auch aus dieser Perspektive bewundern konnten.

Die Tagesstrecke war ca. 190 km.

Wir übernachteten im Zagaan Suvraga Camp. Dort mussten wir uns vieler Krabbler erwehren. Unsere Methode war nicht-buddhistisch.

 

4. Tag (Do): Südgobi, Geierschlucht Yolyn Am

Mal wieder eine Stadt: Dalanzadgad

Nationaler Stolz!

Hier in der Post konnten wir sogar Ansichtskarten + Marken kaufen.

Die „Geierschlucht“!

 


Nicht nur hier – immer wieder begegnet man den Steinhügeln (Ovoos):  Dreimal herumgehen, jedesmal einen Stein daraufwerfen, bringt Glück!


Yolyn Am ist ein Naturschauspiel der besonderen Art: Mitten in der Wüste fließt ein Fluss durch die Schlucht, teils unter dicken Eisschichten, die auch im Hochsommer nicht immer abtauen. Hier sahen wir das. Geier sahen wir nicht. Aber die Schlucht ist auch so eine Sensation. Sie liegt in ca. 2800 m Höhe.


Viele Pfeifhasen. Pfeifen wie Murmeltiere, sind klein wie Meerschweinchen.

Wir fuhren 200 km, übernachteten im Khan Bogdo Camp.

(Nur) auf dem benachbarten Berg hatten wir etwas Internet-Zugang, konnten mit den Lieben daheim chatten…

 

5. Tag (Fr): Südgobi – Altai-Gebirge – Sandmeer 

Heute gab es eine einmalige Tagesetappe: Quer durch die wunderschöne Südgobi ging es entlang des Sandmeeres und durch das Altaigebirge. Die riesigen Sanddünen erreichen über 800 Meter Höhe und sind auch als „singende Dünen“ bekannt. 

Doch zunächst stellen wir Bagis Wagen vor, …

… mit dem er vor der Eroberung der Dünen (auch) durch dieses Tal bretterte:

Im Vorfeld der Dünen mussten wir diesen idyllischen Fluss überqueren:

Danach zunächst ideale Weidegebiete:

Dahinter die Dünen, bis zu 800 m hoch!

Einer musste ja (fast ganz) hoch.

Andere waren schon länger da.

Im Gasometer Oberhausen sahen wir im September ein professionelles Bild aus diesem Gebiet:

 

Wir fuhren ca. 180 km und übernachteten im Discovery Camp. Von dort noch einmal ein schöner Blick zu den Dünen mit dem dahinterliegenden Altaigebirge:


Diesmal hatten wir eine besonders prächtige Jurte, sogar mit Ofen, nur eine Steckdose zum Aufladen fehlte…

In der Restaurant-Jurte, wie auch sonst vielerorts, das originellste Spiel der Mongolen „Schagai“ (Knochenspiel), es wird mit Schafsknöcheln gespielt:

 

6. Tag (Sa): Gobi – Flammende Klippen in Bayanzak, Saurierfriedhof, Saxaul-Wald

Hier ist alles „Piste“!

Unterwegs konnten wir ein großes Schaf-Scheren bewundern. Unsere kleinen Geschenke (Nähetui, Cremes, Gummibärchen) wurden mit Freude angenommen.

Nicht selten sieht man Mongolen auf einem Motorrad.

Bagi, unser Fahrer, kam überall durch. Und der Wagen kippte, ganz gegen unsere Erwartungen, nie um!

Steinzeitliche Felszeichnungen, auf hohem Berg. 

Dieses sind die „flammenden Klippen“ von Bayanzak. Grandios!

Sieht man die Kinder? Sie sind wahre Kletterkünstler.

Wir und die Kamele zogen zum Saxaulwald.

À propos Kamele. Ulzii, unsere Führerin, erzählte die Geschichte von den weinenden Kamelen: Wenn Kamelmütter ihre Neugeborenen ablehnen, spielt der Hirte ihnen eine traurige Weise oder er singt. Dann kullern den Muttis dicke Tränen aus den Augen und sie nehmen die Babies an!

Saxaul-Wald. Diese Pflanze gibt es nur in der Wüste Gobi. Sie wurzelt ungewöhnlich tief.

Gewaltige Lehm-Sand-Felsen.

