Bhutan


Vorläufige Fassung

 

Mit dem Service von Enchanting Travels waren wir in

Bhutan

vom 7. bis zum 17. April 2026 unterwegs.
(Dank streikender Piloten waren wir erst am 21. April wieder zuhause.)

Bhutan ist ein Staat am Himalaya, der das Glück seiner ca. 800000 Bewohner zum Staatsziel erklärt hat. Er wird vom König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck und einem Parlament, das der König 2008 selbst begründet hat, regiert. Dank einiger Wasserkraftwerke kann sich Bhutan klimaneutral nennen, kann sogar Strom exportieren.
Der Vajrayana-Buddhismus ist Staatsreligion.

Nach Norden wird Bhutan von China, nach Süden von Indien begrenzt.


7. April:

3 Flüge brachten uns von Hannover nach Zürich, von dort über die Alpen nach Delhi und schließlich nach Paro, dem einzigen internationalen Flughafen des Landes.

Über den Alpen:

Die nationale Fluggesellschaft ist Drukair (Druk = Drachen). 
Der Flughafen Paro: Klein, aber schön gestaltet! Und fast überall Dekorationen, die den König ehren.

Von Paro wurden wir in die 50 km entfernte Hauptstadt Thimphu gebracht.

8. April:



Thimphu hat ca. 100000 Einwohner. Um internationalem Tourismus zu genügen hat man auch hier Hotels auf landesuntypischem hohem Niveau gebaut. Unser River View Hotel gehörte dazu.

Als Erstes besuchten wir das größte Heiligtum in Thimphu, das spirituelle Zentrum des Landes: die (auch der) Stupa (Chorten), die nach dem Tod des dritten bhutanischen Königs Jigme Dorji Wangschuk 1974 von dessen Mutter erbaut wurde. Die Stupa wird von jedem Bürger der Stadt möglichst täglich dreimal im Uhrzeigersinn umrundet.

Quadratischer Grundriss = tibetischer Stil. Man stößt immer wieder auf tibetische Wurzeln. Auch die Sprache ist tibetisch geprägt. 

Riesige Gebetsmühlen

Dann ein Ausflug zur gewaltigen Buddha-Dordenma-Statue

Die Umgebung der Statue:

In der Nähe: das historische Neyphug-House, in traditioneller Weise aus gestampftem Lehm im 16. Jahrhundert erbaut. 

Thimphu von oben. Alles so um die 2500 m Höhe.


9. April: 

Wir besuchten den Tierpark in Thimphu. 

Die Kunsthandwerk-Akademie in Timphu. 



Besuch eines buddhistischen Frauenklosters. Die Gebäude stammen zum Teil aus dem 13. Jahrhundert. 
Die überwiegend jungen Nonnen ließen sich gern ansprechen. 
Mönche waren auch zugegen. 



„Unser“ Nummernschild. B = Bhutan, P = Privat (T = Taxi usw.)

Das Essen im Restaurant war meist sehr vielfältig. 
Schade: Wir vertrugen es nicht… 


10. April: 

11. April: 

Die Zahl 108 hat im Buddhismus eine besondere Bedeutung. Sie steht für die 108 unreinen Geister, die man überwinden muss, um Erleuchtung zu erlangen. 

 

Der Fluss Panatsang Chu. In der Ferne erahnt man eines seiner beiden Wasserkraftwerke.

Lama Drukpa Kuenleg war ein „verrückter Heiliger“ des tibetischen Buddhismus. Er verbreitete im 15. Jahrhundert eine Art frivoler Aufklärung. Er war im Tempel Chimi Lhakhang sozusagen zuhause. Für uns war der Aufstieg zum Tempel schwierig, aber zahllose Besucher nahmen ihn offenbar gern auf sich. 

Unten in Punakha:

 

12. April: 


13. April: 

Wir besuchten den Wangdue-Phodrang-Dzong, eine Klosterburg aus dem 17. Jahrhundert, die 2012 total abbrannte, aber schon 2016 wieder aufgebaut war. Sie gehört zu den 5 Dzongs in der Tentativliste zum UNESCO-Welterbe. 