Wir glaubten, einen paläontologischen Fund gemacht zu haben. Er ließ sich aber zerteilen wie die anderen Felsen auch.
Die Oase Bayanzak gilt als „Saurierfriedhof“, weil hier einige Dino-Skelette und -Eier gefunden wurden – und gelegentlich noch gefunden werden. Kleine Knöchelchen darf man behalten. Sie bleiben an der Zunge haften, im Gegensatz zu anderen Bodenfunden, sagt unsere Führerin. Bei uns haftete nichts…

Unser Fahrer wollte in einer Mini-Siedlung tanken. Die Tankstelle hatte keinen Strom. Eine zweite konnte einen Dieselgenerator anwerfen und so das Tanken ermöglichen. Dort lagen aber wohl Nägel herum – Bagi hatte ein paar Kilometer später „einen Platten“ und musste das Rad wechseln: 

 


Hier die Preistafel einer Tankstelle. Benzin kostet etwa halb so viel wie bei uns, ist aber nach Meinung unseres Fahrers immer noch viel zu teuer…

Wir übernachteten nach 150 km Fahrt im Mongolian Gobi Camp.


7. Tag (So): Mittelgobi – Ongital

Unterwegs immer wieder Staunen darüber, wie die Kamele mit dem kargen Futterangebot zurechtkommen. 

Diese Querwellen faszinierten uns. Sie treten verbreitet auf den Pisten auf und verursachen ein lautes, unangenehmes Dröhnen im Wagen während der Fahrt.
Nach der Reise haben wir festgestellt, dass sich schon kluge Köpfe mit dem Phänomen beschäftigt haben, z. B.:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wellblechpiste

Das Camp (Ongi Nuuz Camp) für den Nachmittag und die nächste Nacht wirkte besonders komfortabel mit seinem höheren, oben eingezogenen Seitenrund – die Türen waren dadurch ebenfalls höher und erforderten nicht ganz so tiefes Bücken, wodurch die Kopfverletzungen seltener wurden. Auch das Wetter war, wie das Foto (oben) zeigt, zunächst geradezu prächtig. 

Der Speiseraum des Camps ist ungewöhnlich schön. In Vitrinen werden zudem zahlreiche Götter gezeigt und beschrieben.

Die Götter wirkten auf uns befremdlich.

Hier eine der Beschreibungen.

Das Wetter schlug schnell um. Ein Sandsturm und anschließend gewittriger Starkregen verhinderten die Wanderung zur nahegelegenen Ruinenstadt Onggin-Hiit. Dort gab es viele Jahrhunderte ein geistig-religiöses, wissenschaftliches und heilkundiges Zentrum der südlichen Mongolei. Vor der Zerstörung durch die Kommunisten war das Kloster eines der größten und bedeutendsten des Landes.
Wir waren 150 km unterwegs gewesen.

 

8. Tag (Mo): Orchontal

Der Begrüßungsschluck Stutenmilch vom Vortag hatte bei einem von uns üble Folgen. Da blieben das Essen und das Fotografieren weitgehend auf der Strecke.

Und doch mussten 230 km Naturpiste überstanden werden. Die Umgebung: die Bergsteppe Khangai. Im Zielgebiet der Fluss Orchon, der längsten Fluss der Mongolei. Dort ist eines der wichtigsten Ansiedlungsgebiete der Nomaden. Zu ihnen haben wir notiert, dass sie 30 % der Bevölkerung ausmachen und im Durchschnitt 6 Kinder pro Familie haben. Die Kinder dürfen alles. Auch in der Hauptstadt haben wir nur liebevoll nachsichtigen Umgang mit den Kindern erlebt! Für uns überraschend: Kinder siezen ihre Eltern und älteren Geschwister.

Schnell zwei Postkartenbilder zum Thema Kinder:

D. hat eine Nomadenfamilie in ihrer Sommerjurte (im sehr kalten Winter zieht man in solidere Hütten bzw. Jurten) besuchen dürfen. Einfachste Zustände. Drei Generationen leben in der Enge. Große Gastfreundlichkeit. Fettgerahmte Stutenmilch und fettiger Quark wurden angeboten, aber nur berührt. Der Boden der Jurte: Natur und ein bisschen Teppich. Rindermist zum Heizen neben dem Ofen. Kleiner Altar mit Kerzen und Gebetsmühle.
Schulpflichtige Kinder sind über die Woche in Schulinternaten!

Übernachtung im Talbiun Camp.

 

9. Tag (Di): Orchontal – Zenkher

Das Orchon-Tal ist deutlich stärker begrünt als die Wüste und Steppe, die wir bis dorthin sahen. Agrarische Nutzung des Bodens ist uns jedoch auf der ganzen Tour nicht begegnet; sie findet aber in der nördlichen Mongolei teils umfangreich statt!

Immer wieder kreuzten Herden unseren Weg.



Hier ist Grün genug für alle Arten von Weidetieren.



Neben Rindern und Yaks sieht man auch Mischlinge beider Arten.
Ein Yak-Bulle kann über 3 m lang sein und 1 t wiegen.

Im Shiveet Mankhan Camp war sogar eine über 80 Grad heiße Mineralquelle, die ein großes Becken
– um die 40 Grad – speiste. Wir haben es aber nicht genutzt.


Nachts hatten wir in der Jurte Besuch von einem Ziesel .

 

10. Tag (Mi): Karakorum, Kloster Erdene-Zuu

Mal wieder eine Stadt, sogar recht ansehnlich: Tsetserleg. Das dortige Kloster Zayain Gegeeni Süm haben wir ausgelassen.

Dann fuhren wir in unser Camp (Urgoo), das durch reichhaltige und üppige Flora auffiel – weit weg vom Zustand der Wüste.

Zahlreiche Pflanzen aus unserer Region waren dort auch vertreten, z. B. das bei uns selten gewordene Gänsefingerkraut.

Hauptziel des Tages war Karakorum, der ehemalige Hauptsitz Dschingis Khans (* etwa 1162, † etwa 1227), noch in Ruinen vorhanden. Es war 32 Jahre lang Hauptsitz des mongolischen Großreiches. (Die heutige moderne Stadt heißt Kharkhorin bzw. Charchorin.)

In dem Ruinengebiet liegt, burgähnlich von einer fast 2 km langen Mauer umgeben, das Kloster Erdene Zuu.

Es wurde im 15. Jahrhundert als erstes großes lamaistisches Kloster der Mongolei gegründet und gilt als Urkirche der Mongolei. Es sind aber nur einige Tempel erhalten bzw. restauriert.

Mit Info-Tafeln wird auf die frühere Fülle an Tempeln hingewiesen. 

Die Bedeutung eines der Lamas wurde uns beschrieben mit dem Hinweis, er habe 16 Viehwagenladungen Bücher gelesen…

Vor der gewaltigen Anlage können Kinder und Erwachsene sich
– gegen Geld – in Rüstungen und Gewänder hüllen und fotografieren lassen. Dazu kommen viele Souvenier-Shops. Bei uns wäre es wohl ähnlich…

Häufig so oder ähnlich gesehene schöne florale Dekoration.

Draußen im Camp wichen diese Tiere, offenbar eine Grillenart, in Massen unseren Schritten aus und sprangen/flogen meterweit mit knatterndem Geräusch.

In der Jurte, auf dem Boden zumeist, krabbelte eine andere Tierart zahlreich herum.

D. hat ein besonders großes Exemplar davon ihres Bettes verweisen müssen.

Ein Friedhof in der Nähe. Weitgehend schmucklos. Nur wenige Steine o. ä. waren mit Namen versehen. Die Buddhisten besuchen ihre Toten in den ersten drei Jahren nicht.

 

Atemberaubende Landschaft: Charchorin liegt am Fuße des
500 km langen Changai-Gebirges.

 

Unsere Piste führte immer wieder durch schwieriges
– oft überflutetes – Gelände.

 

11. Tag (Do): Högnö-Khan-Gebirge

Heute waren wir in den spektakulären Sanddünen von Mongol Els, die sich bis ca. 1.000 km bis in die Berge des heiligen Högno Khan erstrecken, unterwegs. Dann kamen wir ins Khogno Khan Camp, das am Fuße gewaltiger Granitformationen liegt:

Zufällig wurden im Camp zwei neue Jurten gebaut:

In der Mitte hängt ein schwerer Stein.
Überzogen wurde das Ganze mit dicken Filz- und Tuchlagen.

Über die obere Öffnung, die Laterne, kann man ein dickes Laken ziehen, um ein Hereinregnen zu vermeiden. Wir hatten einen Ofen. Das Ofenrohr verhindert das vollständige Zuziehen. Wir bauten es aus und konnten so beim nächtlichen Unwetter die Jurte einigermaßen trocken halten.