Schon der Eingangsbereich ist prächtig gestaltet. Das gilt auch für die 3 Innenhöfe. Im heiligen Innenbereich mit den Buddha-Statuen durfte, wie üblich, nicht fotografiert werden.

Das Highlight des Tages war der Besuch der Schule in Lobesa (Stadtteil von Pusakha). Dort werden über 800 Kinder unterrichtet. 

Unterricht von einer deutschen Lehrerin?  Na ja, so ähnlich. 

Unerhört ordentliche Kinder in absolut sauberer Umgebung.
Typisch für Bhutan. 

14. April: 

5 Stunden Fahrt von Punakha nach Paro,
wieder über den Dochula-Pass. 

Nur in den Städten gibt es gelegentlich Brücken. 

Im Tenzinling-Resort wohnten wir 3 Tage bis zum Rückflug.

Hotels wie dieses sollen dem internationalen Tourismus gerecht werden. Ein privater bhutanischer Bürger müsste angeblich um die 200 bis 400 Dollar für ein DZ pro Nacht zahlen. Ein Lehrer oder Arzt verdient aber nur ca. 350 Dollar im Monat, als Pensionär hat er 150 Dollar/Monat.
Den niedrigen Durchschnittseinkommen entsprechend sind die Preise eher niedrig. Wir zahlten für 10 Postkarten einschließlich der schönen Marken nur 500 Ngultrum (= ca. 5 Euro). 

15. April: 

Der Aufstieg von dort ist möglich. Die Zeitdauer wurde uns mit 2 Stunden genannt. Die Rückkehr ebenso. Wir haben darauf verzichtet. Auch auf den „Aufritt“ per Muli.

 

Wir zeigen ein Foto aus dem Internet, das die Situation des Klosters deutlicher macht. 

 

 

 

16. April: 

Abends eine Mail von der Lufthansa: 

17. April:

In Delhi brachte uns die Lufthansa im The Claridges unter.
Das Hotel wurde vor 70 Jahren gebaut,
war damals sicher Erste Adresse.
Heute hat es vor allem Vintage-Charme. Und 11 Restaurants! 

Enchanting spendierte uns einen Ausflug innerhalb Neu-Delhis. 

Abends aßen wir im Lazeez Affaire. Das schicke Restaurant im Diplomaten-Viertel spielt bei seiner Bezeichnung offenbar nicht nur mit „Laissez-faire“, sondern auch mit „Minister for Foreign Affairs“ und „…Affaires étrangères“. Originell! 


Schade, es bekam uns nicht.


18. und 19. April: 

Nach der Kühle in Bhutan fanden wir die Hitze in Delhi belastend. Deshalb haben wir nur per klimatisiertem Taxi ein paar Sehenswürdigkeiten aufgesucht und aus einiger Distanz angesehen. 

Das bewegendste Gebäude war der India-Gate, der an 75000 gefallene indische Soldaten des 1. Weltkriegs erinnern soll. Der gewaltige Torbogen und seine Umgebung sind heute Treffplatz mit viel Rummel für Tausende Menschen. 

Das Observatorium mit riesigen Gebäuden, das wir ähnlich schon 2019 in Jaipur gesehen hatten.
Sein Erbauer, Jai Singh II. (1688–1743), war ein außerordentlich aktiver Hindu-Herrscher. Er verbot die Witwenverbrennungen, gründete die Stadt Jaipur und ließ in 5 Städten, darunter Delhi, riesige Observatorien (jantar mantar) errichten.

 

Noch einmal der Eingang zum Sikh-Tempel

Der hinduistische Laxmi-Narayan-Tempel, der in den 1930er Jahren erbaut und seinerzeit von Mahatma Gandhi eingeweiht wurde. 

Das uns böse erscheinende Zeichen bedeutet hier Glück! 

Überall kleine Märkte: 

Die indische „Luftwaffe“. 


20. April:

Mit der Air France konnten wir von Delhi nach Paris fliegen und von dort aus nach einem Tag Wartezeit über Hannover wieder nach Hause kommen. 


Es war vielleicht unsere interessanteste Reise!

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