Das Naadam-Fest (alljährlich vom 11. bis 13. Juli) ist das beliebteste Fest in der Mongolei. (Fast) jeder beteiligt sich. Die Disziplinen sind Ringen, Reiten, Bogenschießen. Jetzt, eine Woche vorher, übt man längst überall. Da kann man sich nicht ausklammern…

 

12. Tag (Fr): Hustai Nuruu Nationalpark, Przewalski-Pferde

Heute waren wir im Hustai Nuruu Wildpferde-Park, wo man die einzige frei lebende Population an Takhi- oder auch Przewalski-Pferden, den Vorfahren aller heute lebenden Pferderassen, beobachten kann. Der Nationalpark ist 50000 ha groß. Von den
ca. 300 ausgewilderten Pferden dort haben wir nur wenige gesehen, aber auch die Landschaft ist großartig.

Im Internet kommt man den Przewalski-Pferden näher:

Einer der Ranger im Park.

Im angegliederten Hustai-Camp wurden ausgezeichnete Informationen geboten. Die Mongolei sieht den Park offenbar als Vorzeigeprojekt.

In der Nähe des National-Parks sahen wir ein Beispiel von offenbar privater Initiative zur Wiederherstellung der in kommunistischer Zeit zerstörten Tempel:

 

13. Tag (Sa): Ulan Bator

In Ulan Bator hatten wir, wie bei uns, großstadttypischen rush-hour-Verkehr. Für Werktage gibt es bereits eine Regelung, wonach Fahrzeuge an bestimmten Tagen nicht fahren dürfen – festgelegt durch die Endziffer ihres Nummernschildes.

Ein paar letzte Ansichten dieser modernen Stadt:

Eine wichtige Einnahmequelle der Mongolei ist der Verkauf von hochwertigen Kaschmir-Produkten. Da konnten auch wir nicht widerstehen… Eine Werbetafel zum anstehenden Naadam-Fest:


Wir sehen die drei Wettbewerbs-Sportarten. 

Noch ein Wort zum in der Mongolei weitverbreiteten Schamanismus: Unsere Führerin hat eine Cousine, die nach eigener Krankheit und Heilung selbst Schamanin geworden ist. Schamanen heilen mit Kräutern und durch Übertragung von Energie. Grundvoraussetzung ist der Glaube an Geister. Der Schamane ist Mittler zwischen unserer Welt und der der Geister. Wird ein Mensch krank, so hat er seine Seele verloren, sie hat sich verirrt, ist gestohlen. Der Schamane, in Trance, versucht sie wiederzufinden. Gelingt ihm das, so wird der Mensch wieder gesund. Der Schamane muss die Geister besänftigen oder gegen sie kämpfen.  – So etwa die Erklärungen unserer Führerin, die auch von einer Heilungserfahrung berichtete.

14. Tag (So): Ulan Bator

Abschied von der Mongolei, Rückflug über Moskau.

Es war eine großartige Reise!

Die Rückreise schien überraschend schnell zu laufen. Alles am Tage. Abflug Ulan Bator morgens 9:15, Ankunft Herford abends trotz Verspätungen der Bahn gegen 19:00. Aber wir flogen ja mit der Sonne…

 

Südstaaten USA

Mit dem Ziel „Rundfahrt durch die Südstaaten“ flogen wir am 23. April 2017 von Washington nach Atlanta. Der gigantische Flughafen dort soll – vom Passagieraufkommen her – der größte der Welt sein. Martin Luther King wird dort beeindruckend gefeiert.

Zunächst also Atlanta:










Atlanta ist Hauptstandort von Coca Cola und CNN, war 1996 Olympia-Stadt.





Am 25. April ging’s los mit der
Busrundreise durch die Südstaaten
– etwa 3300 km weit.

 

Der Chattanooga Choo Choo


Das Johnny-Cash-Museum in Nashville. Musik überall!

Übernachtung im riesigen Gaylord Opryland Hotel Nashville. Über 2800 Betten. Alle folgenden Fotos von innen! Der Fluss dort – wohl im Kreis geführt, mit Wasserfall – enthält Wasser aus unzähligen Flüssen der Welt.





 



Elvis, the Pelvis. Sein Graceland. Seine Flugzeuge.





Die berühmten Enten im Hotel Peabody, Memphis.


 


Herrenhaus einer alten Baumwoll-Plantage.


Wunderschön: „Spanisches Moos“ an Virginia-Eichen.





Auf den Restaurantrechnungen deutliche Hinweise auf nicht zu dürftiges Trinkgeld.

 






Blicke vom über 130 m hohen Capitol in Baton Rouge.




Bootsfahrt in den Bayous. Die Alligatoren sind leicht anzulocken.



NEW ORLEANS
Im Mercedes Benz Superdome fanden ca. 20000 Menschen Zuflucht bei den Überschwemmungen durch den Hurrikan Katrina. Das war 2005.

Im Louis Armstrong Park.




Mahalia Jackson.

 


Die berühmten gusseisernen Balkone.




Voodoo Centers – gar nicht so selten.



Straßenmusik überall.

 



Fahrt auf dem Mississippi.

 

Beeindruckende Brücken, immer wieder.  Hier eine der Mississippi-Brücken.

 





Unterwegs der Alabama Battleship Memorial Park mit vielen Kriegs-Werkzeugen.




Ungewöhnlich weißer Sand am Pensacola-Strand.

 





Savannah.




In Savannah blühte der Sklavenhandel!


 







Straßen in mehreren Etagen.

Per Fahrrad-Rikscha durch Charleston.



Und noch eine alte Baumwollplantage.

Neben dem Herrenhaus die Sklavenhäuser für jeweils ca. ein Dutzend Sklaven.






Columbia, Hauptstadt von South Carolina. Im Capitol eine Info-Verstaltung für Schulkinder, unter ihnen kein weißes…

Wieder in Atlanta. Ein letzter Blick aus dem Hotelfenster.
Sich engagieren für Größeres als sich selbst? Man nimmt Haltung an!



Wieder Hannover am 5. Mai. Die Koffer kamen 3 Tage später.
Aber es war SCHÖN!

Washington

WASHINGTON, wie bei New York erwähnt, war die dreitägige Zwischenstation auf unserer USA-Reise 2017. Später ging es weiter zu den Südstaaten.


Also WASHINGTON.
Das „Muss-Foto“ von der Mall, mit dem Kapitol.

 


Hilfreich: Sie Mexikanerin, er Indianer, jetzt US-Citizens. Gegen Trump.


In einem mexikanischen Restaurant.

An der National Mall befinden sich 9 Smithsonian Museums (von 14 weltweit).
Hier das National Air and Space Museum („National Mall Museum“) mit zahlreichen Exponaten in Originalgröße.





 



Im Nat. Museum of Natural History, eines der Smithsonians.

 






In der beeindruckenden Demo — eine von vielen am 22. April weltweit für die Freiheit der Wissenschaft, gegen Trumps Politik — auf der Constitution Avenue.

 

Ein Wunder, dass wir schließlich doch am Weißen Haus ankamen.



 

Im Riesen-Einkauf-Center in Pentagon City, Stadtteil von Washington:


Am 23. April flogen wir dann nach Atlanta.   >> Südstaaten.

New York

 

NEW YORK, eigentlich „nur“ ein viertägiger erster Stop auf unserer USA-Reise in 2017, die uns nachher nach Washington und dann in die Südstaaten führte.

Nun also NEW YORK:

Unser Hotel (Metro-Stop eingekreist) nur „einen Steinwurf“ vom One World Trade Center entfernt, in der Washington-Street.

Blick aus dem Hotelfenster. 20. Stockwerk. Dabei hatte es 50!


Das One World Trade Center. 541 m hoch.


Blick vom Hotel-Eingang zum One World Trade Center.




Das beeindruckende Memorial des WTC, das am 11. September 2001 von Terroristen zerstört wurde.

 

Wall Street. Blick auf die Trinity-Church

… mit ihrem Friedhof.

TV-Aufnahmen in der Wall-Street. Links ist die Ecke der …

… Börse, der New York Stock Exchange.



Das Empire State Building („strukturell“ 381 m hoch, 1931 fertiggestellt)  wurde damals in Konkurrenz zur Bank of Manhattan (heute Trump Building, 283 m) und zum Chrysler Building (319 m) gebaut. Natürlich mussten wir auch rein und rauf, trotz schier endloser Schlangen…


Von oben blickt man wirklich auf das Chrysler Building hinab.
Und auf einiges mehr…





Ganz hinten das One World Trade Center.



Drinnen kann man sich knipsen lassen.



Schiffsfahrt rund um Manhattan. Blick auf das One World TC von der Seeseite.

 



Route durch den East River mit der Brooklyn Bridge und weiteren.




Das UNO-Gebäude. Hinten das Chrysler Building.



Konzert junger Künstler in der Carnegie Hall. Hatten wir von zu Hause aus gebucht…


Nicht selten: Unerwartet alte schöne Bauelemente.


Das Trump Building war mal Bank of Manhattan.

Schwer bewacht, aber frei zugänglich: Der Trump Tower.




Pracht zum Gähnen.





Das Guggenheim Museum (Architekt Frank Lloyd Wright), eine beeindruckende Galerie.


Central Park. Früh aus den Ästen heraus blühend: Judas-Baum.

 

Am 20. April ging es dann weiter — mit der Bahn (Amtrak) nach Washington. 

 

Costa del Sol: Nerja

 

Spanien, Andalusien, Nerja

Andalusien, vom 31. Dezember 2016 bis 11. Januar 2017.
Hotel RIU Monica in Nerja.

Blick aus dem Hotelfenster.


Hoteltreppe zum Strand.


Der erste Abend — es war ja Silvester! Und es wurde dort deutlich Neujahr.




Blick vom „Balcón de Europa“ in Nerja: Theoretisch möglich nach Afrika, hier aber seitlich…


Der Balcón von unten, seitlich, …

… wo dieser Hund nicht vom Wasser lassen wollte.


Marktplatz in Nerja mit vielen kinderfreundlichen Einrichtungen.

Moderne Autobahnen mit vielen kühnen Brückenbauten!


Überall aufregende Umgebung.

Die Gebirgsregion Alpujarra(s). Hinten die Sierra Nevada.






Unser Mietwagen, ein Polo.


Viele kleine Webereien.

GRANADA.   Die Kathedrale ist Sitz des Erzbischofs von Granada.



Endlich die Alhambra. Eine (bis 1492) maurische Burg, 740 m lang, 220 m breit.





Arabische Wandgestaltung, bilderlos, aber höchst kunstvoll.


Die Mauersegler sollen wieder angesiedelt werden.

Feines Hotel nebenan.

Blick von oben auf Granada.

Nun kommt GIBRALTAR.

Die Enge der Stadt macht Motorroller vorteilhaft.

Irre Bautätigkeit. Gibraltar soll mehr Briefkastenfirmen als Einwohner haben.

Wir waren auch ziemlich weit oben auf dem über 400 m hohen Felsen, …

… wo viele Berberaffen leben.

Unten sieht man den Hafen.

Blick nach Afrika.

Die Landebahn des Flughafens führt direkt ins Meer und wird von einer Straße überquert.

Nun noch unsere Ausflugsfahrt nach RONDA, einem vielbesuchten, über 700 m hoch gelegenen Städtchen in der Provinz Malaga.



Die „Alte Brücke“, maurisch.

Unterhalb der Alten Brücke.


Auf der Rückfahrt, nahe Gibraltar, nördlich davon, fielen uns viele

Störche + Nester auf.

 

ENDE

Azoren

 

Auf den Azoren – genauer: der Hauptinsel São Miguel – waren wir
vom 6. – 13. Juli 2016.

Unser Hotel lag in der Hauptstadt Ponta Delgada. Im Aufzug hatten wir immer wieder Freude an Übersetzungen ins Deutsche…





„Spanisches Moos“

und andere vielfältige Botanik.

Igreja Matriz de  Sao Sebastião in Ponta Delgada.

Hortensien überall!







Ananas-Produktion in Fajã de Baixo.

Der wunderschöne Park im Osten der Insel.


Unendlich freundliche Menschen: Matteo mit seiner Frau.




Eine Teeplantage und -fabrik, ein europäisches Unikat.


Einfachste Produktion, zum Teil in Handarbeit. Hier: Teebeutel füllen.


Heiße, vulkanische Quellen. Hier: Caldeira Velha. War uns zu eisenhaltig.

Nach der Ilhéu do Vila Franca do Campo, São Miguel im Süden vorgelagert.



Wieder Ponta Delgada. Höher als dieses war nichts.

Kunstvolle Pflasterung!

Nebenbei: Am 10. Juli wurde Portugal Fußball-Europameister, was von den Azorern (= Portugiesen) im Hotel mit rasender Begeisterung bejubelt wurde. Und wir waren mittendrin!

Eine schöne Erlebnisreise!

Stockholm, Helsinki

13. bis 18. August 2016:
Wir waren in Stockholm und Helsinki.

(Mit „Wiehenstroth Rad-Touristik“, aber mit Flugzeug und Fähre, ohne Rad.)


Die berühmte „Vasa„.

 




Ein gut ausgebautes Bus-Netz


… und ein beeindruckend schönes und perfekt funktionierendes U-Bahn-Netz.

 

Baustellen waren nach Möglichkeit aufgeständert, um den Verkehr nicht zu behindern.



Das „Stadshus“, Rathaus.

Das königliche Schloss, Drottningholm.








Der „Riksdag„, das Parlamentsgebäude.

Wir wissen nicht, was die da oben vorbereiteten…

Mit der Rikscha zum „Moderna Museet„, dem Museum für Moderne Kunst.
Es war geschlossen. Wir blieben draußen. Bei immerhin Calder, Niki de Saint Phalle, Jean Tinguely.





Rundfahrt mit dem „Oceanbus“ über Straßen und durchs Wasser.



Der Vergnügungspark Gröna Lund.




Noch einmal das Riksdagshuset, von der Landseite aus.


Mit der Fähre nach Helsinki durch die Schären, zigtausend Inseln.




Große Namen Helsinkis und Finnlands überhaupt: Alvar Aalto und …

Sibelius.

 


Die Temmpeliaukio-Kirche, die vielbesuchte Felsenkirche Helsinkis.

Und jetzt lernen wir Finnisch!



Sie kann es schon.


Helsinki ist eine sehr moderne Stadt, in der aber auch die Uspenski-Kathedrale von 1868 ihren Platz hat. Sie ist die größte orthodoxe Kirche im westlichen Europa und ungemein prächtig.


Der Dom ist das Wahrzeichen Helsinkis.

 

ENDE

Seine-Flussfahrt

 

Vom 5. bis 12. Mai 2016 waren wir mit der Amadeus Diamond auf der Seine, von Paris aus Richtung Ärmelkanal und zurück, unterwegs. Der Veranstalter: Phoenix Reisen GmbH. Die tägliche Fahrstrecke war jeweils ca. 300 km lang. Es war eine sehr angenehme Fahrt, und wir besuchten hochinteressante Orte.

6. Mai: Von Vernon aus kamen wir nach Giverny, wo wir „Haus und Garten“ von Claude Monet (1840–1926) bewunderten.
Nebenbei: Erstaunlich viel Bambus.

7. Mai: Von Les Andelys aus besuchten wir das Château Gaillard, eine zerstörte mittelalterliche Festung. Sie wurde von Richard Löwenherz, König von England, auf einem Kalkfelsen, das Tal der Seine beherrschend, errichtet.

Dazu, z. T.  aus Wikipedia: Richard Löwenherz ging, nachdem er die Krone Englands geerbt hatte, auf den Dritten Kreuzzug. Nach seiner Rückkehr (1194) widmete er sich mit großer Energie der Aufgabe, die Oberherrschaft an der Ostgrenze der Normandie zurückzuerlangen. Nachdem er die Armee der Franzosen in der Schlacht von Vendôme geschlagen hatte, erbaute er ab 1196 in knapp 2 Jahren mit angeblich 6000 Männern die Grenzfestung Château Gaillard.  Die Anlage, die buchstäblich den Fluss blockierte, bestand aus weit mehr als der Festung (s. Bild unten), die allein noch heute zu sehen ist. Auf der Hochebene befanden sich eine Reihe von Vorposten und weitere befestigte Punkte auf mit Gräben umgebenen Motten; im Tal zwischen den beiden befestigten Orten Petit Andely und Grand Andely lag ein Sumpfgebiet, auf der anderen Seite des Flusses ein Netz von Schützengräben, eine befestigte Insel im Fluss, über den Ketten gespannt waren. Wo die heutige Brücke sich befindet, standen Holzpfosten im Wasser, um Schiffe an der Durchfahrt zu hindern. Die Mitte des Verteidigungssystems schließlich bildete das Château Gaillard.

Auch von Les Andelys erreicht: Der zauberhafte Skulpturenpark des Château de Vascoeuil.

8. MaiRouen. Die von Touristen überflutete Stadt hat nur etwa 120000 Einwohner, aber zahllose Sehenswürdigkeiten.


Am Aître Saint-Maclou, dem Pestfriedhof.


Die spätgotische Kirche von Saint-Maclou zeigt Flamboyant-Stil-Elemente und geschnitzte Tore aus der Renaissance.


Die Gros Horloge, die Große Uhr von 1527 – 1529, gehört zu den Haupt-Attraktionen von Rouen.


Besonders beeindruckend ist die spätgotische Kathedrale. Hier die Ansicht vom Uhrenturm aus (Wikipedia). Die gewaltige Turmspitze ist aus Gusseisen.


Wieder der Blick auf die Westfassade, die „Standard-Ansicht“. Monet hat 33 seiner bekanntesten Gemälde von diesem Motiv gemalt.


Rouen hat ja auch traurige Berühmtheit durch die Verbrennung Jeanne d’Arcs, die während des Hundertjährigen Krieges (1337 – 1453) den Truppen des französischen Thronerben zu einem Sieg über die Engländer (und Burgunder) verhalf. Das Todesurteil bewirkte der Bischof von Beauvais. Später revidierte die Kurie das Urteil und sprach Johanna 1920 sogar heilig.

9. Mai: Weiterfahrt Richtung Atlantik/Ärmelkanal. Auf der Höhe von Caudebec-en-Caux fuhren wir unter der Brotonne-Brücke durch. Sie hat zwischen den Pylonen eine Spannweite von 320 m. Bei ihrer Fertigstellung 1977 war sie mit ihrer Gesamtlänge von 1278 m weltweit die Nr. 1.


Dieses 2. Foto von der Brücke, aus Wikipedia, zeigt, dass die Seine in diesem Bereich von Hochseeschiffen befahrbar ist — für viele bis Rouen. Die Gezeiten des Atlantiks lassen ab hier spürbar bei Flut die Seine rückwärts, also flussaufwärts strömen!

Caudebec-en-Caux ist eigentlich ein Ortsteil von Rives-en-Seine, wird aber mit seinen ca. 2000 Einwohnern als romantisches Hafenstädtchen wahrgenommen.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten von Caudebec-en-Caux zählt die Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit prächtigen Glasmalerei-Fenstern.

Schließlich besuchten wir noch die nahegelegene Abtei Saint-Wandrille, eine Benediktiner-Abtei, die seit dem 7. Jahrhundert besteht und teils heute noch genutzt wird.

Unser Führer in der Abtei.

Zusätzlich besuchten wir am gleichen Tage die romanische Abtei Saint Georges de Boscherville, von den Benediktinern im 12. Jahrhundert erbaut und gut erhalten bzw. restauriert. Hier die Abteikirche:

10. Mai: Rückfahrt Richtung Paris. Ein Tag galt der ausgiebigen Besichtigung des Schlosses Versailles.

Das Schloss ist eine der größten Palastanlagen Europas. Dieses Wikipedia-Bild lässt das ahnen. Es war von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ausbruch der Französischen Revolution die Hauptresidenz der Könige von Frankreich. Nach dem Krieg 1870/71 mit dem Sieg über Frankreich nahmen die Deutschen es sich heraus, dort im Spiegelsaal Wilhelm I. zum Kaiser zu proklamieren. Aber auch der „Versailler Vertrag“, der Friedensvertrag nach dem von den Deutschen verlorenen 1. Weltkrieg, wurde 1919 dort geschlossen.

Nachfolgend ein paar eigene Fotos, die jedoch die Pracht auch nicht annähernd beschreiben können. Das erste zeigt einen Teil des Spiegelsaals.







11. Mai: Wir hatten einen Tag Zeit für Paris, den wir vornehmlich im Centre Pompidou, dem berühmten  Museum für moderne Kunst, verbracht haben. Ein Bild von einem Teil der Fassade aus dem Internet:

Aber auch den Eiffelturm und den „Invalidendom“ konnten wir aus der Nähe sehen:

Dort liegt auch Napoleon begraben. Die Gesamtanlage, das Hôtel des Invalides (Invalidenheim), wurde von Ludwig XIV. in den Jahren von 1670 bis 1676 erbaut. Sie ist so riesig, dass wir wieder ein Wikipedia-Bild verwenden:

Am 12. Mai traten wir unseren Heimflug an. Er war der Abschluss einer sehr schönen Reise!